GOT-Wert

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Eva Rudolf-Müller

Eva Rudolf-Müller ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion. Sie hat Humanmedizin und Zeitungswissenschaften studiert und immer wieder in beiden Bereich gearbeitet - als Ärztin in der Klinik, als Gutachterin, ebenso wie als Medizinjournalistin für verschiedene Fachzeitschriften. Aktuell arbeitet sie im Online-Journalismus, wo ein breites Spektrum der Medizin für alle angeboten wird.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Der GOT-Wert ist ein wichtiger diagnostischer Laborwert. GOT ist die Abkürzung für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase. Dieses Enzym kommt vor allem in Zellen der Leber und der Herz- und Skelettmuskulatur vor. Sterben die Zellen durch eine Gewebeschädigung ab, wird die GOT freigesetzt und gelangt ins Blut. Lesen Sie hier, welcher GOT-Blutwert für einen gesunden Menschen normal ist und welche Erkrankungen zu einer Erhöhung führen können.

Was ist der GOT-Wert?

Die GOT gehört zu den sogenannten Transaminasen. Das sind Enzyme, die sogenannte Aminogruppen übertragen. Diese Enzyme finden wir in allen Zellen des Körpers, in besonders großen Mengen aber in der Leber, der Herz- und Skelettmuskulatur sowie im Gehirn. Werden die Zellen zerstört, gelangt die darin enthaltene Transaminase ins Blut, wo sie sich als GOT-Wert messen lässt.

Es gibt auch noch eine andere Bezeichnung für die GOT: AST, was für Aspartataminotransferase steht. GOT und AST beschreiben also dasselbe Enzym.

Wann bestimmt man den GOT-Wert?

Der Arzt bestimmt die GOT vor allem beim Verdacht auf Erkrankungen der Leber, zum Beispiel Hepatitis oder Leberzirrhose. Dieser ergibt sich zum Beispiel bei Patienten mit:

  • Müdigkeit und Leistungsminderung
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Zunahme des Bauchumfangs mit Druckgefühl im Oberbauch
  • Leberhautzeichen: glänzend rote Lippen (Lacklippen), geschlängelte Venen am Bauchnabel (Caput medusae), Rötung der Handinnenseite (Palmarerythem) etc.

Auch bei Verdacht auf einen Herzinfarkt wird oft der GOT-Blutwert gemessen, weil die Herzmuskelzellen das Enzym ebenfalls enthalten.

Grundsätzlich gilt zu bedenken, dass die Bestimmung des GOT/AST-Blutwertes immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Sie zeigt stets nur die Enzymaktivität zum Zeitpunkt der Blutentnahme an. Aussagekräftiger ist daher die Beurteilung der gemessenen Werte im Krankheitsverlauf.

GOT-Referenzwerte

Die GOT-Laborwerte bestimmt der Arzt im Blutplasma oder Serum. Hierfür benötigt er eine Blutentnahme. Folgende Werte gelten beim Gesunden als normal (Messung bei 37°C):

Frauen

10 - 35 U/l

Männer

10 - 50 U/l

Die Abkürzung U/l steht für Enzymeinheit (Unit) pro Liter Blut.

Wann ist der GOT-Wert zu niedrig?

Ein erniedrigter GOT-Wert hat keinen Krankheitswert.

Wann ist der GOT-Wert zu hoch?

Häufiger Grund für eine GOT-Erhöhung ist eine Lebererkrankung, zum Beispiel:

  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Leberzirrhose und Fettleber
  • Leberschäden durch Gifte, zum Beispiel vom Knollenblätterpilz
  • Hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs)

Weitere Situationen, die den GOT-Wert anheben können, sind:

  • Skelettmuskelerkrankungen (zum Beispiel Muskeldystrophie)
  • Herzinfarkt (der GOT-Wert ist etwa 6 bis 36 Stunden nach dem Infarkt erhöht)
  • Gallenstau
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten (zum Beispiel Isoniazid oder Rifampicin)

Was tun bei verändertem GOT-Wert?

Ist die GOT erhöht, muss der Arzt zunächst die genaue Ursache finden. Dazu führt er verschiedene Labortests durch, zum Beispiel:

In der Regel bestimmt der Arzt bei Verdacht auf eine Leberschädigung auch andere Leberenzyme, zum Beispiel die GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase). Setzt er GPT- und GOT-Leberwerte zueinander ins Verhältnis, kann er das Ausmaß der Leberschädigung bestimmen: Bei leichten Leberzellschäden ist vor allem die GPT erhöht, bei schweren vor allem die GOT. Gegebenenfalls erfolgt auch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie).

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