Spätes Abnedessen_Krebsgefährdung

Krebs: Wer spät speist, wird eher krank

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Ein Mitternachtssnack ist nicht nur ungünstig für den Schlaf, - wer häufig spät isst, hat ein höheres Krebsrisiko. Und spät bedeutet konkret: nach 21.00 Uhr. Frauen erkranken dann häufiger an Brustkrebs, Männer an Prostatakrebs. Das gleiche gilt für Menschen, die nicht wenigstens zwei Stunden verdauen, bevor sie sich zu Bett begeben.

Forscher um Manolis Kogevinas vom Centre for Research in Environmental Epidemiology in Barcelona haben die Ess- und Schlafgewohnheiten von 621 Männern mit Prostatakrebs sowie 1205 Frauen mit Brustkrebs mit denen einer gesunden, etwa gleich großen Kontrollgruppe abgeglichen.

Schichtarbeit macht krank und dick

Ein Ausschlusskriterium für die Teilnahme an der Studie war Schichtarbeit, auch wenn die in der Vergangenheit lag. Schon aus früheren Studien weiß man, dass, wer die Nacht zum Tag macht, schneller übergewichtig wird oder an Diabetes erkrankt.

Als Datenbasis dienten den Forschern umfassende Interviews sowie Ernährungsprotokolle. Dabei erfassten sie auch den sogenannten Chronotyp der Teilnehmer. Er besagt, ob jemand eher ein Morgenmensch oder eine Nachteule ist. Wenig überraschend war, dass die Nachtmenschen tendenziell deutlich später aßen als die Frühaufsteher.

20 Prozent höheres Krebsrisiko

Das Ergebnis: Um insgesamt 20 Prozent höher lag die Krebsgefahr für Brust und Prostata bei den Spätessern, aber auch für jene, die sich mit vollem Bauch zu Ruhe begaben. Für andere Krebserkrankungen konnten die Wissenschaftler kein erhöhtes Risiko feststellen.

Den Grund für den Zusammenhang vermuten die Forscher im sogenannten zirkadianen Rhythmus, der inneren Uhr, nach der der Mensch tickt. In vorangegangenen Studien hatten sich bereits nach drei späten Abendessen verschiedene Blutparameter ungünstig verändert. Darunter waren das als Schlankmacher geltende Hormon Leptin, die Blutzuckerspiegel, die Werte des Stresshormons Cortisol sowie bestimmte Blutwerte, die auf verstärkte Entzündungsreaktionen hindeuten.

„Diese Studie zeigt, dass Menschen, die überwiegend am Tage essen und eine lange Pause zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafen einlegen, ein geringeres Krebsrisiko haben“, schreiben die Forscher.

Evolutionäres Erbe

Aus evolutionärer Sicht betrachtet ist der Mensch, und damit auch sein Biorhythmus, tatsächlich auf längere Essenspausen programmiert. Zudem aßen die frühen Menschen vermutlich vor allem bei Tageslicht. In der modernen Welt sieht das anders aus. Zwischenmahlzeiten und Snacks sind normal, gegessen wird oft spät und reichlich. Vor allem Letzteres könnte Regenerationsprozesse im Körper empfindlich stören.

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