Mann mit Anzug

Enge Krawatten behindern Blutversorgung

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Nicht nur bei Hitze gilt es, die Krawatte zu lockern: Eng gezurrt vermindern die männlichen Accessoires die Blutversorgung des Gehirns.

Oben ohne wird für Männer zunehmend gesellschaftsfähig. Selbst in den Bastionen der Schlipsträger, wie Banken und Vorstandetagen, bröckelt die Etikette. Dass dieser Trend auch physiologische Vorteile mit sich bringen könnte, zeigt eine Untersuchung.

Krawattenträger im MRT

Wissenschaftler um den Schmerzforscher Robin Lüddecke vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein forschten nach, wie sich das Tragen von Krawatten auf die Blutzufuhr im Gehirn auswirkt. Dazu untersuchten sie 30 junge gesunde Männer im Magnetresonanztomografen (MRT).

Der einen Hälfte blieb der Schlips erspart, die andere trug Krawatte mit klassischem Windsor-Knoten. Anschließend fertigten die Forscher von allen Teilnehmern jeweils drei Hirnscans von jeweils 15 Minuten an.

Bei den Krawattenträgern lag der Schlips bei der ersten Messung locker um den Hals. Im zweiten Durchgang wurde er korrekt festgezogen, für den dritten Hirnscan schließlich wieder gelockert.

7,5 Prozent weniger Blut im Gehirn

Das Ergebnis: Der Blutfluss im Gehirn sank nach Zuziehen des Knotens im Vergleich zur Ausgangmessung um 7,5 Prozent (durchschnittlich 4,3 ml/min/100 g). Überraschenderweise verstärkte sich der Effekt noch, nachdem der Knoten wieder gelockert wurde (3,1 ml/min/100 g). Die Forscher vermuten, dass sich beim Lockern der Abfluss des Blutes aus dem Gehirn verstärkt hatte.

In der schlipsfreien Kontrollgruppe blieb die Blutversorgung des Gehirns wie erwartet weitgehend konstant.

Trotz des reduzierten Blutflusses lag die Hirnversorgung zu jeder Zeit bei allen Teilnehmern im Normalbereich, betonen die Forscher. Ob das Tragen festgezurrter Krawatten das Denkvermögen schmälert, kann die Studie nicht beantworten.

Krawatten für Risikokandidaten problematisch?

Denkbar sei allerdings, dass sich bei Männer mit ohnehin verengten Arterien das Problem durch Krawatten zusätzlich verstärkt, so die Forscher. Dazu gehören Raucher, alte Menschen oder Patienten mit bekannten Gefäßerkrankungen.

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