Kurzfilm: Psychische Probleme nach der Flucht

Ausschnitt Kurzfilm „Flucht und Migration“
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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Menschen auf der Flucht erleben oft Schreckliches. Die psychischen Traumata hinterlassen tiefe Narben und machen viele von ihnen krank. Doch oft werden die gesundheitlichen Folgen nicht einmal von den Betroffenen selbst erkannt. Ein Kurzfilm des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie klärt Helfer und Geflüchtete in sieben Sprachen über Ursachen, Symptome und Heilungsmöglichkeiten seelischer Fluchtfolgen auf.

Hunger, Durst und Kälte, bewaffnete Banden, lebensgefährliche Fluchtrouten, Gewalterfahrungen – Menschen auf der Flucht sind extremen seelischen Belastungen ausgesetzt.

Angst und Depressionen

Viele von ihnen entwickeln eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), bei der sie sich immer wieder in die schrecklichen Erlebnisse zurückversetzt fühlen. Auch andere Angststörungen und Depressionen sind verbreitet. Wieder andere leiden unter Albträumen oder körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Kopfschmerzen und Atemnot.

Kurzfilm klärt Geflüchtete und Helfer auf

Forscher vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) haben einen animierten Kurzfilm entwickelt, der in einfachen Worten und Bildern zeigt, wie Flucht und psychische Probleme zusammenhängen.

„So wie die Haut nach einer Verletzung heilt, versucht auch das Gehirn nach extremem Stress sich selbst zu heilen“, heißt es im Film mit dem Titel „Flucht und Migration“. Tatsächlich können sich die psychischen und körperlichen Symptome oft auch von allein bessern. Doch das dauert lange und funktioniert nicht immer.

„Der Film soll Betroffene entlasten und ermutigen, sich Hilfe zu suchen“, erläutert der Direktor der Klinik am MPI, Prof. Martin Keck.

Versionen in sieben Sprachen

Der gut zwei Minuten lange Film liegt bislang in sieben Sprachen vor: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Dari und Kurdisch (Kurmandschi). In Vorbereitung sind Versionen in Pashto, Tigrinya und Somali.

Der Film kann unter folgendem Link angesehen und heruntergeladen werden: http://bit.ly/2FDTj14. Die Wissenschaftler hoffen, dass der Link zum Film an möglichst viele Betroffene weitergeleitet wird, um sehr viele Geflüchtete und Helfer zu erreichen.

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