Untergewicht: Fürs Herz riskanter als Übergewicht

dünne Frau hält Maßband an Bauch
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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Dass Übergewichtige häufiger unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, ist weithin bekannt. Doch auch wer zu dünn ist, riskiert seine Herzgesundheit. Das gilt insbesondere für Menschen unter 40 Jahren.

Die Zahl der Übergewichtigen steigt und steigt. Daher stehen sie im Mittelpunkt des medizinischen Interesses. Denn mit den überflüssigen Pfunden steigt auch das Risiko für verschiedene Erkrankungen.

Forscher um Donghwi Park vom Daegu Fatima Hospital in Korea haben ihr Augenmerk auf das andere Ende der Gewichtsskala gerichtet: zu dünne Menschen. Dabei fanden sie heraus, dass Untergewicht die Herzgesundheit sogar stärker beeinträchtigt als Übergewicht.

Untergewicht: BMI von unter 18,5

Die Wissenschaftler hatten die Daten von einer halben Million Amerikanern ausgewertet. Abhängig vom Body-Mass-Index (BMI) teilten sie die Teilnehmer in verschiedene Gewichtsgruppen ein. Wer einen BMI von weniger als 18,5 hat, gilt als untergewichtig. Normalgewicht liegt bei einem BMI zwischen 18,5 und 24,9 vor. Bei Übergewicht liegt der BMI zwischen 25 und 29,9. Als fettleibig gilt man ab einem BMI von 30.

Die Analysen ergaben, dass die Untergewichtigen ein um fast 20 Prozent höheres Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Koronare Herzerkrankung (KHK) hatten. Für Übergewichtige war das Risiko um 50 Prozent erhöht, für Fettleibige um fast 100 Prozent.

24 Prozent höheres Herzrisiko

Als die Forscher die Zahlen von möglichen herzbelastenden Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, höheres Alter, hohe Blutfettwerte, Rauchen und Bewegungsmangel bereinigten, wandelte sich das Bild noch einmal: Für die Untergewichtigen war das Risiko um 24 Prozent erhöht, für die Fettleibigen immerhin noch um 15 Prozent. Für Teilnehmer, die lediglich übergewichtig waren, ließ sich unabhängig von zusätzlichen Risikofaktoren kein Zusammenhang feststellen. Das Körperfett allein ist also nicht das Problem, „Untergewicht hingegen scheint ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein“, schreiben die Autoren.

Zu wenig Muskeln, zu wenig Nährstoffe

Mögliche Erklärungen dafür, warum Untergewicht das Herz belastet, gibt es verschiedene. Ein Grund könnte die geringe Muskelmasse von Untergewichtigen sein. Denn Muskelarbeit kann schädliche Prozesse im Körper ausgleichen und krankheitsfördernde Botenstoffe wie Kortisol, hohe Blutzuckerspiegel oder überhöhte Blutfettwerte abbauen. Ist die Muskelmasse gering, kommt der gesundheitsfördernde Effekt von Bewegung weniger zum Tragen.

Eine weitere Rolle könnte spielen, dass untergewichtige Menschen häufig mangelernährt sind. Fehlen herzschützende Mikronährstoffe wie bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe, könnte des Herz-Kreislauf-Risiko steigen.

Jung, untergewichtig – krank?

Besonders deutlich wurde der Zusammenhang von Untergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei jüngeren Menschen: Für Untergewichtige unter 40 Jahren war die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sogar mehr als doppelt so hoch wie für Normalgewichtige dieses Alters.

Das ist umso bedenklicher, als Untergewicht gerade bei jüngeren Menschen häufiger auftritt – insbesondere bei jungen Frauen. So sind in der Altersgruppe von 18 bis 19 Jahren 12,5 Prozent der Frauen untergewichtig. Von den 20- bis 24-jährigen Frauen sind es 9,4 Prozent. Im Schnitt sind hierzulande drei Prozent der Frauen und ein Prozent der Männer zu dünn.

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