Sonnenallergie

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Dr. med. Julia Schwarz

Dr. med. Julia Schwarz ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion.

Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Eine Sonnenallergie ist genau genommen in den meisten Fällen keine richtige Allergie. Der umgangssprachliche Begriff beschreibt vielmehr verschiedene Erkrankungen, die durch eine Reaktion auf das Sonnenlicht ausgelöst werden. Allen gemein ist, dass der natürliche Schutzmechanismus des Körpers vor UV-Strahlen versagt und dadurch Symptome wie juckende, brennende Haut und Blasen oder Quaddeln auftreten. Erfahren Sie hier, warum eine Sonnenallergie überhaupt entsteht und wie sie sich lindern oder gar vermeiden lässt!

sonnenallergie

Kurzübersicht

  • Was ist Sonnenallergie? Meist keine echte Allergie, sondern eine Überempfindlichkeit auf UV-Strahlung.
  • Symptome: können individuell variieren, häufig Jucken, Hautrötung, Bläschen oder Blasen
  • Behandlung: kühlen, mit Feuchtigkeit versorgen, in schweren Fällen evtl. Medikamente oder Gewöhnung durch Vorabbestrahlung durch den Arzt
  • Ursachen: nicht abschließend geklärt; vermutet werden Allergene oder auch freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen)
  • Diagnose: Patientengespräch, Lichttest
  • Prognose: Im Lauf der Zeit gewöhnt sich die Haut an die Sonne, die Symptome können dann allmählich weniger werden. Ganz los werden Betroffene eine Sonnenallergie allerdings nie.

Sonnenallergie: Beschreibung

Typische Symptome der Sonnenallergie wie Jucken und gerötete Haut ähneln den Symptomen „echter“ Allergien (wie Nickelallergie). Eigentlich ist eine Sonnenallergie aber meist keine klassische Allergie, also eine Überreaktion des Immunsystems (Ausnahme: Photoallergische Reaktion). Stattdessen kann sich der Körper der Betroffenen nicht mehr ausreichend vor der Sonneneinstrahlung schützen. Normalerweise reagiert er mit einer verstärkten Produktion von Hautpigmenten auf das Sonnenlicht: Dieses sogenannte Melanin lässt die Haut braun aussehen und schützt das Erbgut in den Zellen vor der schädigenden UV-Strahlung im Sonnenlicht, also die Ultraviolett-A- (UV-A) und Ultraviolett-B-Strahlen (UV-B). Bei einer Sonnenallergie ist dieser Schutzmechanismus der Haut beeinträchtigt. Die Folgen sind zum Beispiel Juckreiz, Bläschenbildung oder Hautrötung.

Die weitaus häufigste Form von Sonnenallergie ist die Polymorphe Lichtdermatose (PLD). In Deutschland leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung darunter. Betroffen sind vor allem jüngere Erwachsene (Frauen häufiger als Männer) sowie Kinder.

Sonnenallergie bei Kindern

Auch manche Kinder leiden unter einer Sonnenallergie. Kleinkinder und Babys sollten generell mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden, bevor sie der Sonne ausgesetzt werden. In diesem Alter ist nämlich der körpereigene Schutzmechanismus gegen die UV-Strahlung noch nicht ausgereift. Dadurch bekommen die Kleinen schneller einen Sonnenbrand oder einen Sonnenallergie. Im Gesicht zeigt sich Letztere dabei am häufigsten. Besonders betroffen sind die sogenannten „Sonnenterrassen“ wie Nase, Stirn und Kinn. Bei Erwachsenen sind diese Stellen oftmals bereits an die Sonneneinstrahlung gewöhnt, bei Kindern hingegen nicht. Deshalb ist eine Kopfbedeckung (auch bei Erwachsenen) ratsam – zumal sie nicht nur vor einer Sonnenallergie schützt, sondern auch vor einem Sonnenstich.

Sonnenallergie: Symptome

Die Symptome einer Sonnenallergie sind unterschiedlich, je nach Ausprägung und Art. Manchmal treten sie auch verzögert auf, sodass es für Laien gar nicht so leicht ist, die Sonne als „Übeltäter“ auszumachen.

Rund 90 Prozent aller Fälle von Sonnenallergie macht die Polymorphe Lichtdermatose (PLD) aus. Sie betrifft oft hellhäutige, junge Frauen. Meist zeigt sie sich an jenen Körperteilen, die nicht an die Sonne gewöhnt sind (Dekolleté, Schultern, Nacken, Streckseiten der Arme und Beine). Die Symptome können dabei individuell sehr verschieden ausfallen (daher der Namenszusatz polymorph = vielgestaltig). Außerdem zeigen sie sich oftmals verzögert: Erst Stunden oder Tage nach der Sonneneinstrahlung löst diese Sonnenallergie Beschwerden aus:

  • Die Haut beginnt zu jucken und zu brennen (Juckreiz).
  • Die Haut verfärbt sich, es erscheinen rötlichen Flecken (Hautrötungen).
  • Es entstehen Bläschen, Knötchen oder sogar Blasen.
  • Die Haut kann anschwellen.
Sonnenallergie - häufig betroffene Hautregionen
Sonnenallergie
Bei Sonnenallergie wird die Haut durch bestimmte Substanzen besonders empfindlich für UV-Strahlen. Sie äußert sich in Hautrötung, Jucken und oftmals auch Bläschenbildung.

Neben der Polymorphen Lichtdermatose gibt es noch andere Arten der Sonnenallergie, die sich etwas unterschiedlich äußern. Dazu gehören:

Phototoxische Reaktion: Dabei machen chemische Stoffe - sogenannte Photosensibilatoren - die Haut lichtempfindlicher. Sonnenallerige-Symptome sowie eine erhöhte Sonnenbrand-Neigung sind die Folgen. Manchmal wird die phototoxische Reaktion über Haut mit Photosensibilatoren ausgelöst (Auftragen von Parfums, Berühren von photosensibilisierenden Pflanzen etc.). Photosensibilatoren können aber auch über die Blutbahn oder den Verdauungstrakt die Sonnenallergie auslösen, zum Beispiel manche Medikamente und Nahrungsmittel. Die Haut der Betroffenen reagiert bei Sonneneinstrahlung mit Juckreiz, brennende Schmerzen oder Verfärbungen. Auch ein starker Sonnenbrand kann entstehen.

Photoallergische Reaktion: Diese seltene Form der Sonnenallergie ist eine richtige Lichtallergie (Photoallergie). Der Körper bildet Antikörper, also Abwehrstoffe, die sich gegen eine bestimmte Substanz wie etwa ein Medikament (z.B. Antibiotika), Kosmetika, Make-up oder ein Parfum richten. Beim nächsten Kontakt in Verbindung mit Sonneneinstrahlung greifen die Antikörper die Substanz an – es kommt zu einer allergischen Reaktion. Die Symptome der Photoallergie ähneln denen der phototoxischen Reaktion. Eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Sonnenallergie-Formen ist daher oftmals schwer.

Mallorca-Akne (Acne aestivalis): Auch Sommer-Akne genannt. Diese Form der Sonnenallergie gilt als Sonderform der Polymorphen Lichtdermatose. Sie äußert sich in stecknadelkopfgroßen Knoten und Hautflecken, die heftig jucken. Die Knötchen ähneln Akne-Pusteln. Tatsächlich kommt diese Form der Sonnenallergie besonders bei Menschen vor, die zu Akne oder fettiger Haut neigen.

Lichturtikaria (Urtikaria solaris): Sie ist selten, aber unbedingt ernst zu nehmen! Bei den Betroffenen zeigt die Haut eine abnorme Reaktion auf das Sonnenlicht - es bilden sich juckende Quaddeln, ähnlich wie nach dem Berühren einer Brennnessel. Nach wenigen Minuten bis Stunden verschwinden sie wieder. Sind größere Hautflächen betroffen, können Allgemeinsymptome wie Übelkeit oder Blutdruckabfall (unter anderem mit Schwindel) hinzukommen.

Hinweis: Meistens treten die Sonnenallergie-Symptome auf, wenn die Haut lange Zeit keiner Sonneneinstrahlung mehr ausgesetzt war. Im Frühjahr sowie im Badeurlaub am Strand zeigt sich daher besonders oft eine Sonnenallergie.

Behandlung: Sonnenallergie - was tun?

Wenn Symptome einer Sonnenallergie auftreten, sollte man sich von Sonnenlicht möglichst fernhalten. Ist das nicht möglich, sollte man die Haut mit Kleidung bedecken (lange Hosen, lange Ärmel, Hut) und Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden. Bei photoallergischen sowie phototoxischen Reaktionen ist es zudem nötig, die auslösende Substanz zu meiden.

Die Symptome einer Sonnenallergie lassen sich mit Milchprodukten (z. B. eine Quarkpackung) und - in schweren Fällen - mit Medikamenten lindern:

Sonnenallergie-Behandlung mit Milchprodukten: Hat die Haut übermäßig viel Sonne abbekommen und reagiert mit einer Sonnenallergie, sollten Sie sie kühlen und mit Feuchtigkeit versorgen. Kühlende Umschläge mit Buttermilch, Quark oder Joghurt aus dem Kühlschrank tun genau das. Durch die Kühle ziehen sich die Gefäße zusammen und eventuelle Schwellungen klingen ab. Die Feuchtigkeit hilft der geschädigten Haut, sich zu erholen.

Medikamentöse Therapie bei Sonnenallergie: Medikamente kommen in schweren Fällen von Sonnenallergie zum Einsatz. Sogenannte Antihistaminika in Salben- oder Tablettenform können den Juckreiz mildern, etwa bei Mallorca-Akne oder Lichturtikaria. Manchmal verschreibt der Arzt auch kortisonhaltige Präparate, um die Entzündungsreaktionen der Haut zu unterbinden. Das kann etwa bei einer photoallergischen Reaktion notwendig sein.

Achtung: Wenn bei einer Lichturtikaria allgemeine Symptome wie Übelkeit und Blutdruckabfall auftreten, sollte man sofort einen Arzt verständigen!

Sonnenallergie: Vorbeugende Behandlung

Sonnenallergie-Patienten können einiges tun, damit es gar nicht erst zu Juckreiz, Bläschenbildung & Co. kommt:

Ausreichend Sonnencreme verwenden:

Das Wichtigste ist, dass Sie immer auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Das gilt natürlich auch, wenn sie keine Sonnenallergie haben! UV-Strahlen erhöhen nämlich das Hautkrebsrisiko. Verwenden Sie ein gute Sonnencreme, die mindestens den Lichtschutzfaktor (LSF) 30 bietet. Außerdem sollte sie möglichst frei von Konservierungs- und Farbstoffen sein.

Tragen Sie die Sonnencreme etwa 45 Minuten, bevor Sie in die Sonne gehen, auf. Dann hat sie genug Zeit, einzuwirken. Wie lange der Schutz anhält, lässt sich anhand folgender Formel abschätzen: Eigenschutzfaktor (je nach Hauttyp ca. 5-45 Minuten) x Lichtschutzfaktor = geschützte Minuten in der Sonne

Bei Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und dem hierzulande häufigen hellen Hauttyp würde dies bedeuten: 10 Min. x 30 = 300 Minuten. Sicherheitshalber sollte man allerdings nur 60 Prozent dieser berechneten Zeitspanne tatsächlich in der Sonne verbringen. Übrigens: Wer stark schwitzt oder zwischendurch schwimmen geht, sollte nachcremen.

Hinweis: Bei Anzeichen einer Mallorca-Akne sollte man nur fettfreie Sonnenschutzprodukte (etwa spezielle Gels) sowie Hautpflegeprodukte verwenden.

Kleidung tragen:

Kleidung schützt ebenfalls vor Sonnenstrahlen, besonders wenn sie aus einem wenig lichtdurchlässigen Material besteht. So können etwa Hüte, Tücher und Blusen auch am Strand UV-Strahlen teilweise von der Haut abhalten.

Drinnen bleiben:

Mittags ist die Einstrahlung am intensivsten, weshalb Sie sich dann lieber in Räumen aufhalten sollten. Fensterscheiben halten in der Regel einen Großteil der schädlichen Strahlen ab. Sonnenallergie-Patienten sollten eventuell noch Schutzfolien anbringen.

Phototherapie:

Bei sehr starker Sonnenallergie (etwa bei schwerer Polymorpher Lichtdermatose) kann eine Phototherapie sinnvoll sein. Hierbei wird im Frühjahr oder einige Zeit vor einer geplanten Urlaubsreise in den Süden die Haut bereits langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnt. Dazu wird sie in mehreren Sitzungen mit steigenden Dosen an UV-Licht bestrahlt. Eventuell wird vorher ein Wirkstoff aufgetragen, der die Haut lichtempfindlicher macht. Dann spricht man von Photochemotherapie oder PUVA (Psoralen-UV-A-Phototherapie).

Achtung: Eine Phototherapie dürfen Sie nie eigenständig durchführen - bei Fehlern können großflächige Hautverbrennungen entstehen! Überlassen Sie die Durchführung einem Hautarzt.

Freie Radikale fangen:

Manche Experten sind der Ansicht, dass die häufigste Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose) durch freie Radikale, also reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen, entstehen kann (siehe "Ursachen"). Sie empfehlen daher die Einnahme von sogenannten Antioxidantien („Radikalfängern“), um den Beschwerden einer Sonnenallergie vorzubeugen. Es zählen dazu etwa Calcium, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Vitamin E und Beta-Carotin. Die Wirksamkeit von Antioxidantien konnte zwar wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Dennoch: Viele Betroffene berichten von einer Besserung der Symptome. Besprechen Sie die Einnahme solcher Radikalfänger vorab mit Ihrem Arzt.

Achtung: Raucher sollten kein Beta-Carotin einnehmen, da es das Lungenkrebs-Risiko - das durch das Niktoin sowieso schon erhöht ist - noch weiter steigern kann.

Sich helfen lassen:

Eine Sonnenallergie kann das Sozialleben beeinträchtigen. Manche Betroffenen leiden so sehr darunter, dass sie eine depressive Verstimmung entwickeln. Was Sie dann tun sollten, ist, Ihren Arzt um Rat zu fragen und sich gegebenenfalls professionelle psychotherapeutische Unterstützung zu holen.

Sonnenallergie: Ursachen und Risikofaktoren

Bei der Polymorphen Lichtdermatose (PLD) funktioniert der Schutzmechanismus der Haut gegen UV-Strahlen nicht richtig: Treffen Sonnenstrahlen auf die Haut, reagiert der Körper darauf normalerweise mit der verstärkten Bildung von Melanin. Das ist ein Hautpigment, das die Erbsubstanz vor den schädigenden UV-Strahlen schützen soll. Die Haut färbt sich durch das Melanin braun. Menschen aus südlichen Ländern, wo die Sonne viel scheint, haben deshalb generell eine dunklere Hautfarbe. Je öfter ein Körper der Sonne ausgesetzt ist, desto mehr gewöhnt er sich normalerweise an die schädlichen Strahlen.

Nicht so bei der Polymorphen Lichtdermatose: Die Haut der Betroffenen reagiert hier meist überempfindlich auf die UV-A-Strahlen im Sonnenlicht. Manchmal sind auch die UV-B-Strahlen oder beide Strahlentypen der Auslöser dieser Sonnenallergie. Die Ursache dafür ist unbekannt. Es gibt aber verschiedene Erklärungsansätze:

Einige Wissenschaftler glauben, dass durch die Sonnenstrahlen im Körper Allergene gebildet werden. Allergene sind Stoffe, die das Immunsystem aktivieren, sodass es den vermeintlich schädlichen Stoff bekämpft - wie bei einer herkömmlichen Allergie. Dieser Erklärungsansatz gilt bisher jedoch noch nicht als gesichert.

Einer anderen Theorie zufolge bilden sich unter Sonneneinstrahlung aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) in der Haut, welche die Ursache der Sonnenallergie. Sie können Zellen schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Die Schädigung von Hautzellen durch frei Radikale könnte zudem das Immunsystem aktivieren - mit der Folge von Symptomen einer Polymorphen Lichtdermatose. Auch diese Vermutung konnte jedoch noch nicht eindeutig belegt werden.

Die Phototoxische Reaktion wird durch die Wechselwirkung zwischen UV-A-Licht, menschlichen Zellen und einem chemischen Stoff ausgelöst. bei letzterem kann es sich zum Beispiel um einen Medikamentenwirkstoff, bestimmten Inhaltsstoffen von Parfums oder Kosmetika oder aber Pflanzenstoffen (Furokumarine) handeln.

Die Photoallergische Reaktion kommt dadurch zustande, dass das Immunsystem unter dem Einfluss von UV-Licht allergisch auf bestimmte Stoffe reagiert. Das können wie bei der Phototoxischen Reaktion zum Beispiel Inhaltsstoffen von Medikamenten oder Kosmetika sein.

Die Mallorca-Akne entsteht durch das Zusammenspiel von UV-A-Strahlen mit Bestandteilen fetthaltiger Sonnencreme oder körpereigenem Talg in den obersten Hautschichten. Ob das Immunsystem daran beteiligt ist, ließ sich bislang nicht endgültig feststellen.

Die genaue Ursache der Lichturtikaria ist unklar. Man weiß aber, dass die Symptome durch den UV-A-Anteil im Sonnenlicht ausgelöst werden.

Sonnenallergie: Untersuchungen und Diagnose

Bei Verdacht auf eine Sonnenallergie wird der Arzt zuerst im Gespräch mit Ihnen Ihre Krankengeschichte erheben (Anamnese). Dabei erkundigt er sich beispielsweise nach

  • der Art und dem Verlauf der Beschwerden
  • einer eventuellen Medikamenteneinnahme
  • möglichen Vorerkrankungen

In den allermeisten Fällen handelt es sich bei der Sonnenallergie um eine Polymorphe Lichtdermatose. Seltener steckt eine andere Form der Sonnenallergie dahinter. Um die Diagnose zu sichern, kann der Arzt einen Lichttest machen, bei dem er bestimmte Hautareale mit Ultraviolett-Licht bestrahlt. Bei einer Polymorphen Lichtdermatose treten nach ein paar Stunden auf den behandelten Stellen die typischen Symptome auf.

Bei einer Sonnenallergie in Verbindung mit chemischen Stoffen wie Phototoxische Reaktion kann der Arzt verdächtige Auslöser (wie Bestandteile von Kosmetika) auf geeignete Hautstellen auftragen und diese dann bestrahlen. Mit diesem Photo-Patch-Test lässt sich herausfinden, was genau die Hautsymptome in Kombination mit UV-Licht verursacht.

Bei Verdacht auf eine Lichturtikaria muss der Lichttest sehr vorsichtig durchgeführt werden: Die Symptome, die sich meist schon innerhalb von Minuten zeigen, können recht heftig ausfallen. Gelegentlich kommt es auch zu schweren Allgemeinsymptomen wie Blutdruckabfall, Kreislaufschock und Atemnot. Deshalb sollte der Test nur bei Ärzten durchgeführt werden, die für solche Notfälle gerüstet sind.

Sonnenallergie: Krankheitsverlauf und Prognose

Eine Sonnenallergie ist leider nicht heilbar. Menschen, die überempfindlich auf Sonnenlicht reagieren, begleitet diese Problematik ein Leben lang. Es kann aber sein, dass sich die Symptome mit der Zeit verringern, wenn sich die Haut an die Sonne gewöhnt. Wie stark Betroffene unter den Beschwerden leiden, ist individuell verschieden und hängt vor allem auch von der jeweiligen Form der Lichtallergie ab. Durch richtiges Verhalten, vorbeugende Maßnahmen und verschiedene Therapiekonzepte lassen sich schwere Ausbrüche aber meist verhindern und die Beschwerden einer Sonnenallergie deutlich lindern.

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