Trigeminusneuralgie

Dr. med. Fabian Sinowatz

Dr. med. Fabian Sinowatz ist freier Mitarbeiter der e-happiness-Medizinredaktion.

Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Bei einer Trigeminusneuralgie treten plötzlich heftige Gesichtsschmerzen auf. Sie halten meist nur wenige Sekunden an, können aber immer wiederkehren. Die Beschwerden gehen vom Trigeminusnerv (lat. für Drillingsnerv) aus. Er versorgt über drei Äste Gesicht, Stirn, Augen, Kinn, Ober und Unterkiefer. Bei einer Schädigung meldet der Nerv starke Gesichtsschmerzen an das Gehirn. Lesen Sie hier alles Wichtige über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Prognose der Trigeminusneuralgie!

trigeminusneuralgie

Kurzübersicht

  • Definition: heftige, attackenartige Gesichtsschmerzen, die vom Trigeminusnerv ausgehen.
  • Häufigkeit: Nur etwa 4 von 100.000 Menschen in Deutschland leiden unter Trigeminusneuralgie. Die Erkrankung tritt meist erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Aufgrund der höheren Lebenserwartung gibt es etwas mehr weibliche als männliche Patienten.
  • Ursachen: oft unklar (klassische Trigeminusneuralgie). Manchmal liegt eine auslösende Krankheit vor (symptomatische Trigeminusneuralgie).
  • Symptome: blitzartige, sehr kurze und extrem starke Schmerzattacken im Gesicht, oftmals ausgelöst durch Berührung, Sprechen, Kauen etc.
  • Behandelnder Arzt: Neurologe oder Neurochirurg
  • Therapie: Medikamente oder Operation, eventuell ergänzt durch eine psychologische Betreuung.
  • Prognose: Durch Therapie können die Schmerzen kontrolliert, nicht jedoch dauerhaft beseitigt werden.

Trigeminusneuralgie: Ursachen und Risikofaktoren

Je nach der Ursache teilt die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) die Trigeminusneuralgie in zwei Gruppen ein:

Symptomatische Trigeminusneuralgie

Eine symptomatische Trigeminusneuralgie liegt vor, wenn sich anhand radiologischer Bildgebung oder durch eine Operation eine andere Erkrankung als eindeutige Ursache für die Schmerzattacken nachweisen lässt. Zu diesen möglichen Ursachen zählen:

  • Krankheiten, bei denen die Schutzhüllen der Nervenfasern (Myelinscheiden) im Nervensystem zerstört werden (Entmarkungskrankheiten): z.B. Multiple Sklerose (MS)
  • Gehirntumoren, vor allem sogenannte Akustikusneurinome: Das sind seltene, gutartige Tumoren des Hör- und Gleichgewichtsnervs. Sie drücken auf den Trigeminusnerv oder ein benachbartes Blutgefäß, sodass beide gegeneinandergedrückt werden. Das löst die Schmerzen aus.
  • Schlaganfall
  • Gefäßmissbildungen (Angiom, Aneurysma) im Bereich des Hirnstammes

Hinweis: Patienten mit einer symptomatischen Trigeminusneuralgie sind im Durchschnitt jünger als Menschen mit der klassischen Krankheitsform.

Klassische Trigeminusneuralgie

Bei der klassischen Trigeminusneuralgie lässt sich keine andere Erkrankung als Ursache für die Beschwerden feststellen. Diese Krankheitsform wird deshalb auch "idiopathische Trigeminusneuralgie“ genannt (idiopathisch = ohne bekannte Ursache).

Experten vermuten, dass bei den Betroffenen die Schmerzen dadurch entstehen, dass benachbarte Blutgefäße auf den Nerv drücken und so die Umhüllung des Nervs (Myelinscheide) schädigen. Ein solch krankhafter Kontakt zwischen Gefäß und Nerv ist wahrscheinlicher, wenn die Wände der Schlagadern (Arterien) verdickt und starr sind. Das ist bei einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) der Fall. Diese kann deshalb das Risiko einer Trigeminusneuralgie erhöhen.

Trigeminusneuralgie: Symptome

Charakteristisch für eine Trigeminusneuralgie sind attackenartige Schmerzen im Gesicht, die

  • plötzlich und blitzartig einsetzen,
  • extrem stark sind und
  • kurz andauern (Sekundenbruchteile bis zwei Minuten).

Die Trigeminusneuralgie-Schmerzen gehören zu den stärksten Schmerzen überhaupt. Sie können sich bis zu hundert Mal am Tag wiederholen (vor allem bei der klassischen Krankheitsform).

Betroffene beschreiben die Schmerzen oft als "aus heiterem Himmel einschießend"“ oder "stromstoßartig". Manchmal treten die Schmerzen ohne jeglichen Auslöser auf. Sehr oft aber gibt es solche Trigger, die eine Schmerzattacke hervorrufen. Das kann etwas ganz Alltägliches sein wie:

  • Berührungen der Gesichtshaut (durch Hand oder Wind)
  • Sprechen
  • Zähneputzen
  • Kauen und Schlucken

Achtung: Aus Angst vor einer Schmerzattacke essen und trinken manche Patienten möglichst wenig. Sie können dadurch (gefährlich viel) Gewicht verlieren und einen Flüssigkeitsmangel entwickeln.

Unterschiede zwischen den Krankheitsformen

Bei einer klassischen Trigeminusneuralgie ist meist der zweite oder dritte Hauptast des Trigeminusnervs (N. trigeminus) betroffen. Die Patienten haben deshalb oft einseitige Schmerzen im Bereich des Ober- oder Unterkiefers. Zwischen den einzelnen Attacken bestehen keine Schmerzen. Die heftigen, einschießenden Schmerzen können ein reflektorisches Zucken der Gesichtsmuskulatur auslösen. Man bezeichnet es auch als Tic douloureux (frz. für "schmerzhafte Muskelzuckung").

Sind alle drei Äste des Trigeminusnervs oder beide Gesichtshälften betroffen, spricht das eher für eine symptomatische Trigeminusneuralgie. Außerdem sind die Patienten bei dieser Krankheitsform zwischen den Attacken meist nicht schmerzfrei. Oft treten zudem Empfindungsstörungen (zum Beispiel Kribbeln, Taubheit, etc.) im Versorgungsbereich des N. trigeminus auf.

Trigeminusneuralgie
Trigeminusneuralgie
Der Trigeminusnerv hat im Gesicht drei Äste: Stirn-Augenast, Oberkieferast und Unterkieferast. Bei einer Schädigung des Trigeminus treten stärkste Gesichtsschmerzen auf.

Hinweis: Eine Trigeminusneuralgie kann psychisch sehr belastend sein. Deshalb leiden viele Betroffene an einer depressiven Verstimmung.

Trigeminusneuralgie: Untersuchungen und Diagnose

Nicht bei jedem Schmerz im Gesichtsbereich handelt es sich um eine Trigeminusneuralgie. Beispielsweise können auch Kiefergelenksprobleme, Erkrankungen der Zähne oder Clusterkopfschmerzen Schmerzen im Gesicht auslösen.

Es gilt also, die Trigeminusneuralgie gegen die zahlreichen anderen Formen von Kopf- und Gesichtsschmerzen abzugrenzen. Anhand des typischen Schmerzverlaufs kann meist auch der Hausarzt eine Trigeminusneuralgie identifizieren. Der richtige Ansprechpartner für die Diagnose und weiterführenden Untersuchungen bei dieser Erkrankung ist aber ein Facharzt für Neurologie oder ein Facharzt für Neurochirurgie.

Der erste Schritt bei Verdacht auf eine Trigeminusneuralgie ist die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese): Der Arzt befragt den Patienten ausführlich zu seinen Beschwerden. Mögliche Fragen dabei sind:

  • Wo genau haben Sie Schmerzen?
  • Wie lange dauern die Schmerzen jeweils an?
  • Wie empfinden Sie den Schmerz, zum Beispiel als stechend, drückend, stromstoßartig?
  • Haben Sie neben den Schmerzen noch andere Beschwerden wie Gefühlsstörungen an anderen Körperstellen, Sehstörungen, Übelkeit oder Erbrechen?
  • Machen Ihnen die Schmerzattacken seelisch sehr zu schaffen?

Im Anschluss führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Der Arzt achtet zum Beispiel darauf, ob das Empfindungsvermögen (Sensibilität) im Gesichtsbereich normal ist.

Weitere Untersuchungen müssen klären, ob eine auslösende Erkrankung der Trigeminusneuralgie zugrunde liegt oder nicht. Symptomatische und klassische Trigeminusneuralgie werden nämlich unterschiedlich behandelt. Je nach Beschwerdebild kann der Arzt eine oder mehrere der folgenden Untersuchungen durchführen:

Magnetresonanztomografie (MRT): Anhand der Magnetresonanz- oder Kernspintomografie kann der Arzt überprüfen, ob eine Erkrankung wie Multiple Sklerose, Hirntumor, Schlaganfall oder Gefäßmissbildung (Aneurysma) die Trigeminusneuralgie auslöst.

Entnahme und Analyse des Nervenwassers: Mit einer dünnen, feinen Hohlnadel kann der Arzt eine Probe des Nervenwassers (Hirn-Rückenmarksflüssigkeit) aus dem Wirbelkanal entnehmen (Liquorpunktion). Im Labor wird untersucht, ob der Patient unter Multipler Sklerose leidet.

Computertomografie (CT):Damit können vor allem die knöchernen Strukturen des Schädels begutachtet werden. Eventuelle krankhafte Veränderungen können die Ursache der Schmerzattacken sein.

Angiografie oder Kernspin-Angiografie (MRA): Anhand einer Röntgen-Untersuchung der Blutgefäße (Angiografie) im Schädelbereich lassen sich eventuelle Gefäßmissbildungen erkennen. Bei der Kernspin-Angiografie erfolgt die Röntgen-Darstellung der Gefäße mittels Kernspintomografie. Die Bildgebung der Blutgefäße ist auch vor einer Operation sinnvoll, damit der Neurochirurg sieht, wo genau die Blutgefäße im Operationsgebiet verlaufen.

Elektrophysiologische Untersuchungen: Dazu gehören zum Beispiel Trigeminus-SEP (Überprüfung der Funktionsfähigkeit sensibler Nervenbahnen, z. B. Berührungs- und Druckempfinden), Überprüfung von Lidschlussreflex, Kaumuskelreflex (Masseterreflex) etc.

Sonstige Untersuchungen: Gegebenenfalls sind weitere Untersuchungen nötig, zum Beispiel beim Zahnarzt, Kieferorthopäden oder HNO-Arzt.

Trigeminusneuralgie: Behandlung

Grundsätzlich lässt sich die Trigeminusneuralgie entweder mit Medikamenten oder einer Operation behandeln. Dabei gibt es Unterschiede zwischen beiden Krankheitsformen:

  • Eine klassische Trigeminusneuralgie wird in erster Linie medikamentös behandelt. Operiert wird hier nur, wenn die Medikamente nicht wirken oder die Nebenwirkungen zu schwerwiegend sind.
  • Bei einer symptomatischen Trigeminusneuralgie wird die Ursache (etwa ein Hirntumor) oft operativ beseitigt. Der Eingriff kann die Schmerzen lindern oder eine Zeitlang sogar ganz ausschalten.

Hinweis: Die Tatsache, dass die Ursachen der Gesichtsschmerzen noch nicht gänzlich geklärt sind, erschwert die Trigeminusneuralgie-Therapie. Findet sich die richtige Behandlung, lassen sich die Schmerzen gut lindern, jedoch nie ganz beziehungsweise für immer „abstellen“.

Medikamente bei Trigeminusneuralgie

Die üblichen Schmerzmedikamente (wie Ibuprofen, Diclofenac, etc.) entfalten ihre Wirkung zu spät für die blitzartigen, kurzen Schmerzattacken. Trigeminusneuralgie erfordert deshalb eine vorbeugende Dauertherapie mit speziellen Schmerzmedikamenten.

Angewendet werden zum Beispiel die Wirkstoffe Carbamazepin und Oxcarbazepin. Sie werden auch zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Oft hilft auch der muskelentspannende Wirkstoff Baclofen. Nach Möglichkeit verschreibt der Arzt bei Trigeminusneuralgie nur einen Wirkstoff allein (Monotherapie). Bei starken Schmerzen können auch zwei Medikamente sinnvoll sein (Kombinationstherapie).

Hinweis: Akute Schmerzen können bei stationärer Behandlung im Krankenhaus mit dem krampflösenden Wirkstoff Phenytoin behandelt werden.

Operative Therapie bei Trigeminusneuralgie

Eine Operation kann bei Trigeminusneuralgie die Schmerzen lindern oder sogar langfristig beseitigen. Allerdings können sie nach einigen Jahren erneut auftreten. Zudem birgt jede Operation naturgemäß Risiken. Vor der Operation sollten Patienten daher mit dem behandelnden Arzt ausführlich über Chancen und Risiken des Eingriffs sprechen.

Prinzipiell gibt es bei Trigeminusneuralgie drei Operationsmöglichkeiten:

Klassisches Operationsverfahren (Mikrovaskuläre Dekompression nach Jannetta)

Diese Methode kommt bei gesunden Menschen mit geringem Operationsrisiko zum Einsatz. Über eine Öffnung im Hinterkopf setzt der Arzt ein Goretex- oder Teflonschwämmchen zwischen Nerv und Gefäß. Das soll verhindern, dass der Trigeminusnerv erneut unter Druck gerät.

Direkt nach dem Eingriff sind etwa 82 Prozent der Patienten schmerzfrei. Zehn Jahre nach der Operation sind es noch 67 Prozent. Für Folgeoperationen ist die Erfolgsrate für Schmerzfreiheit geringer.

Mögliche Nebenwirkungen/Risiken der Operation sind zum Beispiel Blutungen, Verletzungen des Kleinhirns sowie auf der betroffenen Seite Verlust des Hörvermögens und Taubheitsgefühle im Gesicht.

Perkutane Thermokoagulation (nach Sweet)

Dieser Eingriff eignet sich für Menschen mit höherem Operationsrisiko. Der Arzt schiebt eine Sonde durch die Haut zum sogenannten Ganglion Gasseri. Das ist eine Ansammlung von Nervenzellkörpern des Trigeminusnervs. Dort werden dann vor allem die Schmerzfasern des Nervs zerstört - entweder durch lokale Hitzeanwendung, mechanisch mittels Druckballon oder chemisch mittels Glyzerin.

Die Erfolgsrate direkt nach der Operation ist hoch: Etwa 90 Prozent der Patienten sind zunächst schmerzfrei. Dieser Erfolg hält allerdings nur bei etwa jedem Zweiten auch dauerhaft an.

Mögliche Nebenwirkung ist ein zum Teil schmerzhafter Gefühlsverlust auf der betroffenen Gesichtshälfte.

Radiochirurgisches Verfahren

Das ist eine vergleichsweise schonende Methode der Strahlentherapie. Dabei bestrahlt der Arzt den Trigeminusnerv nahe am Hirnstamm einmalig mit einer hohen Strahlendosis. Dazu verwendet er das sogenannte Gamma-Knife oder Cyber-Knife. Im Vergleich zu den beiden anderen OP-Methoden kommt es bei diesem Eingriff seltener zu Komplikationen. Dafür sind aber auch die Erfolgsaussichten niedriger:

Wird dieses Verfahren ohne vorangegangene andere Operationen durchgeführt, sind 63 bis 75 Prozent der Trigeminusneuralgie-Patienten nach dem Eingriff schmerzfrei. Wenn zuvor schon eine andere Operation stattgefunden hat, sind die Erfolgsaussichten deutlich schlechter. Insgesamt tritt die Wirkung der Therapie meist erst nach einigen Wochen ein, also deutlich später als bei den anderen Verfahren.

Hinweis: Eine Trigeminusneuralgie bei Multiple Sklerose-Patienten behandelt der Arzt medikamentös (Wirkstoff Misoprostol) oder aber mittels perkutaner Thermokoagulation und radiochirurgischem Verfahren.

Trigeminusneuralgie: Verlauf und Prognose

Der Krankheitsverlauf bei der Trigeminusneuralgie ist sehr variabel. Es ist kaum vorhersehbar, wie viel Zeit bis zur nächsten Schmerzattacke vergeht. Manchmal liegen Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre zwischen einzelnen Attacken.

Bei etwa 29 Prozent der Betroffenen bleibt es sogar bei einem einmaligen Anfall von Trigeminusneuralgie. Oft treten die Attacken jedoch anfangs nur ab und zu auf, häufen sich aber im Laufe der Zeit.

Die Trigeminusneuralgie kann das Alltagsleben der Betroffenen massiv beeinträchtigen - nicht nur durch die heftigen Schmerzattacken an sich, sondern auch durch die Angst vor der nächsten Attacke. Auch das seelische Wohlbefinden kann darunter leiden. Deshalb entwickeln manche Patienten zusätzlich eine depressive Verstimmung. Sinnvollerweise sollte daher eine medikamentöse und/oder operative Therapie der Trigeminusneuralgie im Bedarfsfall um eine psychologische oder psychotherapeutische Behandlung ergänzt werden.

Mit dem richtigen Behandlungsplan kann man die Schmerzen einer Trigeminusneuralgie zumindest eine Zeitlang reduzieren oder vertreiben. Komplett heilen lässt sich die Erkrankung derzeit aber nicht. Bislang ist auch nicht bekannt, ob und wie man einer Trigeminusneuralgie vorbeugen kann.

Weiterführende Informationen

Buchempfehlungen:

  • Trigeminus-Neuralgie: Wenn das Leben aus den Fugen gerät (Simone Brockes, Ennsthaler, 2017)

Leitlinien:

  • der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (2016)
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