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Harnsäure erhöht

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Ist die Harnsäure erhöht, kann das unterschiedliche Ursachen haben: So kann etwa eine angeborene Stoffwechselstörung dahinter stecken. Manchmal sind aber auch andere Erkrankungen oder bestimmte Medikamente der Grund für erhöhte Harnsäurewerte. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wodurch wird die Harnsäure erhöht? Was geschieht dabei im Körper? Welche Beschwerden verursacht zu viel Harnsäure?

Wann ist die Harnsäure erhöht?

Ist die Harnsäure zu hoch, liegt das meist an einer angeborenen Stoffwechselstörung. Dies nennt man dann eine primäre Hyperurikämie. In anderen Fällen hat die Erhöhung der Harnsäurewerte andere Auslöser, zum Beispiel andere Erkrankungen (wie eine Nierenfunktionsstörung) oder aber bestimmte Medikamente. Dann spricht man von sekundärer Hyperurikämie. 

Die überschüssige Harnsäure kann sich in Form von Kristallen im Bereich von Gelenken ablagern. Die entzündliche Reaktion des Körpers auf diese Ablagerungen bezeichnet man als Gicht.

Primäre Hyperurikämie

Die genetisch bedingte Harnsäure-Erhöhung beruht fast immer auf einer gestörten Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren. Nur ganz selten steckt eine überschießende Harnsäure-Produktion dahinter, so zum Beispiel beim Lesch-Nyhan-Syndrom.

Sekundäre Hyperurikämie

Auch bei der sekundären Hyperurikämie entstehen die hohen Harnsäurewerte entweder durch eine verminderte Ausscheidung oder eine vermehrte Bildung. Zu einer verminderten Harnsäureausscheidung führen zum Beispiel:

  • chronische Nierenerkrankungen
  • Vergiftungen mit Blei oder Beryllium
  • Stoffwechselentgleisungen mit Übersäuerung des Blutes (Ketoazidosen, Laktatazidosen)
  • Alkoholismus
  • bestimmte Medikamente wie Beispiel Salicylate (etwa ASS) und Entwässerungsmittel (etwa Furosemid)

Eine sekundär bedingte Überproduktion von Harnsäure kann beispielsweise folgende Ursachen haben:

  • Tumorerkrankungen, vor allem Leukämien
  • Hämolytische Anämie (Blutarmut durch gesteigerten Zerfall der roten Blutkörperchen, zum Beispiel Sichelzellanämie oder Kugelzellanämie)
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Chemo- oder Strahlentherapie (bei Krebspatienten)

Auch bei strengen Fastenkuren können sich als Folge zu hohe Harnsäure-Spiegel entwickeln.

Erhöhte Harnsäure: Symptome

Harnsäure ist nur schlecht wasserlöslich. Wenn also die Harnsäurewerte zu hoch sind, kristallisiert ein Teil aus und lagert sich in Gelenken ab (etwa im Großzehengrundgelenk). Das kann eine schmerzhaft-entzündliche Reaktion des betroffenen Gewebes. Mögliche Auslöser eines solchen akuten Gichtanfalls sind zum Beispiel starker Alkoholkonsum, Fastenkuren und stark purinhaltige Lebensmittel wie Innereien, Fleisch, Wurst, Hülsenfrüchte oder Kohl.

Eine Gicht kann auch chronisch werden. Die sehr schmerzhafte Entzündungsreaktionen führen mit der Zeit zu einer Zerstörung der betroffenen Gelenke. Langfristig bilden sich zudem weitere Harnsäureknötchen im Weichgewebe (zum Beispiel Unterhaut, Schleimbeutel, Ohrmuschel) und im Knochen. Kristallisiert die Harnsäure im Urin aus, können sich Steine im Harntrakt bilden und die Niere geschädigt werden. Das endet im schlimmsten Fall in einer fortschreitenden Niereninsuffizienz. Menschen, bei denen die Harnsäure erhöht ist, sollten sich deshalb zeitnah behandeln lassen. 

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