Immunglobulin M

Eva Rudolf-Müller

Eva Rudolf-Müller ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion. Sie hat Humanmedizin und Zeitungswissenschaften studiert und immer wieder in beiden Bereich gearbeitet - als Ärztin in der Klinik, als Gutachterin, ebenso wie als Medizinjournalistin für verschiedene Fachzeitschriften. Aktuell arbeitet sie im Online-Journalismus, wo ein breites Spektrum der Medizin für alle angeboten wird.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Als Immunglobulin M (IgM) bezeichnen Mediziner eine bestimmte Antikörper-Klasse. Jeweils fünf einzelne IgM lagern sich zu einer größeren Struktur zusammen – einem sogenannten Pentamer. Lesen Sie hier, welche Funktionen das Immunglobulin M im Rahmen der Körperabwehr erfüllt und in welchen Fällen der IgM-Wert im Blut erhöht oder erniedrigt ist.

Welche Aufgaben hat Immunglobulin M?

Ähnlich wie das Immunglobulin G erkennt das Immunglobulin M charakteristische Oberflächenstrukturen (Antigene) von Krankheitserregern und markiert diese so für bestimmte Leukozyten, welche die Keime dann abtöten. Außerdem sind die IgM der stärkste Aktivator für das Komplementsystem. Dabei handelt es sich um eine kaskadenartige ablaufende Aktivierung verschiedener Proteine, die zum Immunsystem zählen und unspezifisch Fremdstoffe im Körper beseitigen.

Normalwerte für Immunglobulin M

Die IgM-Werte werden im Blutserum gemessen. Für Erwachsene gelten folgende Normwerte:

IgM-Normbereich

Frauen

40 - 280 mg/dl

Männer

40 - 230 mg/dl

Bei Kindern richten sich die Normwerte nicht nur nach dem Geschlecht, sondern auch nach dem Lebensalter.

Wann ist das Immunglobulin M erniedrigt?

Ein Immunglobulin M-Mangel besteht ab Werten unter 40 mg/dl bei Erwachsenen; bei Kindern gilt je nach Alter ein niedrigerer unterer Grenzwert. Der IgM-Mangel kann angeboren oder als Begleiterscheinung oder Folge einer erworbenen Grunderkrankung auftreten. So gehen zum Beispiel folgende Erkrankungen mit einem erhöhten Verlust an körpereigenem Immunglobin M einher:

  • Nephrotisches Syndrom (Eiweißverlust über den Urin, erhöhter Blutfettgehalt und Ödeme)
  • Verbrennungen
  • Exsudative Enteropathie (Eiweißverlust über den Darmtrakt durch wässrige Durchfälle

Andere Krankheiten hingegen hemmen die Bildung der IgM-Antikörper, so zum Beispiel:

  • Monoklonale Gammopathie (überschießende Bildung anderer Antikörperklassen, wodurch die IgM-Bildung verdrängt wird)
  • Therapiemaßnahmen, die das Immunsystem unterdrücken (Strahlentherapie, Chemotherapie oder die Gabe anderer immunsuppressiver Medikamente)

Wann ist das Immunglobulin M erhöht?

Ein erhöhter IgM-Wert findet sich zum Beispiel zu Beginn einer Infektion. Diese kann durch Viren (wie bei Röteln, Mumps, Windpocken) oder Bakterien (wie Chlamydien) bedingt sein. IgM ist somit der erste Antikörper, der bei einer Erstinfektion gebildet wird. Auch eine chronische Infektion zeigt im akuten Schub erhöhte IgM-Werte. Weitere Ursachen für die Erhöhung von Immunglobulin M im Blutserum sind:

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