HPV-Test

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Florian Tiefenböck

Florian Tiefenböck ist freier Autor in der e-happiness-Medizinredaktion.

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Mit dem HPV-Test lassen sich bei Frauen Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) nachweisen. Das Ziel dabei ist in erster Linie, Hochrisiko-HPV-Viren auszumachen, welche die Gefahr für Gebärmutterhalskrebs erhöhen. Der Test ist allerdings keine Alternative zur Krebsvorsorge. Er zeigt nur die Viren an, Tumorzellen werden damit nicht erfasst. Die HPV-Test-Kosten werden nicht immer von den Krankenkassen übernommen. Lesen Sie hier mehr über den HPV-Test.

hpv

Wie läuft der HPV-Test ab?

Beim HPV-Test wird – ähnlich wie beim PAP-Test – ein Abstrich vom Muttermund und aus der Öffnung des Gebärmutterhalses entnommen. Im Labor wird dieser auf HPV-Viren hin untersucht. Für den HPV-Test stehen verschiedene Testverfahren zur Verfügung: die Polymerasekettenreaktion sowie Hybridisierungsverfahren wie Hybrid-Capture 2.

Polymerasekettenreaktion (PCR)

Bei diesem HPV-Testverfahren vervielfältigt man das Erbgut der in einer Zellprobe entdeckten HPV-Viren mithilfe der sogenannten Polymerasekettenreaktion (PCR). Anschließend kann der genaue Virustyp bestimmt werden.

Hybrid-Capture 2 (HC2)

Mit diesem HPV-Test lassen sich anhand aufwändiger Laborverfahren 18 HPV-Typen im Abstrich erkennen: 13 high-risk-HPV-Typen und 5 low-risk-HPV-Typen. Das Testergebnis gibt aber nur die Gruppe an. Welcher Vertreter der high-risk- oder der low-risk-Gruppe genau in der Probe zu finden ist, lässt sich mit diesem HPV-Test nicht sagen.

Wann wird der HPV-Test durchgeführt?

Junge Frauen sollten spätestens ab dem 20. Lebensjahr zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung bei ihrem Frauenarzt gehen. Ein Teil dieser regelmäßigen Untersuchung ist der sogenannte zytologische PAP-Test (benannt nach dem griechischen Arzt Papanicolaou) zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Ab dem 30. Lebensjahr kann zusätzlich der HPV-Test durchgeführt werden. In jüngeren Jahren sind HPV-Infektionen häufig zu finden, verschwinden meist aber auch schnell wieder. Daher ist der HPV-Test erst ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Nicht zuletzt werden so auch weniger Frauen unnötig verunsichert.

Unabhängig vom Alter einer Frau kann ein HPV-Test sinnvoll sein, wenn der Pap-Test ein unklares Eregbnis liefert. Zudem wird der Test oft nach der operativen Behandlung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals (zervikale intraepitheliale Neoplasie, CIN) durchgeführt, um den Therapieerfolg zu prüfen.

HPV-Test vor der HPV-Impfung?

Vor einer HPV-Impfung einen HPV-Test durchzuführen, gilt als nicht sinnvoll. Die verfügbaren Testverfahren (HC2) weisen nämlich lediglich eine Infektion mit HPV-Viren aus der Hochrisiko- oder Niedrigrisiko-Gruppe nach, der genaue Typ lässt sich nicht identifizieren. Selbst bei bereits bestehender Infektion mit einem HPV-Typ, kann die Impfung immerhin noch vor der Ansteckung mit anderen Typen schützen.

HPV-Test: Das Ergebnis

Ein negativer HPV-Test bedeutet, dass im Moment keine HPV-Infektion vorliegt. Es könnte aber schon früher eine solche Infektion bestanden haben, die jedoch mittlerweile ausgeheilt ist.

Ist der HPV-Test positiv, ist dies zunächst kein Grund zur Sorge. Die meisten Frauen infizieren sich irgendwann mit HPV, aber nur relativ wenige entwickeln daraufhin Krebs. Dennoch sollte die Genitalschleimhaut nach zwölf Monaten erneut kontrolliert und der HPV-Test wiederholt werden.

Besonders bei steigernder Entartung der Zellen (Pap IIw-III) werden die Veränderungen in engeren Zeitabständen kontrolliert. Lautet das Testergebnis noch dazu Hochrisiko-HPV positiv, verkürzt sich der Zeitraum bis zur nächsten Untersuchung auf drei bis sechs Monate.

HPV-Test: Männer

Wenn die Lebenspartnerin durch HPV erkrankt ist, sollten sich Männer gründlich von einem Urologen oder Hautarzt untersuchen lassen. Ein HPV-Test wird bei ihnen nicht durchgeführt. Der Grund: Die derzeit verfügbaren Testverfahren können ein HPV-Infektion zwar gut an der Gebärmutterschleimhaut, aber nur schlecht an anderen Körperstellen (wie Penis) nachweisen.

HPV-Test: Kosten

Die HPV-Test-Kosten im Rahmen der Krebsfrüherkennung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die Untersuchung gilt hier als Wunschleistung (individuelle Gesundheitsleistung, IGeL). Ist ein PAP-Abstrich jedoch auffällig, zahlen alle Kassen die Überprüfung auf HPV. Auch nach der operativen Entfernung von Gebärmutterhalskrebs beziehungsweise dessen Vorstufen werden die Kosten für den HPV-Test von den Kassen meist übernommen.

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