Windpocken

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Mareike Müller

Mareike Müller ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und Assistenzärztin für Neurochirurgie in Düsseldorf. Sie studierte Humanmedizin in Magdeburg und sammelte viel praktische medizinische Erfahrung während ihrer Auslandsaufenthalte auf vier verschiedenen Kontinenten.

Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Windpocken (Varizellen) sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen wird. Das auffälligste Symptom ist ein juckender Hautausschlag mit Bläschen. Meist erkranken Kinder und Jugendliche an den Windpocken, aber auch Erwachsene können betroffen sein. Windpocken verlaufen in der Regel ohne Komplikationen. Schwangerschaft und ein geschwächtes Immunsystem können den Krankheitsverlauf aber verkomplizieren. Lesen Sie hier mehr über Ansteckung und Symptome von Windpocken, Dauer der Erkrankung, Behandlung und Vorbeugung.

windpocken

Kurzübersicht

  • Was sind Windpocken? Eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch das hochansteckende Varizella-Zoster-Virus (gehört zu den Herpesviren). Windpocken zählen zu den Kinderkrankheiten, können aber in jedem Alter auftreten - allerdings nur einmal im Leben. Nach einer durchgemachten Infektion ist man lebenslang immun gegen Windpocken.
  • Ansteckung: Oft durch Einatmen kleiner, virushaltiger Speicheltröpfchen, die Erkrankte beim Husten, Niesen oder Ausatmen an die Luft abgeben (Tröpfcheninfektion). Manchmal auch durch Kontakt mit der Virus-haltigen Flüsssigkeit in den Hautbläschen der Erkrankten (Schmierinfektion).
  • Symptome: Anfangs allgemeine Beschwerden wie Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und gelegentlich Fieber. Dann tritt der typische Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten, juckenden Bläschen auf (zuerst am Rumpf und im Gesicht, später auch an anderen Körperstellen).
  • Behandlung: vor allem Behandlung der Symptome (z.B. Hautpflege, juckreizlindernde Mittel, Schmerzmittel). In schweren Fällen und bei erhöhtem Risiko für Komplikationen zusätzlich virushemmende Medikamente (Virostatika).
  • Prognose: Windpocken heilen meist problemlos aus. Selten entwickeln sich Komplikationen wie eine zusätzliche bakterielle Infektion der Haut, Lungenentzündung, Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis). Besonders bei Erwachsenen verlaufen Varizellen oft schwerer als bei Kindern.
  • Zweiterkrankung: Nach einer Windpocken-Erkrankung verbleiben die Erreger im Körper. Sie können später wieder aktiv werden und eine Gürtelrose (Zoster) auslösen.
  • Vorbeugung: Vor allem mittels Windpocken-Impfung. Wer nicht geimpft ist, sollte den Kontakt mit Erkrankten meiden.

Windpocken: Ansteckung

Verantwortlich für eine Windpocken-Infektion sind Varizella-Zoster-Viren. Das sind hochansteckende Herpesviren, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Die Gefahr einer Windpocken-Ansteckung ist in den Winter- und Frühlingsmonaten besonders groß. In dieser Zeit häufen sich deshalb die Varizellen-Infektionen.

Übertragen werden die Erreger meist durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion:

  • Bei einer Tröpfcheninfektion gelangen winzige, virushaltige Speicheltröpfchen von Infizierten durch Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten in die Umgebungsluft und werden dann von Gesunden eingeatmet.
  • Die Schmierinfektion erfolgt durch direkten Kontakt mit der virushaltigen Flüssigkeit aus den charakteristischen Hautbläschen der Patienten - etwa wenn man den Erkrankten mit der Hand berührt und sich dann unbewusst an den Mund oder die Nase greift. Sobald die Viren auf Schleimhäute gelangen, können sie leicht ins Innere des Körpers eindringen.

Achtung: Schon ein bis zwei Tage, bevor der typische Hautausschlag sichtbar wird, besteht Ansteckungsgefahr! Sie endet erst, wenn alle Bläschen verkrustet sind. Das ist in der Regel fünf bis sieben Tage nach dem Auftauchen der ersten Bläschen der Fall.

Ganz selten werden Varizellen von einer Schwangeren auf das ungeborene Kind über den Mutterkuchen (Plazenta) übertragen. Eine solche Windpocken-Infektion im Mutterleib kann zum sogenannten fetalen Varizellensyndrom führen. Ebenfalls möglich ist eine Windpocken-Infektion bei Neugeborenen, wenn die Mutter selbst kurz vor oder nach der Geburt an Varizellen erkrankt ist.

Eine Ansteckungsquelle stellen auch Gürtelrose-Patienten dar: Gürtelrose ist die Zweiterkrankung, die Varizellen-Viren auslösen können - auch noch Jahre nach der durchlebten Windpocken-Infektion. Patienten können die Erreger ab dem Auftreten des Hautausschlags bis zum vollständigen Verkrusten der Bläschen (meist fünf bis sieben Tage nach Beginn des Ausschlags) an Gesunde weitergeben. Wenn diese nicht gegen Varizellen geimpft sind und noch keine Windpocken hatten, können sie in der Folge erkranken - an Windpocken, nicht an Gürtelrose. Allerdings sind Gürtelrose-Patienten weniger ansteckend als Windpocken-Patienten.

Windpocken: Inkubationszeit



Windpocken können sich 8 bis 28 Tage nach der Ansteckung mit ersten Symptomen bemerkbar machen. Im Durchschnitt beträgt diese Inkubationszeit 14 bis 16 Tage. Die Krankheit bricht aber nur aus, wenn man noch nie die Windpocken hatte und nicht dagegen geimpft ist. Nach einer durchlebten Infektion ist man lebenslang immun gegen die Windpocken-Viren.

Schutz vor Ansteckung

Wer noch keine Windpocken-Infektion durchgemacht hat und nicht dagegen geimpft ist, gilt als ungeschützt gegenüber den Windpocken-Viren. Die Ansteckungsgefahr ist dabei sehr groß: In neun von zehn Fällen erkranken Ungeschützte nach dem Kontakt mit Patienten ebenfalls an Windpocken. Ungeschützte sollten deshalb den Kontakt mit Erkrankten vermeiden. Besonders wenn im häuslichen Umfeld jemand an Varizellen erkrankt ist, sollte man möglichst Abstand halten und sich nicht längere Zeit im gleichen Raum mit dem Erkrankten aufhalten. Das gilt vor allem für Menschen mit einem schwachen Immunsystem.

Ansonsten sind im Allgemeinen keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Manchmal ist in Absprache mit dem Arzt allerdings eine sogenannte postexpositionelle Impfung gegen Windpockensinnvoll: Sie kommt zum Beispiel für Schwangere, immungeschwächte Menschen und Neugeborene in Frage, die Kontakt mit Erkrankten hatten und sich dabei (möglicherweise) angesteckt haben. Mit "Kontakt" ist hier zum Beispiel gemeint, dass die Betroffenen im gleichen Haushalt wie Erkrankte leben oder sich mindestens eine Stunde im gleichen Raum aufgehalten haben oder dem Patienten sehr nah gekommen sind ("face-to-face", engl. face = Gesicht). Sie können sich innerhalb von fünf Tagen nach einem solchen Kontakt oder bis zu drei Tage nach dem Auftreten des typischen Hautausschlags den aktiven Impfstoffe gegen Windpocken erhalten. Das kann einen Ausbruch der Erkrankung verhindern beziehungsweise ihren Verlauf abschwächen.

Statt der aktiven Impfung können als postexpositionelle Impfung auch fertige Antikörper gegen Varizellen verabreicht werden. Diese passive Impfung sollte möglichst innerhalb von drei Tagen (maximal bis zu zehn Tagen) nach der möglichen Ansteckung erfolgen.

Wenn Krankenhauspatienten die Windpocken haben, werden sie von anderen Patienten isoliert. Das soll eine Ausbreitung der Infektionskrankheit verhindern. Das gleiche Ziel verfolgt man bei einem Krankheitsausbruch in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten: Alle, die an Windpocken erkrankt sind, müssen vorerst zu Hause bleiben. Die anderen erhalten manchmal vorsorglich eine Impfung gegen Varizellen, wenn sie ungeschützt sind (Riegelungsimpfung). Erkrankte dürfen erst nach einer Woche, wenn die Ansteckungsgefahr weitgehend gebannt ist, die Einrichtungen wieder besuchen. Ein ärztliches Attest ist dafür nicht nötig.

Hinweis: Windpocken sind meldepflichtig. Ärzte müssen die Namen von allen Patienten ans Gesundheitsamt weitergeben, bei denen der Verdacht auf Windpocken besteht oder die Erkrankung tatsächlich ausgebrochen ist. Auch der Tod druch Windpocken muss gemeldet werden.

Windpocken-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Windpocken für alle Kinder ab 11 Monaten. Jugendliche, die noch keine Windpocken hatten und nicht dagegen geimpft sind, sollten die Impfung nachholen. Das Gleiche gilt für Erwachsene, wenn sie zu einer der folgenden Risikogruppen zählen:

  • Frauen mit Kinderwunsch, bei denen keine Antikörper gegen Windpocken im Blut nachweisbar sind
  • Patienten vor dem Beginn einer Therapie, die das Abwehrsystem schwächt (z.B. vor einer Organtransplantation), wenn im Blut keine Antikörper gegen Windpocken nachweisbar sind
  • Berufsgruppen, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind (wie medizinisches Personal und Vorschullehrer), wenn sie die Windpocken nie hatten und nicht dagegen geimpft sind oder keine Windpocken-Antikörper im Blut nachweisbar sind
  • Menschen mit schwerer Neurodermitis, wenn sie die Windpocken nie hatten und nicht dagegen geimpft sind oder keine Windpocken-Antikörper im Blut nachweisbar sind

Mehr über die Schutzimpfung gegen Varizellen lesen Sie im Beitrag Windpocken - Impfung.

Windpocken: Symptome

Windpocken zeigen in den ersten beiden Tagen nur allgemeine Symptome wie Krankheitsgefühl, leichtes Fieber und Abgeschlagenheit. Der typische Hautausschlag entwickelt sich erst später, ab dem dritten bis fünften Krankheitstag:

Es bilden sich kleine rote Flecken, die sich innerhalb weniger Stunden zu mit klarer Flüssigkeit gefüllten Bläschen entwickeln. Sie jucken stark. Nach ein bis zwei Tagen trocknen sie unter Krustenbildung ein. Neue Bläschen können sich über einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen bilden. So entsteht ein Hautbild mit Bläschen in verschiedenen Entwicklungsstadien, das man auch Sternenhimmel nennt.

Die Anzahl der Bläschen variiert von Patient zu Patient. Meist liegt sie zwischen 250 und 500. Kleine Kinder zeigen in der Regel weniger Bläschen als Erwachsene.

Der Ausschlag beginnt am Rumpf und im Gesicht, um sich dann auf Arme und Beine, später auch auf Kopfhaut, Mundschleimhaut und Genitalien auszuweiten. Oft wird der Hautausschlag von bis zu 39 Grad hohem Fieber begleitet.

An die typischen Windpocken-Symptome (Hautbläschen) können  nach überstandener Erkrankung bleibende Narben erinnern. Diese entstehen, wenn sich die Bläschen zusätzlich mit Bakterien infiziert und dann entzündet haben (bakteriellle Superinfektion). Auch das Aufkratzen der juckenden Bläschen kann Narben hinterlassen.

So breiten sich Windpocken über den Körper aus
Windpocken
Die Windpocken zeigen sich zunächst im Gesicht und am Rumpf. Sie breiten sich später über den restlichen Körper aus.

Achtung: Die Varizellen-Erreger verbleiben nach der Abheilung der Windpocken im Körper, und zwar in einem inaktiven Zustand. Sie können noch Jahre später aber wieder "erwachen". Dann entwickelt sich eine Gürtelrose (Zoster). Diese kann also nur bei Menschen auftreten, die irgendwann einmal die Windpocken hatten.

Windpocken: Untersuchungen und Diagnose

Bei Verdacht auf Windpocken erhebt der Arzt zuerst die Krankengeschichte (Anamnese): Er fragt zum Beispiel nach den genauen Beschwerden udn seit wann diese bestehen. Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Der charakteristische Hautausschlag lässt den Arzt meist auf den ersten Blick eine Windpocken-Infektion erkennen.

Nur in besonderen Fällen sind bei Verdacht auf Windpocken spezielle Untersuchungen nötig. Das gilt etwa bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, weil die Erkrankung bei ihnen oft untypisch verläuft. Auch bei Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder einer Lungenentzündung sowie bei Schwangeren und Neugeborenen werden weitere Untersuchungen empfohlen. Sie dienen dazu, die Windpocken direkt oder indirekt nachzuweisen:

  • Beim direkten Nachweis sucht man nach dem Erbgut der Viren in der Bläschenflüssigkeit, der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor), dem Lungensekret oder dem Blut des Patienten. Um Windpocken bei Ungeborenen direkt nachzuweisen, wird eine Probe der Plazenta (Chorionzottenbiopsie), des Fruchtwassers (Fruchtwasseruntersuchung) oder des kindlichen Blutes (Nabelschnurpunktion) auf Varizellen-Erbgut untersucht.
  • Beim indirekten Nachweis sucht man nach Antikörpern gegen Varizellen im Blut oder im Liquor des Patienten.

Hinweis: Der indirekte Varizellen-Nachweis (Antikörpertest) eignet sich auch, um festzustellen, ob jemand die Windpocken schon hatte oder die Impfung dagegen wirksam war.

Windpocken: Behandlung

Verlaufen die Windpocken komplikationslos, werden nur die Symptome behandelt, insbesondere der Juckreiz. So kann man verhindern, dass sich die Bläschen durch Aufkratzen entzünden. Bewährt haben sich die folgenden Methoden:

  • Aufenthalt in kühler Umgebung, denn Wärme und Schweiß verstärken den Juckreiz
  • Fingernägel kürzen, um ein Aufkratzen der Bläschen zu vermeiden
  • tägliches Baden
  • juckreizlindernde Mittel zur lokalen Anwendung auf der Haut (Lotionen, Gele, Puder, meist mit Wirkstoffen wie Gerbstoffen, Zink oder Polidocanol)

Von juckreizstillenden Medikamenten zur Einnahme (Antihistaminika) raten Experten ab. Ihre Wirksamkeit bei Windpocken ist nicht ausreichend untersucht.

Gegen Fieber und Gliederschmerzen können bei Bedarf Fieber- und Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen gegeben werden.

Achtung: Auch Acetylsalicylsäure (ASS) hilft gegen Fieber und Schmerzen, darf aber nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden (oder höchstens auf ausdrückliche Anweisung des Arztes). Das Medikament kann bei ihnen nämlich das seltene, aber lebensgefährliche Reye-Syndrom auslösen!

Bei schweren Verläufen können die Windpockenerreger direkt mit speziellen Medikamenten behandelt werden, welche die Vermehrung der Viren hemmen. Zu diesen Virostatika (Virustatika) zählt zum Beispiel der Wirkstoff Aciclovir. Sie können die Dauer der Windpocken-Erkrankung verkürzen. Bewährt haben sich diese Arzneien besonders bei Patienten mit geschwächten Immunsystem.

Windpocken: Krankheitsverlauf und Prognose

Bei ansonsten gesunden Patienten verläuft die Krankheit meist komplikationslos und heilt ohne Narben ab. In sehr seltenen Fällen können die Windpocken jedoch Komplikationen verursachen:

  • zusätzliche bakterielle Entzündung der Bläschen (bakterielle Superinfektion)
  • Lungenentzündung, ausgelöst durch die Varizellen-Viren (Varizellenpneumonie)
  • Komplikationen im Bereich des zentralen Nervensystems wie zum Beispiel Gleichgewichtsstörungen, Gehirnentzündung (Enzepahlitis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Komplikationen im Bereich von Herz, Nieren, Gelenken oder Hornhaut wie Herzmuskelentzündung (Myokarditis), Nierenentzündung (Nephritis), Gelenkentzündung (Arthritis), Hornhautschäden

Windpocken: Schwangerschaft und Geburt

Bekommt eine Schwangere innerhalb der ersten sechs Schwangerschaftsmonate die Windpocken, kann auch das Kind erkranken. Mediziner sprechen dann vom fetalen Varizellen-Syndrom: Das Ungeborene kann Hautveränderungen (wie Geschwüre, Narben) sowie Augenschäden entwickeln. Außerdem drohen Skelettfehlbildungen sowie Erkrankungen und Fehlbildungen des Nervensystems. So sind zum Beispiel ein Schwund des Hirngewebes (Hirnatrophie), Lähmungen und Krampfleiden mögliche Folgen der vorgeburtlichen Infektion mit Windpocken. Babys im Mutterleib können sogar an der Krankheit sterben.

Eine neonatale Windpocken-Infektion tritt bei Neugeborenen auf, deren Mutter zwischen fünf Tagen vor und zwei Tagen nach der Geburt an Varizellen erkrankt ist. Sie verläuft sehr schwer, weil das Immunsystem der Kleinen noch nicht ausgereift ist. Bis zu 30 Prozent aller betroffenen Babys sterben.

Windpocken bei Erwachsenen

Auch Erwachsene können an Windpocken erkranken, wenn sie nicht geimpft sind und die Erkrankung noch nicht hatten. In diesem Alter verläuft die Kinderkrankheit oft schwerer als in jungen Jahren. Außerdem entwickeln Erwachsene häufiger Komplikationen im Krankheitsverlauf.

Eine sehr schwerwiegende und gefürchtete Komplikation ist dabei eine durch Windpocken bedingte Lungenentzündung (Varizellenpneumonie). Bis zu 20 Prozent aller erwachsenen Patienten erkranken daran. Dabei sind schwangere Frauen besonders gefährdet. Die Lungenentzündung beginnt meist drei bis fünf Tage nach Ausbruch der Windpocken-Infektion.

Ungeschützte Erwachsene mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und für Komplikationen, sollten sich deshalb gegen Windpocken impfen lassen. Zu diesen Risikopersonen gehören zum Beispiel Frauen mit Kinderwunsch, die keine Antikörper gegen Varizellen besitzen.

Mehr über Verlauf und Vorbeugung einer Varizellen-Infektion im Erwachsenenalter lesen Sie im Beitrag Windpocken bei Erwachsenen.

Weiterführende Informationen

Leitlinien:

  • RKI-Ratgeber "Herpes zoster (Gürtelrose)" des Robert Koch Instituts (2017)

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