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Dopaminmangel

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Unter einem Dopaminmangel versteht man eine verminderte Konzentration von Dopamin im Blut. Da Dopamin ein wichtiger Botenstoff des Körpers (Neurotransmitter) ist, hat ein Dopaminmangel unterschiedliche Folgen. Das bekannteste Krankheitsbild ist der Morbus Parkinson. Lesen Sie hier alles Wichtige über Dopaminmangel und wie er behandelt wird.

Dopaminmangel: Symptome

Dopamin ist einer der wichtigsten Transmitter des Gehirns. Hier wird es in den sogenannten dopaminergen Nervenzellen (Neuronen) aus der Aminosäure Tyrosin gebildet und sorgt für eine gezielte Steuerung von Bewegungen. Werden durch einen Dopaminmangel die Bewegungsimpulse nicht oder nur noch sehr langsam weitergeleitet, können folgende Symptome entstehen:

  • Zittern (Tremor)
  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Gang- und Standunsicherheit (posturale Instabilität)
  • Verlangsamung der Willkürmotorik (Bradykinese)

Auch im sogenannten Belohnungssystems des Gehirns und bei anderen wichtigen Hirnleistungen kann ein Dopaminmangel verheerende Folgen haben. Nicht nur für das Erinnerungsvermögen, sondern auch für die mentale Gesundheit spielt Dopamin eine zentrale Rolle. Werden die Dopaminrezeptoren nicht mehr ausreichend stimuliert, leiden darunter Motivation, Antrieb und Aufmerksamkeit. Ähnliche Symptome treten auch nach einem Drogenmissbrauch auf, wenn die Rezeptoren zuvor mit Dopamin überflutet wurden und deshalb im Anschluss weniger sensibel reagieren:

  • Depression
  • Lust- und Antriebslosigkeit (Anhedonie)
  • Aufmerksamkeitsstörungen

Außerhalb des Gehirns führt Dopamin im Bauch und in den Nieren zu einer Weitung der Blutgefäße und fördert die Durchblutung. Auch der Sympathikus wird stimuliert und reguliert. Mögliche Folgen eines starken Dopaminmangels in diesen Bereichen sind daher:

Dopaminmangel: Ursachen

Der Dopaminmangel kann auf dem Absterben von dopaminergen Neuronen im Gehirn beruhen, wodurch die Produktion des Neurotransmitters zurückgeht. Sind mehr als die Hälfte der Neuronen abgestorben, zeigen sich die ersten Dopaminmangel-Symptome. Man spricht vom Parkinson-Syndrom oder Morbus Parkinson, auch bekannt unter dem Namen „Schüttelkrankheit“. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Auch Drogenkonsum kann einen Dopaminmangel verursachen: Durch den Missbrauch von Drogen wie beispielsweise Kokain kommt es zu einer kurzfristigen Hemmung der Wiederaufnahme von Dopamin, sodass der Botenstoff länger wirksam ist. Die Rezeptoren werden dadurch überstimuliert und teilweise sogar abgebaut, damit sich der Körper vor dem Dopaminüberschuss schützen kann. Fällt der Dopaminspiegel wieder ab, benötigen die Rezeptoren zur Stimulierung eine größere Menge des Transmitters, so dass es zu einem relativen Mangel an Dopamin kommt. Gleichzeitig sind weniger Rezeptoren für die Weiterleitung des Signals vorhanden. Dies äußert sich in einer Entzugssymptomatik mit Unruhe und Gereiztheit.

Eine verminderte Dopaminproduktion kann auch psychische Gründe haben. So können Stress, körperliche und seelische Belastung ebenfalls einen Dopaminmangel verursachen.

Wichtig ist außerdem die ausreichende Zufuhr von Aminosäuren über die Nahrung, weswegen Mangelernährung oder Fasten ebenfalls zu einem Dopaminmangel führen kann.

Dopaminmangel: Langfristige Folgen

Das Absterben der dopaminergen Neuronen bei Morbus Parkinson lässt sich nach aktueller Studienlage nicht aufhalten, so dass sich das Krankheitsbild immer mehr verstärkt und andere Symptome hinzukommen. Zu den anfänglichen Bewegungsstörungen gesellen sich beispielsweise depressive Verstimmungen und Demenz. Bei den betroffenen Patienten müssen spezielle Medikamente den Dopaminmangel ausgleichen.

Es wird vermutet, dass ein Dopaminmangel auch mitursächlich für das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein könnte. Inwieweit die Gabe von künstlichem Dopamin den Betroffenen helfen kann, ist nach aktueller Studienlage noch unklar.

Dopaminmangel: Was kann man dagegen tun?

L-Dopa ist eine Vorstufe des Dopamins, die über die Blutbahn ins Gehirn gelangen kann. Es ist einer der wichtigsten Ersatzstoffe für Patienten mit Morbus Parkinson. Bei jüngeren Patienten werden bevorzugt Dopamin-ähnliche Stoffe eingesetzt. Gleichzeitig wird der frühzeitige Abbau des Botenstoffes mit Hilfe zusätzlicher Medikamente verhindert.

Der relative Dopaminmangel nach Drogenmissbrauch bessert sich nach dem Entzug, da sich die Rezeptoren wieder erholen. Eine medikamentöse Behebung des Defizits ist daher nicht nötig.

Eine ausgewogene Ernährung schafft die Basis für einen ausgewogenen Dopaminhaushalt. Auch Meditation, Entspannungsübungen oder Yoga helfen, einen Dopaminmangel durch Stress oder Belastung wieder auszubalancieren. 

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