Rückenschmerz: Yoga so wirksam wie Physiotherapie

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Mit Rückenschmerzen zum Physiotherapeuten – oder besser ab ins Yoga-Studio? Tatsächlich wirken beide Methoden gleich gut.

Katze, Kind, Kobra – Yogaübungen können den Rücken stärken, beweglicher machen und entlasten. Das hat erst jüngst eine große Metaanalyse gezeigt. Doch wie wirksam ist die fernöstliche Gymnastik im Vergleich zur klassischen Physiotherapie, die Rückenschmerzpatienten meist verordnet wird?

Forscher vom Boston Medical Center haben das nun überprüft. Sie teilten 320 Patienten mit chronischen Schmerzen im unteren Lendenwirbelbereich in drei Gruppen ein: Teilnehmer der ersten absolvierten innerhalb von zwölf Wochen Übungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten, die sie anschließend daheim fortführten.

Eine zweite Gruppe machte regelmäßig Yogaübungen, die speziell auf Rückenbeschwerden ausgerichtet waren. Eine dritte Kontrollgruppe erhielt lediglich ein Ratgeberbuch zum Thema Rückenschmerzen ausgehändigt, sowie regelmäßige Newsletter zum Umgang mit Rückenschmerzen.

Weniger Schmerzen, weniger Einschränkungen

Im anschließenden Vergleich schnitten Yoga und Physiotherapie gleich gut ab: Die Patienten litten weniger unter den Schmerzen und auch die Funktionseinschränkungen aufgrund des Rückenschmerzes hatten sich verringert. Außerdem benötigen sie weniger Medikamente, um den Schmerz in Schach zu halten. Das positive Ergebnis blieb über den gesamten Beobachtungszeitraum von einem Jahr bestehen.

Allerdings besserte sich auch das Befinden der Kontrollgruppe, die lediglich Informationsmaterial zum Umgang mit Rückenschmerzen erhalten hatte, im gleichen Maße. Einziger Unterschied: In dieser Gruppe nahmen die Teilnehmer deutlich mehr Schmerzmittel ein.

Tatsächlich verschwinden zumindest akute Rückenschmerzen in den meisten Fällen nach einiger Zeit von allein. Das gilt zumindest, wenn der Patient akiv bleibt. Wer sich zu sehr schont, bei dem werden die Schmerzen eher chronisch. Dieser Fall war bei der untersuchten Patienten zwar bereits eingetreten. Doch hilft Mobilisierung auch dann noch. Möglicherweise war die gut informierte Kontrollgruppe ganz einfach ausreichend motiviert, sich zu bewegen und aktiv zu bleiben, um ebenfalls zu profitieren.

Ursache meist unklar

Rückenschmerzen sind oft rätselhaft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lässt sich in rund 80 Prozent der Fälle weder eine Krankheit, noch eine anatomische Ursache als Auslöser der Schmerzen feststellen.

Wirklich problematisch wird es, wenn sie, chronisch werden - wie das bei den Teilnehmern der Studie der Fall war. Dazu tragen vor allem auch psychische Faktoren bei, die die Schmerzen aufrechterhalten oder sie mitverursachen. So begünstigen Überlastungen am Arbeitsplatz, mangelnde Anerkennung und Depressionen, dass ein Mensch Rückenschmerzen entwickelt – und dass diese zum Dauerzustand werden.

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