Nitrit

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Nitrit ist eine Stickstoffverbindung, die bei bakteriellen Infektionen der Harnwege aus dem im Urin meist enthaltenen Nitrat gebildet wird. Sie wird daher im Urin gemessen, und zwar mithilfe eines Teststreifens: Ohne Bakterien kommt der Stoff im Urin nicht vor, sodass dessen Nachweis den bakteriellen Befall der Harnwege bestätigt. Lesen Sie hier, wann man das Nitrit bestimmt und welche Faktoren das Laborergebnis verfälschen können.

Was ist Nitrit?

Nitrit ist eine anorganische Stickstoffverbindung. Sie wird von bestimmten Bakterien im Rahmen von Harnwegsinfekten gebildet, zum Beispiel von Enterobakterien (E. coli, Klebsiellen und andere). Mit einem Teststreifen lässt sich der Urin eines Patienten auf das Vorhandensein der Stickstoffverbindung untersuchen.

Für die Untersuchung ist Morgen-Urin am besten geeignet. Der Teststreifen wird darin eingetaucht: Trifft Nitrit auf das Testfeld, kommt es zu einer chemischen Reaktion und das Testfeld verfärbt sich rosa bis violett. Das dauert nur wenige Minuten.

Neben der Stickstoffverbindung Nitrit kann der Arzt mit dem Teststreifen auch andere Substanzen wie zum Beispiel Blut und Blutabbauprodukte, Eiweiß oder Leukozyten (weiße Blutkörperchen) nachweisen.

Wann bestimmt man Nitrit?

Die Urin-Untersuchung auf Nitrit wird immer dann durchgeführt, wenn der Verdacht auf einen Harnwegsinfekt besteht. Das ist zum Beispiel bei folgenden Beschwerden der Fall:

  • erschwerte und schmerzhafte Blasenentleerung
  • häufiger Harndrang mit Entleerung nur geringer Mengen Urin (Pollakisurie)
  • Unterbauchschmerzen

Nitrit-Referenzwerte

Da Nitrit beim gesunden Menschen nicht nachweisbar ist, gibt es keine Normalwerte. Sobald der Teststreifen anzeigt, dass die Stickstoffverbindung im Urin vorliegt, ist der Test positiv.

Wann ist das Nitrit erniedrigt?

Da der Urin eines gesunden Menschen diese Stickstoffverbindung überhaupt nicht enthält, gibt es auch keinen erniedrigten Messwert.

Wann ist das Nitrit erhöht?

Wenn der Nitrit-Test positiv ausfällt, ist im Allgemeinen die Stickstoffverbindung im Harn enthalten. Das bedeutet, dass sich in den Harnwegen Bakterien angesiedelt haben, welche die Stickstoffverbindung als Stoffwechselprodukt herstellen. Ein positives Testergebnis zeigt also ganz allgemein eine bakterielle Infektion der Harnwege beziehungsweise Blase an.

Achtung: Der Test auf Nitrit im Urin ist recht störanfällig: Steht die Urinprobe länger herum und wird der Teststreifen erst im Anschluss eingetaucht, kommt es zu falsch positiven Ergebnissen.

Andererseits kann der Test trotz tatsächlich bestehender Harnwegsinfektion negativ ausfallen. Ein solch falsch negatvies Testergebnis ergibt sich zum Beispiel, wenn der Urin sehr viel Ascorbinsäure (Vitamin C) enthält oder vor der Abgabe der Probe nur sehr kurz in der Harnblase gelagert wurde. Außerdem können Harnwegsinfekte auch von Bakterien verursacht werden, die kein Nitrit produzieren, wodurch der Test ebenfalls negativ ausfällt.

Was tun bei verändertem Nitrit?

Unkomplizierte Harnwegsinfekte können in der Regel ohne eine medikamentöse Therapie ausheilen. In vielen Fällen genügt es, wenn die Patienten reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen und ihren Unterleib warm halten.

Treten aber Nierenfunktionsstörungen auf oder ist die Patientin schwanger, ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt. Diese werden oft einfach in Tablettenform einige Tage lang eingenommen. Der Arzt kontrolliert im Anschluss an die Behandlung, ob die Medikamente das Nitrit senken konnten. Zur Überprüfung des Therapieerfolgs ist also eine erneute Urin-Untersuchung notwendig. 

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