Haarige Sache

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Kathrin Rothfischer

Kathrin Rothfischer studierte - nach einem Ausflug in die Germanistik - in Regensburg Mikrobiologie und Genetik. Komplizierte Sachverhalte leicht verständlich darzustellen, war schon damals ihre Leidenschaft. Deshalb machte sie nach dem Diplom diese Passion zum Beruf: Nach verschiedenen Stationen im medizinischen Fachverlag und in der Publikumspresse fand sie bei e-happiness schließlich ihre journalistische Heimat.

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In der Pubertät beginnt das große Sprießen: Unter den Achseln und rund um die Geschlechtsorgane wachsen plötzlich Haare, und bei den Jungen kündigt erster Flaum den Bartwuchs an. Grund dafür sind die Hormone, die nicht nur die Figur, sondern auch die Körperbehaarung verändern. Wie stark der Haarwuchs ist und welche Farbe die Haare haben, hängt, wie bei der Kopfbehaarung, vor allem von deinen Genen ab.

Haare; Rasierer; rasieren; Haarentfernung; Rasur;

Wie du mit dem neuen Körperbewuchs umgehst, ist deine Sache. Sich die Haare im einen oder anderen Bereich zu entfernen, ist eine Frage der Mode, der Kultur, aber auch des individuellen Geschmacks. Viele Mädchen und Frauen entledigen sich ihrer Achselhaare und enthaaren die Beine. Auch die Schamhaare trimmen sich viele – bis hin zum „Hollywood-Cut“ – dem vollständigen Kahlschlag im Intimbereich. Der ist übrigens auch unter jungen Männern inzwischen nicht unüblich.

Rasieren, Wachsen, Epilieren

Um die Haare loszuwerden, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:

» Rasieren: Diese Methode ist die wohl am weitesten verbreitete. Sie ist simpel und schmerzfrei. Zumindest, wenn man sich nicht schneidet. Du kannst einen Elektrorasierer verwenden (Trockenrasur) oder einen Einweg- oder Gelrasierer (Nassrasur). Mit Elektrorasierern verletzt du dich nicht so leicht, sie kappen die Haare aber auch nicht so gründlich. Um dich auch beim Nassrasieren nicht zu schneiden, solltest du immer frische Klingen benutzen. Rasiere die Haare stets in die Richtung, in der sie wachsen.

Wer Rasierschaum nimmt: bitte im Intimbereich nicht solchen für die Barthaare, sondern spezielle Produkte für die Intimrasur. Rasierer können die Haut reizen, sodass kleine Pickelchen entstehen. Schuld daran sind Hautschüppchen, die das Haarwachstum behindern. Die Pickel kannst du zwar nicht ganz verhindern – vor allem, wenn du ohnehin sensible Haut hast. Durch die entsprechende Hautpflege (zum Beispiel mit Babyöl, Balsam oder einer Lotion) direkt nach der Rasur und durch nur leichtes Aufdrücken des Rasierers kannst du aber dafür sorgen, dass sie weniger stark auftreten. Auch regelmäßiges Peeling, um die Hautschüppchen zu entfernen, kann helfen. Der Nachteil bei dieser Methode: die Haare wachsen schnell nach, du musst alle ein bis drei Tage nachrasieren.

» Epilieren: Hier zupfst du die Haare mitsamt der Wurzel aus, ähnlich wie beim Augenbrauenzupfen. Nur, dass beim Epilieren die Pinzetten in einem spezielle Gerät sitzen. Schaltest du das Gerät ein, beginnen sie zu rotieren und reißen die Haare aus. Damit du nicht versehentlich Haut einzwickst, solltest du den jeweiligen Bereich mit den Fingern straffen und den Epilierer in einem bestimmten Winkel ansetzen. Das erfordert etwas Übung. Epilieren ist zwar eine gründliche Methode, um Haare loszuwerden und der Effekt hält mit bis zu vier Wochen lange an; die Prozedur ist allerdings sehr schmerzhaft.

» Enthaarungscremes & Co: Chemische Haarentferner wie sie in Enthaarungscremes oder Schäumen enthalten sind, machen die Haare und Haarwurzeln instabil, sodass sie quasi von allein ausfallen. Es genügt, wenn du leicht mit einem Spatel, der den meisten Cremes beiliegt, über die entsprechende Stelle fährst. Das geht schnell, ist schmerzfrei und du musst die Prozedur nur zirka einmal pro Woche wiederholen. Allerdings können solche Chemikalien Hautreizungen und Allergien hervorrufen. Bevor du eine Enthaarungscreme benutzt, solltest du auf jeden Fall testen, ob du das Produkt verträgst. Du solltest beim Auftragen sorgfältig sein und gut aufpassen, dass nichts davon in die Scheide, unter die Vorhaut oder auf die Eichel gelangt.

» Wachsen: Kalt- oder Warmwachs ist auch für die Haarentfernung im Intimbereich geeignet. Das kannst du zuhause machen, es gibt zum Beispiel in der Drogerie Sets für den Heimgebrauch zu kaufen. Beim Entwachsen nimmst einen mit Wachs bestrichenen Streifen, drückst ihn auf die Stelle, die du enthaaren möchtest, lässt ihn kurz einwirken und ziehst ihn dann ruckartig entgegen der Haarwuchsrichtung ab.

Die Wirkung dieser Methode hält lange an und auch Pickelchen treten danach seltener auf. Aber: das Ganze kann sehr schmerzhaft sein. Am besten lässt du das Wachsen von einer Fachkraft durchführen. Schon allein, weil die Hemmschwelle, sich den Wachsstreifen selbst von der Haut zu reißen, ziemlich hoch sein kann. Die Kosmetikerin oder auch spezielle „Wa Studios“ sind gute Anlaufstellen. Eine ähnliche, aber etwas sanftere Methode ist übrigens das Sugaring. Hier trägst du statt Wachs eine Mischung aus Wasser, Zucker (daher der Name) und Zitrone auf.

» Laserbehandlung: Unerwünschte Haare kannst du auch mit dem Laser entfernen lassen. Ziel ist es, die Haare dauerhaft loszuwerden. Tatsächlich hast du nach dem Lasern mehrere Jahre Ruhe. Die Laserbehandlung sollte aber nur ein speziell ausgebildeter Hautarzt durchführen. Jugendliche brauchen dafür das Einverständnis der Eltern. Die Haarentfernung mit dem Laser dauert lange und ist teuer. Zudem ist über Langzeitfolgen noch nichts bekannt.

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