Herzschutz mit ASS: 100 mg reichen nur für Schlanke

Tablette in Wasserglas aufgelöst
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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Acetylsalicylsäure (ASS) ist nicht nur ein beliebtes Schmerzmittel, es verdünnt auch das Blut. Das hat Vorteile: Täglich eingenommen soll ASS vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen. 75 bis 100 mg am Tag schlucken daher viele Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch das reicht oft nicht.

Ein Team um Peter Rothwell von der Universität Oxford hat nun untersucht, wie gut sich die Schutzwirkung niedriger ASS-Dosen bei Menschen unterschiedlichen Körpergewichts entfaltet.

Dazu werteten die Forscher insgesamt neun Studien zu diesem Thema aus, bei denen die Teilnehmer noch kein gravierendes Herz-Kreislauf-Ereignis erlebt hatten, sowie vier Studien, in denen die Probanden ASS schluckten, nachdem sie bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten. Insgesamt erfassten die Forscher so Daten von mehr als 117.000 Teilnehmern.

Das Ergebnis: Die tägliche ASS-Tablette mit 75 bis 100 mg Wirkstoff entfaltete nur bei jenen Teilnehmern die erhoffte Wirkung, die weniger als 70 kg wogen. Ihr Risiko für einen vorzeitigen Tod durch Herzinfarkt oder Schlaganfall sank um 25 Prozent, wenn sie täglich niedrigdosiertes ASS schluckten.

Für viele sind 100 mg nicht genug

Alle Teilnehmer, die schwerer waren, profitierten weniger oder gar nicht von den blutverdünnenden Pillen. Bei ihnen wirkte erst eine vielfach höhere Dosis von 325 mg ASS täglich oder mehr zuverlässig. Eine so hohe Dosis ist aber mit einem größeren Blutungsrisiko verbunden, beispielsweise Magenblutungen. Für sehr leichte Personen, die weniger als 50 Kilo wiegen, könnte wiederum auch die niedrige Dosis bereits zu hoch sein.

ASS schützt nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall, es senkt auch die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken. Hier liegt die magische Grenze der Niedrigdosierung bei 80 Kilogramm Körpergewicht. Wer schwerer ist, der profitiert auch in dieser Hinsicht nicht von der niedrigen ASS-Dosis.

Doch es gibt eine weitere Grenze für die krebsschützende Wirkung von ASS: das Lebensalter. Teilnehmer über 70 Jahre, die täglich ASS einnahmen, erkrankten sogar um 20 Prozent häufiger – insbesondere, wenn sie weniger als 70 Kilo wogen.

Jede Dosis hat ihr therapeutisches Wirkfenster

„Es scheint ein therapeutisches Fenster zu geben, in dem eine bestimmte Dosis abhängig vom Gewicht die optimale Wirkung entfaltet“, schreiben die Autoren. Die „Eine-Dosis-für-alle“-Anwendung von ASS sei daher nicht optimal. Stattdessen benötige man eine Strategie, die besser auf die einzelnen Personen zugeschnitten ist, schreiben die Autoren.

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