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Sportverletzungen - Verrenkung

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Gelenkflächen getrennt

Bei einer Verrenkung (Luxation) werden die Flächen eines Gelenks voneinander getrennt. Mediziner bezeichnen dies auch als Auskugelung. Bleibt ein Teil der Gelenkflächen miteinander in Kontakt, spricht man von einer unvollständigen Verrenkung (Subluxation). Ursache dieser Verletzung ist eine Gewalteinwirkung. Die Gelenkflächen werden gegeneinander verschoben und bleiben in dieser abnormen Stellung.

Bei Sportlern sind häufig die Gelenke von Schulter, Ellenbogen, Fingern sowie die Kniescheibe betroffen. Luxationen des Schulter- und Ellenbogengelenks sind meist die Folge von Stürzen, da jeder reflexartig versucht, sich beim Sturz mit den Armen abzufangen. Auch Sportarten wie Judo oder Handball sind eine Gefahr für das Schultergelenk. Die Fingergelenke werden häufig beim Volleyballspielen verletzt, wenn der Ball mit ausgestreckten Fingern angenommen wird (Pritschen). Die Kniescheibe kann bei Sprungübungen luxieren.

Durch die Verrenkung kommt es häufig zu weiteren Verletzungen, beispielsweise Risse der umgebenden Gelenkkapsel und Bänder.

Symptome

Eine Luxation ist sehr schmerzhaft. Die betroffene Gliedmaße lässt sich nicht mehr bewegen, häufig ist eine Fehlstellung erkennbar und nach einiger Zeit kommt es zu einer Schwellung. Sind auch Nerven verletzt, kann die Empfindung und Funktion gestört sein. Bei einer Ellenbogenverrenkung können beispielsweise Funktion und Gefühl in der Hand eingeschränkt sein.

Erste Hilfe

Ausgekugelte Gelenke darf nur ein Fachmann einrenken! Legen Sie auf keinen Fall selbst Hand an.

Ziel der Akutbehandlung ist es, weitere Schäden zu vermeiden und die Schwellung des Gewebes so weit wie möglich zu reduzieren; dadurch lässt sich das Gelenk später besser einrenken.

  • Stellen Sie das betroffene Gelenk möglichst schmerzfrei ruhig, beispielsweise mit einem Dreieckstuch.
  • Kühlen Sie die verletzte Stelle etwa 15 bis 20 Minuten lang mit Eispackungen, (Eissprays) oder Umschläge mit kaltem Wasser verwenden. Keinen direkten Eis mit der Haut.
  • Wenn es möglich ist, sollten Sie die verletzte Stelle hoch lagern. Entfernen Sie vorsichtig Schmuck oder Ringe von den Fingern.
  • Lassen Sie sich dann so schnell wie möglich zum Arzt bringen.

Therapie

Verrenkungen werden immer vom Arzt behandelt. Zunächst muss er feststellen, ob weitere Verletzungen des Gelenks wie etwa Bänderrisse vorliegen. Diagnosemethoden sind Röntgenaufnahmen, manchmal auch Ultraschall oder Kernspintomograpfie. Sind keine weiteren Verletzungen erkennbar, wird das Gelenk unter Narkose wieder eingerenkt. Dies sollte möglichst innerhalb weniger Stunden nach der Verletzung geschehen.

Kleinere Gelenke (z.B. Finger) werden unter örtlicher Betäubung eingerenkt. Sind Weichteile wie Kapseln oder Bänder geschädigt, ist eine Operation unumgänglich. Im Anschluss muss das betroffene Körperteil für einige Zeit, manchmal für Wochen, ruhig gestellt werden. Dann folgen spezielle Bewegungsübungen und gegebenenfalls ein Krafttraining.

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Autor:
Dr. med. Karlheinz Zeilberger
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