Hämorrhoiden - Schwangerschaft

Mareike Müller

Mareike Müller ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und Assistenzärztin für Neurochirurgie in Düsseldorf. Sie studierte Humanmedizin in Magdeburg und sammelte viel praktische medizinische Erfahrung während ihrer Auslandsaufenthalte auf vier verschiedenen Kontinenten.

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Bei Frauen gibt es einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung von Hämorrhoiden: Schwangerschaft. Lesen Sie hier, warum gerade werdende Mütter oft an Hämorrhoiden leiden und was man dagegen tun kann!

Hämorrhoiden_Schwangerschaft

Hämorrhoiden: Schwangerschaft als Risikofaktor

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft kommen bei etwa der Hälfte aller werdenden Mütter vor. Sie sind meistens milde, in der Regel handelt es sich um die Schweregerade 1 oder 2. Nur selten entwickeln Schwangere ein schwereres Hämorrhoidalleiden.

Das Risiko für Hämorrhoiden in der Schwangerschaft steigt für Frauen, die bereits Kinder haben oder die etwas älter sind. Bei Frauen, die bereits vorher Hämorrhoiden beklagten, verschlimmern sich die Symptome während der Schwangerschaft und bei der Geburt.

Ursache von Hämorrhoiden (Schwangerschaft)

Es gibt verschiedene Gründe, warum viele Frauen in der Schwangerschaft Hämorrhoiden haben. Das wachsende Kind im Mutterleib erhöht den erhöhten Druck im Bauchraum und damit auch auf die Gefäße des Hämorrhoidalpolsters: Das Blut fließt von dort schlechter ab und staut sich.

Das Ungeborene drückt ebenfalls auf den Darm. Deshalb haben Schwangere oft Verstopfung. Das starke Pressen beim Stuhlgang kann das Risiko für Hämorrhoiden in der Schwangerschaft ebenfalls erhöhen.

Außerdem steigern verschiedene Hormone den Blutzufluss während der Schwangerschaft. Durch das vermehrte Blut in den Arterien und den verschlechterten Abfluss in den Venen staut sich das Blut. Das begünstigt Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zusätzlich.

Behandlung von Hämorrhoiden (Schwangerschaft)

Hämorrhoiden werden während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt im sogenannten Wochenbett bevorzugt mit konservativen Maßnahmen behandelt. Beherzigen Sie dazu folgende Ratschläge:

  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich.
  • Trinken Sie ausreichend, vor allem Wasser, Tee oder Saftschorle.

Zusätzlich können Sie mit speziellen "Hämorrhoiden-Salben" oder "Hämorrhoiden-Zäpfchen" die Beschwerden lindern. Die Präparate enthalten entzündungshemmende, zusammenziehende oder lokal betäubende Wirkstoffe. Ihr Arzt kann Ihnen ein passendes Präparat verschreiben. Es gibt auch pflanzliche Hämorrhoiden-Salben oder -Zäpfchen (etwa mit Hamamelis). Diese bekommen Sie rezeptfrei in der Apotheke. Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt beim nächsten Termin über die Anwendung solcher Präparate.

Häufig bilden sich die Hämorrhoiden nach der Geburt bald zurück. Eine gezielte Entfernung der Hämorrhoiden (etwa durch eine Operation) ist deshalb im Allgemeinen nicht nötig. In Ausnahmefällen kann ein Eingriff aber ratsam sein, zum Beispiel bei starken Blutungen oder einem Vorfall des Afters (Analprolaps). Nach Möglichkeit entfernt man aber frühestens zwei Monate nach der Geburt die Hämorrhoiden. In der Schwangerschaft selbst vermeidet man einen solchen Eingriff.

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