Mann hält seinen Bauchspeck

Warum Übergewichtige eher an Krebs erkranken

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Das Phänomen ist schon lange bekannt: Mit dem Übergewicht steigt das auch Krebsrisiko. Warum das so ist, dafür haben japanische Forscher jetzt eine bislang unbekannte Erklärung gefunden: Fettes Essen könnte einen wichtigen Selbstschutzmechanismus behindern, der sonst kranke Zellen beseitigt.

Wettstreit der Zellen

Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Phänomen, das als „Cell Competition“, also „Wettstreit der Zellen“, bekannt ist. Dieser tritt in den Verbänden von Epithelzellen auf – jenen flachen Zellschichten, die die Innenwände vieler Organe auskleiden. Hier werden schwächere Zellen von gesünderen Zellen aus dem Verband hinausgedrängt.

Ausgestoßen aus dem Zellverband

Yasuyuki Fujita von der Universität Hokkaido hat herausgefunden, dass dieser Mechanismus auch der Krebsabwehr dient. Die Nachbarzellen erkennen offenbar, wenn sich eine Zelle per Mutation zur Krebszelle wandelt. Die gesunden Zellen brechen denn die Kommunikation zur kranken Zelle ab, sie wird aus dem Verband der Epithelzellen ausgestoßen und stirbt ab. Dieses Phänomen der Selbstheilung bezeichnen die Forscher als „epithelial defense against cancer“ (EDAC).

Fettreiche Ernährung blockiert Schutzmechanismus

Experimente mit Mäusen haben gezeigt, dass eine fettreiche Ernährung diese körpereigenen Selbstheilungskräfte behindert. Bei Mäusen, die normales Futter erhielten, funktionierte der Mechanismus – entartete Zellen konnten sich nicht vermehren, und es bildeten sich keine Tumoren. Bei fettreich ernährten Mäusen hingegen versagte die Krebsabwehr.

Auf welchen Wegen genau die fettreiche Kost den schützenden Verdrängungswettbewerb der Epithelzellen behindert, wissen die Forscher noch nicht. Ein ungünstiger Stoffwechsel sowie Entzündungsprozesse könnten hier eine Rolle spielen.

Weitere mögliche Krebstreiber bei Übergewicht sind hormonelle Veränderungen, die durch das zusätzliche Körperfett entstehen, erhöhte Insulinspiegel, höhere Mengen des Wachstumsfaktors IGF und aggressive Sauerstoffmoleküle, sogenannte freie Radikale, die im Körper ihr Unwesen treiben.

Fünf Prozent der Krebserkrankungen durch Übergewicht

Wissenschaftler schätzen, dass rund fünf Prozent aller Krebserkrankungen durch Übergewicht entstehen. Bei manchen Krebsformen ist der Einfluss des Körpergewichts besonders hoch.

So sind die Hälfte aller Gebärmutter- und Nieren-Tumoren, aber auch Adenokarzinomen der Speiseröhre durch Fettleibigkeit (Adipositas) bedingt. Ein Verbindung besteht auch mit Darmkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Eierstockkrebs und das Multiple Myelom: Sie treten bei normalgewichtigen Menschen deutlich seltener auf als bei Übergewichtigen.

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