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Leukozyten im Urin

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Die Zahl der Leukozyten im Urin bestimmt man, um einen möglichen Harnwegsinfekt diagnostizieren zu können. Gelegentlich sind aber auch bei anderen Erkrankungen vermehrt Leukozyten im Urin nachweisbar. Lesen Sie hier alls Wichtige über das vermehrte Auftreten weißer Blutkörperchen im Urin!

Was ist eine Leukozyturie?

Normalerweise finden sich nur vereinzelte weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Urin. Bei größeren Mengen spricht der Arzt von einer Leukozyturie. Die Normgrenze liegt bei etwa fünf Leukozyten pro Mikroliter Spontanurin.

Leukozyten im Urin: Ursache

Eine erhöhte Menge an Leukozyten im Urin weist meistens auf eine entzündliche Erkrankung der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege hin. Die Leukozyten im Harn hatten als Abwehrzellen des Immunsystems zuvor die Aufgabe, bakterielle Erreger aus Niere, Harnblase oder Harnröhre zu entfernen. Danach wurden sie mit dem Urin ausgeschieden. Meistens finden sich im Harn gleichzeitig auch die bakteriellen Erreger.

Eine Leukozyturie kommt aber nicht nur bei einem Harnwegsinfekt vor. So können auch eine Entzündung der Prostata oder der Nebenhoden sowie gynäkologische Erkrankungen zu einer Leukozyturie führen.

Manchmal finden sich zu viele weiße Blutkörperchen im Urin, aber keine Bakterien. Mediziner sprechen dann von einer "sterilen Leukozyturie“. Der Grund kann zum Beispiel eine Urogenitaltuberkulose sein - also ein Tuberkulose-Befall der Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane. Es kann sich aber auch nur scheinbar um eine sterile Leukozyturie handeln: Das ist etwa bei einem Harnwegsinfekt der Fall, der bereits mit Antibiotika behandelt wird oder der durch schwer anzüchtbare Bakterien (wie Chlamydien oder Ureaplasmen) verursacht wird.

Wie bestimmt man die Leukozyten im Urin?

Um die Zahl der weißen Blutkörperchen im Urin zu bestimmen, muss eine Urinprobe genommen werden. Patienten sollten dabei den sogenannten Mittelstrahl des Urins abfangen. Ob sich vermehrt Leukozyten im Urin befinden, lässt sich relativ schnell mit einem Teststreifen herausfinden. Dieser Teststreifen kann aber nur eine bestimmte Untergruppe der Leukozyten nachweisen (Granulozyten). Zudem ist die Methode recht störanfällig. Verlässlicher ist deshalb die Bestimmung der Leukozyten im Urinsediment. Dabei werden auch die anderen Untergruppen der Leukozyten im Urin (wie Lymphozyten) erfasst.

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