Kefir senkt den Blutdruck

Kefir mit Himbeeren
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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Kefir ist wie Joghurt ein Sauermilchprodukt. Er enthält lebensfähige Bakterien, die die Darmflora günstig beeinflussen. Das könnte sogar überhöhte Blutdruckwerte normalisieren.

Vorangegangene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bakterien im Darm den Blutdruck beeinflussen können. Ein ungünstiges Mikrobiom im Darm kann demnach zu Bluthochdruck beitragen.

Forscher um Mirian Silva-Cutini haben in Experimenten mit Ratten untersucht, ob sich Kefir positiv auf den Blutdruck auswirken kann. Dazu fütterten sie Ratten, die Bluthochdruck hatten, neun Wochen lang mit Kefir.

Eine weitere Gruppe von Artgenossen mit Bluthochdruck erhielt keinen Kefir. Eine dritte, gesunde Gruppe diente der Kontrolle.

Neunwöchige Kefir-Kur

Nach der neunwöchigen Kefir-Kur hatte sich der Blutdruck der Ratten verbessert: Er lag bei rund 152 mmHg. Für die Tiere normal sind je nach Art und Größe 84 bis 134 mmHg. Bei den unbehandelten Blutdruckratten hingegen lag er im Schnitt deutlich höher, nämlich bei 173 mmHg.

Auch die Menge sogenannter Endotoxine im Blut nahm ab. Das sind Giftstoffe, die Zellen beschädigen können.

Verbesserte Darmfunktion

Vor allem profitierte die Funktion des Darms: Die Kefir-Kur normalisierte die Balance von vier wichtigen Darmmikroben: Lactobacillus, Staphylococcus, Brucella und Bifidobakterium spp.

Eine gesunde Darmflora unterstützt den Darm in seiner wichtigen Türhüterfunktion: Die Darmwand muss einerseits eine Barriere für Schadstoffe und Krankheitserreger bilden, die mit der Nahrung in den Darm gelangen. Andererseits muss sie aber den Übertritt von Nährstoffen aus dem Darminneren in das Blut ermöglichen.

Effekte im Gehirn

Die Wirkung des Kefirs entfaltete sich sogar bis in Gehirn: Im Hirn der Kefir-Ratten fanden die Forscher mehr Mikrogliazellen. Diese Fresszellen beseitigen Schadstoffe, Krankheitserreger und Zellreste, fördern die Vernetzung der Neuronen und wirken entzündungshemmend.

Außerdem normalisierte sich die überaktive Produktion von Tyrosin-Hydroxylase im Gehirn, insbesondere im Hypothalamus. Dieses Enzym wird benötigt, um L-Dopa herzustellen. Dieses wiederum ist die Vorstufe für die zentralen Hirnbotenstoffe Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin.

Dass sich die Kefir-Kur ausgerechnet im Hypothalamus auswirkt, ist interessant. Denn dieser steuert das Kontrollzentrum für den Blutdruck in der Medulla oblongata, die Teil des Hirnstamms ist.

Verbesserte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn

"Unsere Daten weisen darauf hin, dass Kefir sich positiv auf den Blutdruck auswirkt, indem er die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn verbessert“, schreiben die Autoren. Allerdings gelten diese Erkenntnisse bislang nur für Ratten. Welchen Effekt Kefir auf die Darmflora beim Menschen und letztlich dessen Blutdruck hat, müssen weitere Studien zeigen.

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