Schuppenflechte (Psoriasis)

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche, nicht ansteckende Hautkrankheit. Die Veranlagung dafür wird vererbt. Typisch sind scharf abgegrenzte rote Flecken, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind und starker Juckreiz. Schuppenflechte verläuft in Schüben. Sie ist bisher nicht heilbar, aber oft gut behandelbar. Lesen Sie hier, welche Ursachen Schuppenflechte hat, wie sie sich äußert und was man tun kann.

psoriasis

Schuppenflechte: Kurzübersicht

Beschreibung: entzündliche, nicht ansteckende Hautkrankheit, starke Hautschuppung, schubweiser Verlauf

  • Ursachen: genetische Veranlagung, Autoimmunreaktion in der Haut, Auslöser wie Stress, Infektionen, hormonelle Umstellungen, Hautreizungen und -schäden
  • Behandlung: entzündungshemmende Salben und Cremes, Immunmodulatoren, TNF-alpha-Hemmer, Interleukin-Hemmer, Ernährungsanpassung, Entspannungstechniken
  • Ernährung: Mittelmeerdiät, viel Fisch, wenig Fleisch, viel Gemüse, Omega-3-haltige Speiseöle, Verzicht auf Alkohol
  • Symptome: mit silbrigen Schuppen bedeckte, scharf begrenzte, gerötete Hautareale, starker Juckreiz  
  • Prognose: nicht heilbar, Anzahl, Dauer und Schwere der Schübe lassen deutlich reduzierbar, völlige Symptomfreiheit selten

Psoriasis: Ursachen und Auslöser

Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine entzündliche, nicht ansteckende Hautkrankheit. Sie verläuft schubweise. Typisch sind scharf begrenzte, gerötete Hautareale, die stark schuppen und häufig extrem jucken.

Genetische Veranlagung

Menschen mit Schuppenflechte haben eine genetische Veranlagung für die Hauterkrankung. Darum haben Kinder, deren Eltern an Psoriasis leiden, ein sehr viel höheres Risiko, ebenfalls zu erkranken. Doch nicht jeder, der die Risikogene in sich trägt, bekommt Psoriasis. Oft bricht die Krankheit erst aus, wenn ein auslösender Trigger-Faktor hinzukommt. In anderen Fällen tauchen die Symptome aber auf, ohne dass ein spezieller Auslöser

Fehlgeleitetes Immunsystem

Hauptakteur beim Ausbruch der Krankheit ist das Immunsystem. Die Immunzellen reagieren bei einem Schuppenflechteschub wie bei einer Hautverletzung: Sie lösen Entzündungsreaktionen in der Haut aus und beschleunigen Prozesse zur Hauterneuerung. Darum bilden sich ständig übermäßig viele neue Hautzellen.

Normalerweise erneuert sich die Oberhaut innerhalb von vier Wochen. Bei Patienten mit Schuppenflechte sind es nur drei bis vier Tage.

Hautveränderungen bei Psoriasis
Psoriasis
Bei der Psoriasis (Schuppenflechte) entstehen in der Haut Entzündungsherde, die eine verstärkte Verhornung und Schuppenbildung auslösen.

Schuppenflechte-Auslöser

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die eine Schuppenflechte auslösen oder einen neuen Krankheitsschub provozieren können.

Infektionen: Im Verlauf einer Infektion wendet sich das Immunsystem nicht nur gegen die Krankheitserreger, sondern auch gegen die gesunde Haut. Im Prinzip kann jede Infektion einen Psoriasisschub nach sich ziehen – zum Beispiel eine Streptokokkeninfektion, Masern, ein grippaler Infekt, eine HIV-Infektion oder eine chronische Entzündung.

Stress: Bei manchen bricht die Erkrankung in Zeiten größerer seelischer Belastungen aus, nach Tod von Angehörigen, Schulstress oder Jobverlust beispielsweise.

Hormonelle Umstellungen: Häufig tritt eine Schuppenflechte erstmals auf, wenn das hormonelle Gleichgewicht gestört ist. Das kann die Pubertät sein, eine Schwangerschaft oder auch die Wechseljahre.

Hautverletzungen: Schnitt- und Schürfwunden aber auch Verbrennungen und sogar ein Sonnenbrand können einen Schub provozieren.

Mechanische Reizung: Kratzen, Druck, beispielsweise durch einen engen Gürtel, auch scheuernde Kleidung sind weitere mögliche Auslöser.

Medikamente: Von manchen Medikamenten weiß man, dass sie ebenfalls Schübe auslösen können. Dazu gehören unter anderem

  • Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Betablocker)
  • Schmerzmittel (ASS, Ibuprofen, Diclofenac)
  • Interferon
  • Malariamittel
  • Manche Antibiotika (z. B. Tetrazykline)

Schuppenflechte - Behandlung

Eine Schuppenflechte kann derzeit noch nicht geheilt werden. Schwere und Anzahl der Schübe lassen sich mit modernen Behandlungsansätzen aber deutlich reduzieren. Verbessern sich die Symptome um mindestens 75 Prozent, gilt die Behandlung als erfolgreich.

Hautpflege als Basis

Basis jeder Psoriasis-Therapie ist die richtige Pflege. Die Haut von Psoriatikern ist trocken. Ölhaltige und rückfettenden Produkte sind daher die richtige Wahl. Hinzu kommen Cremes und Salben mit Harnstoff oder Salicylsäure. Sie unterstützen die Haut bei der Speicherung von Feuchtigkeit.

Medikamente bremsen das Immunsystem

Reichen Pflegeprodukte nicht aus, helfen Cremes und Salben, die die Entzündungen in der Haut eindämmen helfen. Das sind Zubereitungen, die beispielsweise Kortison oder Dithranol enthalten.

Bei mittleren und schwerer Verlaufen behandelt man nicht nur direkt die Haut, sondern dämpft die überschießende Aktivität des Immunsystems mit Tabletten oder Injektionen. Dazu gehören die Immunmodulatoren Acitretin, Ciclosporin, Fumarsäureester und Methotrexat (MTX).

Therapeutika der jüngsten Generation sind gentechnisch hergestellte Antikörper. Sie richten sich gezielt gegen bestimmte Botenstoffe, die die Aktivität des Immunsystems anheizen. Darunter sind verschiedene TNF-alpha-Hemmer und Interleukin-Antikörper. Sie sind sehr teuer und werden daher erst verordnet, wenn andere Therapiemöglichkeiten nicht ausreichen.

Licht- und Badebehandlungen

Die Haut von Menschen mit Psoriasis profitiert auch von Sonnenlicht. Daher kann eine Phototherapie mit entsprechender Strahlung helfen.

Ebenso lindert Salzwasser die Beschwerden, insbesondere Sole. Oft werden Licht und Badekuren auch zu einer Balneo-Photo-Therapie kombiniert: Das Salzwasser macht die Haut für die Lichtstrahlen empfindlicher.

Entspannungstechniken und Psychotherapie

Stress ist einer der Hauptauslöser von Psoriasis-Schüben. Schuppenflechte-Patienten profitieren daher davon, wenn sie eine Entspannungstechnik wie Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung erlernen. Psoriasis kann seelisch sehr belastend sein. Die Patienten fühlen sich unattraktiv und sind gehemmt. Tatsächlich erleben sie häufig Stigmatisierung: Die Menschen begegnen ihnen mit ekel und Ablehnung. Dass Schuppenflechte nicht ansteckend ist, ist vielen nicht bewusst. Eine Psychotherapie kann helfen, mit den psychischen Belastungen der Erkrankung umzugehen.

Sie möchten sich ausführlicher über die Therapiemöglichkeiten von Psoriasis informieren? Dann lesen Sie den Beitrag Schuppenflechte - Behandlung

Schuppenflechte - Ernährung

Die Symptome einer Schuppenflechte entstehen durch überzogene Entzündungsreaktionen im Körper. Nahrungs- und Genussmittel, die solche Entzündungsprozesse anheizen, sollten Menschen mit Schuppenflechte meiden. Dazu gehören vor allem:

  • Alkohol
  • Lebensmittel mit viel Arachnoidalsäure, beispielsweise Fleisch und Wurst

Es gibt aber auch Lebensmittel, die antientzündlich wirken. Dazu gehören:

  • Obst und Gemüse, die aggressive Sauerstoffmoleküle abfangen
  • Fisch, insbesondere fetter Seefisch, der reichlich entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren liefert
  • Speiseöle mit Omega-3-Fettsäuren wie Leinöl oder Traubenkernöl

Viele Psoriasis-Patienten berichten, dass ihre Haut besser wird, wenn sie bestimmte Nahrungsmittel weglassen, beispielsweise Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze. Welche das sind, ist aber von Patient zu Patient unterschiedlich.

Sie sollten also selbst herausfinden, was Ihre Haut guttut. Dabei hilft Ihnen ein Ernährungstagebuch.

Übergewicht abbauen

Fettgewebe, vor allem Fettdepots im Bauchraum, produziert unentwegt Entzündungsbotenstoffe. Übergewichtige Schuppenflechte-Pateinten können ihre Beschwerden deutlich verbessern, wenn sie abnehmen. In dem Fall sollte die Ernährung dazu beitragen, Gewicht abzubauen. Mit den oben beschiebenen Ernährungsregeln gelingt das besonders gut.

Wenn Sie sich ausführlicher über die Ernährung bei Psoraisis informieren möchten, lesen Sie den Beitrag Schuppenflechte - Ernährung

Psoriasis: Symptome

Die meisten Schuppenflechte-Patienten leiden unter Psoriasis vulgaris. Typisch für diese Form der schuppenflechte sind scharf begrenzte, gerötete und leicht erhabene Flecken auf der Haut. Sie sind mit silberweißen Schuppen bedeckt. Man bezeichnet sie als Plaques.

Die betroffenen Hautpartien sind mitunter klein und punktförmig, sie können aber auch größere Flächen bedecken und stark jucken.

Die oberflächlichen Schuppen lassen sich leicht abkratzen. Die tieferen sitzen dagegen fester auf einer jungen, dünnen Hautschicht. Entfernt man diese Schuppenschicht, so treten kleine, punktförmige Hautblutungen auf (Auspitz-Phänomen).

Die Plaques treten bevorzugt in folgenden Körperpartien auf:

  • Ellenbogen
  • Knie
  • Kreuzbeingegend
  • Behaarter Kopf
  • Gesäßfalte
  • Bereich hinter den Ohren
  • Bauchnabelregion

In schweren Fällen bleiben die entzündeten Hautveränderungen nicht auf bestimmte Regionen begrenzt. Sie treten dann großflächig auf weiten Teilen der Körperhaut auf.

Spezielle Formen der Psoriasis

Es gibt viele verschiedene Formen von Schuppenflechten, die verschiedene Symptome verursachen. Im Folgenden werden die wichtigsten erklärt:

Psoriasis guttata:Eine häufige Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis guttata. Sie tritt vor allem nach vorangegangenen (Mandel-)Infektionen auf und äußert sich in Form zahlreicher kleiner Flecke. Häufig geht eine Psoriasis guttata mit starkem Juckreiz einher.

Sie kann nach überstandener Infektion wieder zurückgehen oder in eine chronische Psoriasis vulgaris übergehen. Dann sind die Flecken in der Regel nicht so zahlreich, dafür aber größer.

Eruptiv-exanthematische Psoriasis: Die eruptiv-exanthematische Psoriasis tritt vor allem nach Infekten auf, kann aber auch die erste Form einer Neuerkrankung (Erstmanifestation) mit Schuppenflechte sein.

Innerhalb einiger Wochen entstehen kleine, oftmals stark juckende Herde an Körperstellen, an denen die „gewöhnliche Schuppenflechte“ (Psoriasis vulgaris) nicht vorkommt. Die eruptiv-exanthematische Schuppenflechte kann von selbst abheilen oder chronisch werden.

Psoriasis exsudativa: Eine stark entzündliche Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis exsudativa. Sie beginnt meist mit Symptomen der eruptiv-exanthematischen Psoriasis. Die betroffenen Stellen röten sich anschließend stark und entwickeln dann einen entzündeten „Saum“. Dabei tritt Wundsekret an die Oberfläche, das in Form gelblicher Krusten die Schuppenflechte-Herde bedeckt.

Psoriasis pustulosa:Die Psoriasis pustulosa ist eine eher seltene Sonderform der Schuppenflechte. Typisch sind mit Eiter gefüllte Bläschen (Pusteln) auf geröteter Haut. Meist tritt diese Form der Schuppenflechte an den Händen und den Füßen auf, vor allem an den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Bei der generalisierten Form ist hingegen der ganze Körper betroffen.

Psoriatische Erythrodermie: Die psoriatische Erythrodermie ist eine seltene Form der Schuppenflechte, bei der sich die gesamte Haut rötet und verdickt. Dadurch wird sie starrer und kann über den Gelenken einreißen und sogenannte Schrunden bilden. Die Schuppung ist bei dieser Form weniger stark ausgeprägt.

Durch die großflächigen Hautentzündungen entwickeln die Pateinten meist auch allgemeine Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl.

Psoriasis inversa: Eine Psoriasis inversa kommt vor allem an Körperregionen vor, an denen die Haut aneinander scheuert, zum Beispiel an den Achseln, in der Analfalte und an den Kniekehlen.

Schuppenflechte der Kopfhaut

Bei mehr als zwei Dritteln der Patienten betrifft die Schuppenflechte auch die Kopfhaut. Oft reichen die Plaques über den Haaransatz heraus und sind deutlich auf der Stirn oder auch im Nacken zu sehen. Für die Betroffenen ist das besonders belastend, da sich die Hautveränderungen hier nur schwer kaschieren lassen.

Die Behandlung erfolgt mit den gleichen Wirkstoffen wie am übrigen Körper, nur dass am behaarten Kopf keine Cremes, sondern entsprechende Shampoos verwendet werden. Damit diese wirken können, müssen die Schuppen zuvor gelockert und möglichst entfernt werden. Auch dazu gibt es spezielle Shampoos.

Reicht eine äußerliche Behandlung nicht aus, helfen auch bei einer Psoriasis der Kopfhaut Medikamente die die Aktivität des Immunsystems bremsen.

Mehr zu dieser Ausprägung der Schuppenflechte lesen Sie im Betrag Schuppenflechte – Kopfhaut.

Psoriasis-Arthritis

Etwa jeder fünfte Schuppenflechte-Patient entwickelt im weiterer Krankheitsverlauf eine Psoriasis-Arthritis. Bis dahin vergehen meist einige Jahre. Dann springt die Entzündung auf die Gelenke über. Eine Psoriasis-Arthritis kann jedoch auch auftreten, bevor sich Hautsymptome zeigen. In Einzelfällen bleibt die Haut sogar ganz symptomfrei.

Eine Schuppenflechte-Arthritis kann Gelenkhaut, Knochen, Knochenhaut sowie die Ansätze von Gelenkkapseln, Sehnen oder Bändern betreffen.

Häufig entzünden sich die Finger- oder Zehengelenke. Sie schmerzen dann und schwellen an. Häufig werden diese Symptome mit Rheuma oder Gicht verwechselt.

Manche Patienten bereiten vor allem die größeren Gelenken Beschwerden, und zwar symmetrisch vom Schlüsselbein bis zum Sprunggelenk.

Selten treten die Beschwerden in der Wirbelsäule oder den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken des Beckens auf. Dabei können sich die Gelenke versteifen. Oft wird diese Form der mit einem Morbus Bechterew verwechselt.

Schwierige Diagnose

Die Diagnose Psoriasis-Arthritis wird oft erst gestellt, wenn die charakteristischen Haut- und Nagelveränderungen vorliegen und sich außerdem der sogenannte Rheuma-Faktor im Blut nicht nachweisen lässt.

Behandelt wird die Psoriasis Arthritis in leichterten Fällen mit nicht-steroidalen Antirheumatika, die die Entzündung eindämmen sollen. Auch eine Physiotherapie kann helfen. In schwereren Fällen erhält der Patient stärkere Mittel, die das Immunsystem dämpfen.

Ausführlichere Informationen zu dieser Form der Schuppenflechte finden Sie im Beitrag .

Nagelpsoriasis

Häufig verändern sich bei Schuppenflechte auch die Finger- und Fußnägel. Typisch sind dann verschiedene charakteristische Fleckmuster. Oft verlieren die ihre Festigkeit. Sie werden dann porös oder sogar krümelig. Meist ist nicht nur ein Nagel betroffen, sondern gleich mehrere.

Der Nagel kann auch ganz abfallen, beispielsweise wenn sich das Nagelbett entzündet oder wenn die Haut unter dem Nagel stark schuppt.

Verwechslungsgefahr

Die Diagnose ist schwierig, wenn sich eine Nagelpsoriasis entwickelt, bevor die Hautsymptome der Schuppenflechte sichtbar sind. Dann besteht Verwechslungsgefahr mit Pilzinfektionen oder Ekzemen.

Eine Nagelpsoriasis sollte möglichst schnell behandelt werden, damit sich der Zustand der Nägel nicht weiter verschlechtert.

Zur Behandlung gibt es Präparate, die auf den kranken Nagel aufgetragen werden. Sie enthalten entweder Kortison oder Kortison plus Calcipotriol.

Nähere Informationen zu diesem speziellen Aspekt der Schuppenflechte erhalten Sie im Text Nagelpsoriasis.

Psoriasis: Untersuchungen und Diagnose

Der Arzt erkennt Schuppenflechte an den typischen Hautveränderungen, die meist an charakteristischen Körperregionen wie Ellenbogen, Knie, Gesäßfalte, behaarter Kopf auftreten.

Punktförmige Blutungen

Einen deutlichen Hinweis liefert auch ein einfacher Hauttest: Typisch für Psoriasis ist, dass punktförmige Hautblutungen auftreten, wenn er die letzte Schuppenschicht einer betroffenen Stelle entfernt wird.

Veränderte Nägel

Auch die Nägel verändern sich bei Schuppenflechte häufig: Sie sind fleckig, gelblich und brüchig. Solche Nagelveränderungen können den Verdacht auf eine Schuppenflechte erhärten.

Ist die Diagnose unklar, kann der Arzt eine Hautprobe (Biopsie) entnehmen, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen. Dazu gehören:

Schuppenflechte: Krankheitsverlauf und Prognose

Schuppenflechte kann in jedem Alter auftreten. Häufig bricht sie aber zum ersten Mal im jungen Erwachsenenalter aus. In Deutschland leiden ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung, also rund zwei Millionen Menschen, mehr oder weniger schwer unter Psoriasis.

Die Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Sie verläuft in Schüben, das heißt, relativ beschwerdefreie Zeiten wechseln sich mit Phasen starker Schuppenflechte-Symptome ab. Bei einigen Patienten verschwinden die Symptome auch für längere Zeit vollständig oder kehren sogar gar nicht mehr zurück.

Schuppenflechte verläuft individuell höchst unterschiedlich hinsichtlich:

  • Schwere und Art der Hautsymptome
  • Lokalisation (Ort) der Hautsymptome
  • Dauer der Schübe
  • Häufigkeit und Schwere der Schübe
  • Dauer der (relativ) beschwerdefreien Zeiträume

Schüben vorbeugen

Durch einen entsprechenden Lebensstil können Schuppenflechte-Patienten selbst dazu beitragen, dass die Schübe seltener werden und weniger schwer verlaufen. Dazu gehört insbesondere die Fähigkeit, mit Stress umzugehen und unnötige Belastungen zu vermeiden, eine antientzündliche Ernährung, der Abbau von Übergewicht und Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.

Weiterführende Informationen

Bücher:

  • Psoriasis (Schuppenflechte) / Neurodermitis (Endogenes Ekzem) - Antworten zu Alltagsfragen von A-Z (Günther N Schäfer, Selbstverlag, 2006)

Leitlinien:

  • S3-Leitlinie "" der Deutschen Dermatologische Gesellschaft (2017)

Selbsthilfegruppen:

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