Temperatursturz gefährdet das Herz

Paar beim Winterspaziergang
Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Fallende Temperaturen können Patienten mit Herzschwäche gefährlich werden. Insbesondere, wenn die Temperaturen in kurzer Zeit in den Keller rauschen, wird es riskant.

"Ärzte denken nur selten ans das Wetter, wenn sie Patienten mit Herzschwäche beraten“, sagt Prof. Pierre Gosselin von der Universität Laval in Kanada. Die Forscher wollten vor allem untersuchen inwiefern extreme Temperaturschwankungen, die aufgrund des Klimawandels häufiger werden, kritisch sind. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass kaltes Wetter Probleme verursachen kann, die im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sogar tödlich verlaufen.“

Wie sich das Wetter auswirkt

Für die Studie hatten die Forscher Klimadaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, atmosphärischen Druck sowie Luftverschmutzung ermittelt. Diese setzten sie in Bezug zu Gesundheitsdaten von 113.000 Patienten über 65, die zwischen 2001 und 2011 in Quebec die Diagnose Herzinsuffizienz erhalten hatten. Durchschnittlich begleiteten sie die Teilnehmer 635 Tage lang. Mehr als 18.300 mussten in dieser Zeit wegen einer Verschlimmerung ihres Zustands ins Krankenhaus, mehr als 4200 starben.

Fallende Temperaturen, steigendes Risiko

Erste Auffälligkeit war, dass in den Wintermonaten die Zahl der stationären Aufenthalte sowie der Todesfälle stieg. Um jedes Grad, das die Temperatur innerhalb von sieben Tagen fiel, stieg das Risiko für einen stationären Aufenthalt oder eine tödlich verlaufende Verschlimmerung um 0,7 Prozent. Bei einem Temperaturabfall von 10 Grad war das Risiko folglich um ganze sieben Prozent höher.

„Das bedeutet, Menschen mit Herzfehler sollten sich kaltem oder nebeligem Wetter nicht zu sehr aussetzen“, sagt Gosselin.

Schwerstarbeit fürs Herz

Bei niedrigen Temperaturen verengen sich die Blutgefäße der Haut und anderer Regionen des Körpers, wodurch der Blutdruck steigt. Das Herz muss das Blut dann gegen einen größeren Widerstand in die Arterien pumpen. Für ohnehin geschwächte Herzen kann diese Belastung zu groß sein.

Blutdruck kontrollieren, Medikamente anpassen

Herzpatienten sollten ihren Blutdruck daher gerade in der kälteren Jahreszeit häufiger kontrollieren und gegebenenfalls in Absprache mit dem Arzt die Medikamentendosis in der Wintersaison erhöhen. Treten aufgrund der Kälte Beschwerden wie Herzenge oder Atemnot auf, sollten sie möglichst schnell wieder ins Warme zurückkehren und die Symptome ärztlich abklären lassen.

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