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Sauerstofftherapie

Bei der Sauerstofftherapie wird die Atemluft mit lebenswichtigem Sauerstoff angereichert. Durch die erhöhte Zufuhr können bei schweren Lungenerkrankungen wie COPD oder einem Lungenemphysem die Organe trotzdem noch ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Lesen Sie hier, wann eine Sauerstofftherapie wichtig ist, wie sie abläuft und was dabei zu beachten ist!

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Was ist eine Sauerstofftherapie?

Mit dem Begriff Sauerstofftherapie bezeichnet man üblicherweise die Langzeitsauerstofftherapie (engl. LTOT = long-term oxygen therapy). Mit dieser wird ein schwerer, chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxämie) über eine kontinuierliche oder täglich mehrstündige Sauerstoffzufuhr therapiert. Langfristig verbessert die Sauerstofftherapie die Lebensqualität von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen und Herzinsuffizienz und kann in schweren Fällen sogar lebensnotwendig sein.

Kurzfristig kann eine Sauerstofftherapie das Überleben nach Unfällen oder bei Kohlenmonoxidvergiftungen sichern. Im Gegensatz dazu ist die Wirksamkeit der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie aus dem Bereich der Alternativmedizin sehr umstritten.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Eine andere Art der medizinischen Sauerstoffanwendung ist die hyperbare Sauerstofftherapie, beispielsweise bei Tinnitus. Mehr darüber erfahren Sie im Artikel Hyperbare Sauerstofftherapie.

Wann macht man eine Sauerstofftherapie?

Die Sauerstofftherapie wird bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine ausreichende Sauerstoffzufuhr nicht anders gewährleistet werden kann. Die Sauerstoffaufnahme in den roten Blutkörperchen genügt bei diesen Krankheiten nicht, die Organe ausreichend zu versorgen. Ein solcher, chronischer Sauerstoffmangel wird als Hypoxämie bezeichnet und ist definiert als mehrfacher Abfall des Sauerstoffdrucks im Blut unter 55 mmHg innerhalb von vier Wochen bei normaler Luftsauerstoffkonzentration, bestimmt über eine Blutgasanalyse. Die häufigsten Erkrankungen mit Hypoxämie sind:

Tritt die Hypoxämie nur nachts auf oder verbessert sich der Gesundheitszustand eines Patienten durch eine Sauerstofftherapie nicht, muss eine andere als die Sauerstofftherapie gewählt oder diese ergänzt werden.

Was macht man bei einer Sauerstofftherapie?

Eine ausführliche Diagnostik über Zeitpunkt, Ursachen und Schwere des Sauerstoffmangels ist die Voraussetzung für die Verordnung einer Sauerstofftherapie. Anhand einer Blutgasanalyse können danach der Sauerstoffdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut bestimmt und die erforderliche Sauerstoffmenge festgelegt werden.

In den meisten Fällen wird der Sauerstoff über eine sogenannte Nasenbrille, Nasenmaske oder Nasensonde appliziert. Sehr selten wird ein spezieller Katheter verwendet, der über einen Schnitt in der Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes in die Lunge eingeführt wird.

Für die Sauerstofftherapie werden zum einen elektrisch betriebene stationäre Systeme – sogenannte Sauerstoffkonzentratoren – eingesetzt, die auch nachts beim Schlafen angewendet werden können. Zum anderen können die Betroffenen mit Hilfe mobiler Druckgasflaschen auch während der Sauerstofftherapie das Haus verlassen. Für ausreichend mobile Patienten hat sich ein Flüssigsauerstoffsystem mit tragbarem Sauerstofftank bewährt. Der Tank wird ungefähr alle zwei Wochen neu befüllt oder ausgetauscht.

Welche Risiken birgt eine Sauerstofftherapie?

Nebenwirkungen einer verordnungsgemäß durchgeführten Sauerstofftherapie sind zwar sehr selten, können aber auch bei korrekter Anwendung auftreten: Der einströmende Sauerstoff kann die Schleimhäute der Nase austrocknen. Ein Atemluftbefeuchter oder auch pflegende Salben können dem entgegenwirken. Zusätzlich können Geräte für die Sauerstofftherapie eine Infektionsquelle für Bakterien und Pilzerkrankungen bilden.

Übersteigt die Sauerstoffkonzentration im Blut normale Werte, kann dies den Atemantrieb hemmen und der Kohlendioxidgehalt im Blut steigt an. Dies führt zunächst zu Benommenheit und kann sogar in eine lebensbedrohende sogenannte CO2-Narkose münden. Ebenfalls muss auf die erhöhte Brandgefahr durch ausströmenden reinen Sauerstoff geachtet werden.

Was muss ich bei einer Sauerstofftherapie beachten?

Wichtig ist eine konsequente und langfristige Sauerstofftherapie in der vom Arzt festgelegten Flussmenge. Die Applikationsdauer sollte bei chronischer Hypoxämie 16 Stunden nicht unterschreiten, da sich die positiven Wirkungen auf das Krankheitsbild mit der Therapiedauer weiter verbessern.

Besonders wichtig: Bei einer laufenden Sauerstofftherapie dürfen die Patienten nicht rauchen, denn der Sauerstoff kann sich entzünden. Auch im Sinne des Krankheitsverlaufs sollte insbesondere bei einer Sauerstofftherapie bei COPD das Rauchen ganz aufgegeben werden.

Die ärztlich verordnete Sauerstofftherapie sollte niemals eigenmächtig abgesetzt werden. Eine regelmäßige Kontrolle und Hygiene der verwendeten Geräte und Sauerstoffsonden gewährleistet die komplikationslose Verwendung. Sollten Sie trotz Sauerstofftherapie eine Verschlechterung Ihres Befindens bemerken, zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu ieren. 

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Autor:
Valeria Dahm
Quellen:
  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.: Leitlinien zur Langzeit-Sauerstofftherapie 2008
  • COPD-Deutschland e.V.: Langzeit-Sauerstofftherapie
  • Zusammenfassender Bericht des Arbeitsausschusses „Ärztliche Behandlung“ des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Beratungen gemäss Artikel 135 Abs. 1 SGB V: Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne (SMT)
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