Hustende Frau

Keuchhusten trifft vor allem Erwachsene

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Lange galt Keuchhusten (Pertussis) als Kinderkrankheit. Doch seit die meisten Kinder geimpft werden, treten fast zwei Drittel der Fälle bei Jugendlichen oder Erwachsenen auf. Sie gefährden vor allem Säuglinge, die noch nicht geimpft werden konnten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zwischen 2001 und 2017 mehr als 103.000 Keuchhustenfälle erfasst. Nur rund 27.000 davon betrafen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

Keuchhusten wird oft nicht erkannt

Problematisch ist, dass Keuchhusten bei Erwachsenen oft milder verläuft und daher häufig nicht erkannt wird. Er äußert sich dann eher in Form eines lang anhaltenden, quälenden Hustens, der Häufig als gewöhnliche Bronchitis fehlgedeutet wird Da Keuchhusten sehr ansteckend ist, infizieren die Kranken viele ungeschützte Mitmenschen.

Die Erkrankten sind insbesondere für Säuglinge gefährlich, die noch nicht geimpft sind – die Pertussis-Impfung ist erst nach dem vollendeten zweiten Lebensmonat möglich. Rund 71 Prozent der vom RKI erfassten Babys mit Keuchhusten mussten stationär behandelt werden.

Die Babys leiden unter krampfartigen Hustenanfällen bis hin zu Erstickungsanfällen. Zusätzlich entwickeln sie oft eine Lungen- oder Mittelohrentzündung.

Experten raten daher allen Menschen, die mit Säuglingen zu tun haben, sich zum Schutz der Kinder rechtzeitig gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Das gilt für werdende Mütter und andere, die sich um die Kinder kümmern – und zwar möglichst schon vier Wochen vor der Geburt. Außerdem sollten alle, die beruflich mit Säuglingen zu tun haben, geimpft sein.

Keuchhusten ist keine Lappalie

Auch bei Erwachsenen gibt es durchaus schwere Verläufe – ein Viertel der Patienten kämpft mit Komplikationen. Dazu zählen etwa Krampfanfälle sowie eine durch Husten ausgelöste Mangeldurchblutung im Gehirn mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit. Manche Hustenattacken sind so stark, dass dabei Rippen brechen.

Keuchhusten-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen Kindern ab dem zweiten Lebensmonat eine Pertussis-Impfung. Nach insgesamt vier Impfdosen ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Im weiteren Verlauf sollte die Keuchhusten-Impfung mehrfach aufgefrischt werden.

Erwachsenen empfiehlt die STIKO eine einmalige Impfung in Kombination mit Tetanus und Diphtherie.

Das gilt auch für Personen, die bereits eine Keuchhusteninfektion durchgestanden haben. Nach zehn bis zwanzig Jahren hat die natürliche Immunisierung nachgelassen und man kann erneut erkranken.

Keuchhusten beginnt meist wie eine harmlose Erkältung. Es folgt eine Phase mit schweren Hustenattacken mit Atemnot und Erbrechen und dem typischen keuchenden Atemgeräusch. Dieses Stadium kann bis zu sechs Wochen anhalten.

http://steroid-pharm.com

cialis-viagra.com.ua

защита для двигателя