Asthma-Ernährung: Mehr Obst, weniger Beschwerden

Obst und Gemüse
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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Asthmatiker, die reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verzehren, haben ihre Asthmasymptome meist besser im Griff. Viel Fleisch, Zucker und Salz hingegen verstärken die Beschwerden. Tatsächlich könnte eine hochwertige Ernährung sogar das Risiko senken, dass jemand überhaupt an Asthma erkrankt.

„Bislang gibt es keine eindeutigen Ernährungsempfehlungen für Asthmatiker“, sagt Roland Andrianasolo von der Université Paris 13 Nord. Um diese Informationslücke zu schließen, werteten der Wissenschaftler und seine Kollegen die Daten von rund 35.000 Franzosen aus.

Über einen Zeitraum von einem Jahr notierten die Teilnehmer alle Arten von Asthmasymptomen wie anfallsartige Atemnot, Hustenattacken, pfeifende Atemgeräusche und Brustenge.

Teilnehmer, die bereits die Diagnose Asthma erhalten hatten, beantworteten zusätzlich einen Fragebogen, der das Auftreten von Symptomen, den Gebrauch von bronchienerweiternden Notfall-Medikamenten und Einschränkungen ihrer Aktivitäten aufgrund der Asthmasymptome beschrieb.

Darüber hinaus wurden bei allen Teilnehmern regelmäßig 24-Stunden-Ernährungsprotkolle erhoben. Auf dieser Basis teilten die Wissenschaftler die Probanden bezüglich ihrer Ernährungsqualität in drei Gruppen ein.

Jeder Vierte hat Asthmasymptome

Insgesamt beobachteten 28 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer im Untersuchungszeitraum von zwölf Monaten zumindest eines der typischen Asthmaanzeichen. Für Männer, die sich gesünder ernährten, war diese Wahrscheinlichkeit aber um 28 Prozent geringer. Für die besonders gesund ernährten Frauen lag das Risiko immerhin noch um 20 Prozent niedriger.

Gut gegen Asthma: Obst, Gemüse, Ballaststoffe

Auch Teilnehmer, die schon vor Studienbeginn die Diagnose Asthma erhalten hatten, profitierten von Obst, Gemüse und Ballaststoffen. Bei den Männern lag das Risiko für ein schlecht eingestelltes Asthma um 60 Prozent niedriger. Schlecht eingestellt bedeutet, dass zum Beispiel plötzliche schwere Luftnotattacken auftreten können. Für Frauen, die sich gesund ernährten, war das Risiko immerhin noch um 20 Prozent geringer.

„Die Ergebnisse legen nahe, dass eine gesunde Ernährung sowohl den Ausbruch von Asthma verhindern, als auch ein bestehendes Asthma bessern könnte“, schreiben die Forscher.

Antioxidanzien gegen freie Radikale

„Früchte, Gemüse und Ballaststoffe enthalten viele Antioxidanzien“, erklärt Studienleiter Andrianasolo. Antioxidanzien sind Substanzen, die aggressive Sauerstoffmoleküle im Körper, die sogenannten freien Radikale, abfangen. Die aggressiven Moleküle entstehen bei Stoffwechselprozessen, aber auch durch den Einfluss von Giftstoffen oder UV-Strahlen. Freie Radikale verursachen im Körper oxidativen Stress und provozieren Entzündungsreaktionen. Und diese wiederum bereiten Asthma und seinen Symptomen den Boden.

„Umgekehrt fördert eine Ernährung mit viel Fleisch, Salz und Zucker Entzündungsprozesse. Darum kann sie Asthma begünstigen“, so der Wissenschaftler. Zwar seien noch weitere Untersuchungen nötig, um die genauen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Asthma zu klären. Die Studie unterstreiche aber, welchen Einfluss die Ernährung im Asthmamanagement und der Vorbeugung von Asthma spielen könne.

Welche Antioxidanzien stecken in welchen Lebensmitteln?

Antioxidanzien gibt es in ganz unterschiedlichen Formen. Zu ihnen gehören Vitamine, Mineralstoffe aber auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Hier die wichtigsten in der Übersicht:

Vitamin C: Zitrusfrüchte, Brokkoli, Paprika, Johannisbeeren, Sanddorn, Kiwi,

Vitamin E: Nüsse, Mandeln, Weizenkeimöl, Roggen

Vitamin B2: Milch, Vollkornprodukte, Brokkoli

Zink: Leber, Sonnenblumenkerne, Weizenkleie, Hartkäse

Selen: Weizenkleie, Hülsenfrüchte, Fisch, Käse, Leber

Carotinoide: Tomaten, Süßkartoffeln, Karotten, Paprika, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Bohnen, Aprikosen, Melone

Flavonoide: Äpfeln, Birnen, Tomaten, Beeren, Trauben, Kirschen, Pflaumen, Zwiebeln, Grünkohl, Kichererbsen, Auberginen, Grüner Tee

Phenolsäuren: Kaffee, Tee, Vollkornprodukte, Nüsse, Trauben, Beerenobst, dunkles Bier

Sulfide: Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch, Bärlauch

Phytoöstrogene: Getreide, Hülsenfrüchte, Leinsamen

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