Ernährungsumstellung - die besten Tipps

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

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Gewohnheiten sind hartnäckige Gesellen. Man wird sie nur mit großer Mühe wieder los. Das gilt auch und sogar ganz besonders für die Ernährung. Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihre Ernährung umzustellen, sollten Sie mit Köpfchen an die Sache gehen. Ob Sie abnehmen wollen, Vegetarier werden möchten, auf Gluten verzichten müssen oder sich einfach nur insgesamt gesünder ernähren wollen - mit der richtigen Strategie fällt die Umstellung leichter.

Supermarkt; Lebensmittel; Einkaufswagen; Obst; Gemüse

Ernährungsumstellung - Schritt für Schritt oder Radikalkur?

Die Ernährung umzukrempeln fällt manchen leichter, wenn sie es etappenweise anpacken. So können angehende Vegetarier mit einem Veggietag pro Woche anfangen und diesen peu à peu auf den Rest der Woche ausdehnen. Wer sich gesünder ernähren will, kann zunächst eine Mahlzeite pro Tag bewusst mit (mehr) frischem Gemüse und ohne Fertigprodukte gestalten. Abnehmwilligen hilft vielleicht, einen Tag in der Woche zu reservieren, an dem sie essen können, ohne auf die Kalorien zu achten.

Allerdings ist eine langsame Umstellung mit einem höheren Gefahrenpotential verbunden, auf halben Weg stecken zu bleiben. Ein radikaler Bruch mit den alten Gewohnheiten ist sicherer, da sich so die alten Essmuster so am schnellsten und gründlichsten umkrempeln lassen.

Dabei kann es helfen, sich zunächst nur einen überschaubaren Zeitraum vorzunehmen. "Nie mehr Fleisch" oder "Nie wieder Fertigpizza" ist psychologisch ein dicker Brocken. Vier bis sechs Wochen sollten es aber schon sein, damit Sie Zeit haben, sich umzustellen.

Tipp 1: Großreinemachen

Vor allem, wer gleich den großen Sprung wagt, sollte zu Beginn der Ernährungsumstellung großreinemachen und alle Lebensmittel aussortieren, die nicht mehr ins persönliche Konzept passen. Verschenken Sie sie oder werfen Sie sie in die Mülltonne. So sind Sie nicht der Versuchung ausgesetzt, doch wieder zum Altbekanntem zu greifen. Ein solches Großreinemachen ist außerdem ein psychologisch ungemein hilfreiches Ritual, eine bewusster Bruch mit Gewohnheiten, die man ablegen möchte.

Wenn Sie mit anderen zusammenleben, die Ihre Ernährungsumstellung nicht mitmachen möchten, besteht vielleicht die Möglichkeit, diese Lebensmittel aus Ihrem Gesichtsfeld zu verbannen.

Tipp 2: Alternativen suchen

Mancher Abschied fällt besonders schwer. Suchen Sie nach genussvollen Alternativen. Wer als Vegetarier beim Geruch von Würstchen schwach wird, könnte es mit einer vegetarischen Version ausprobieren. Und wer morgens immer ein Croissant verzehrt hat und abnehmen möchte, ist vielleicht auch mit einem ebenfalls süßen, aber nicht annähernd so fetten Rosinenbrötchen glücklich.

Tipp 3: Auf Entdeckungsreise gehen

Wer in punkto Ernährung Neuland betritt, sollte sich gründlich darin umschauen. Kochbücher machen Lust auf neue Rezepte, neue Gewürze, neue Lebensmittel, die zum veränderten Lebensstil passen. Wer hier leckerer Entdeckungen macht, vermisst die abgelegten Lieblingsspeisen weniger. Auch im Internet machen Foren mit allen erdenklichen Ernährungsschwerpunkten Appetit darauf, neue Dinge zu probieren und sich untereinander auszutauschen.

Tipp 4: Verbündete suchen

In der Gemeinschaft fällt vieles leichter - schon deshalb sollten Sie mit Gleichgesinnten reden - ob im Netz oder im richtigen Leben. Das rettet über Durchhänger hinweg und hilft, am Ball zu bleiben. Ebenso wichtig ist es, Ihre Angehörigen mit ins Boot zu holen. Auch wenn sie Ihre Ernährungsumstellung nicht unbedingt mitmachen wollen, sollten sie Ihr Vorhaben nicht durch Unverständnis sabotieren. Erklären Sie Freunden und Familie, warum Sie Ihr kulinarisches Leben umkrempeln wollen und werben sie um Unterstützung für Ihr Projekt. Vermeiden Sie dabei, im Überschwang Ihrer Begeisterung alle zum neuen Ernährungsglauben bekehren zu wollen - Toleranz funktioniert nur in beide Richtungen.

Tipp 5: Motivation stärken

Gesundheit, Figur oder moralische Haltung - sicher haben Sie für Ihr Projekt Ernährungsumstellung gute Gründe. Damit diese nicht auf der Strecke bleiben, sollten Sie sich Ihre Motivation regelmäßig vor Augen führen. Schreiben Sie auf, warum Ihnen die Ernährungsumstellung am Herzen liegt und notieren Sie, was Sie sich davon erhoffen - körperlich oder seelisch. Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst, und zwar schriftlich. Dieser kleine Psychotrick mag sich erst mal seltsam anhören, aber er wirkt.

Tipp 6: Dem Wandel Zeit geben

Jahrzehntelange Gewohnheiten lassen sich nicht so einfach abschütteln. Nach den ersten euphorischen Tagen wird Ihnen die Ernährungsumstellung vermutlich nicht immer leicht fallen. Die gute Nachricht lautet: Je länger Sie dran bleiben, desto leichter wird Ihnen die Sache fallen. Und irgendwann werden Sie vermutlich feststellen, dass Ihnen das Grillhähnchen, die Chipstüte oder die praktische Fertigmahlzeit überhaupt nicht mehr fehlen. Wenn Sie erst einmal in Ihren neuen Ernährungsgewohnheiten gefestigt sind, ist übrigens auch der eine oder andere Ausreißer kein Problem.

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