Gerstenkorn - Hausmittel

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Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Gerstenkorn-Hausmittel sind beliebt: Viele Patienten schwören auf die Heilkraft von feucht-warmen Kompressen oder Breiumschlägen für das erkrankte Auge. Doch solche Hausmittel gegen Gerstenkorn können manchmal mehr schaden als nutzen. Lesen Sie hier mehr über die Wirksamkeit und möglichen Risiken von Gerstenkorn-Hausmitteln und warum gesunde Ernährung und viel Bewegung die beste Strategie gegen Gerstenkorn sind!

gerstenkorn

Gerstenkorn-Hausmit Feuchte Kompressen

Ein beliebtes Hausmittel gegen Gerstenkorn sind feuchte Kompressen. Sie sollen auf das entzündete Auge aufgelegt oder zum Abtupfen des Auges verwendet werden. Zur Herstellung nimmt man zum Beispiel Kamillentee aufgrund seiner leicht entzündungshemmenden Eigenschaften.

Solche feuchten Kompressen sind aber als Hausmittel gegen Gerstenkorn (oder andere Augeninfektionen) wenig geeignet: Die Feuchtigkeit bewirkt, dass die Haut aufweicht und die Erreger sich leichter verteilen. So steigt das Risiko, die Infektion zu verschleppen. Zudem können selbst hergestellte Kräuterkompressen mit Kamille am Auge allergische Reaktionen hervorrufen – als Gerstenkorn-Hausmittel sind sie daher eher nicht zu empfehlen.

Gerstenkorn-Hausmit Breiauflagen

Auch selbst hergestellte Breiumschläge werden oft als wirksames Gerstenkorn-Hausmittel angepriesen. Dazu werden zum Beispiel Leinsamen in Wasser (2 Teile Wasser plus 1 Teil Leinsamen) gekocht, bis sie aufquellen. Anschließend gibt man den dicken Brei in ein kleines Leinensäckchen. Sobald ernicht mehr zu heiß ist, legt man den Umschlag auf das erkrankte Auge auf. Das Ganze kann man zwei- bis viermal täglich wiederholen. Es soll die Abkapselung und den Durchbruch des Eiters aus dem Gerstenkorn beschleunigen.

Manche Ärzte raten von einem Leinsamen-Breiumschlag als Gerstenkorn-Hausmittel ab, weil das erkrankte Auge so wenig wie möglich manipuliert werden sollte. Andere Mediziner halten die Anwendung für durchaus hilfreich, wenn man einige Dinge beachtet: So sollte man für jede Auflage ein neues, sauberes Leinentuch verwenden. Sorgfältige Hygiene ist nämlich sehr wichtig, um eine Ausbreitung der Bakterien zu verhindern.

Altbewährt: Ein starkes Immunsystem

Ein Gerstenkorn ist eine bakterielle Infektion, die durch ein schwaches Immunsystem begünstigt wird. Das beste Gerstenkorn-Hausmittel besteht deshalb darin, die eigenen Abwehrkräfte zu stärken. Dabei hilft eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Achten Sie besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C und Vitamin E. Beide Vitamine finden sich in Obst und Gemüse wie Paprika, Brokkoli, Blumenkohl, Johannisbeeren, Erdbeeren, Nüssen, Körnern und grünem Blattgemüse sowie in pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Sonnenblumenöl und Distelöl.

Auch mit regelmäßiger Bewegung stärken Sie Ihr Immunsystem. Gehen Sie zum Beispiel täglich mindestens eine halbe Stunde stramm spazieren. Suchen Sie sich außerdem eine Sportart, die Ihnen Spaß macht und die Sie fit hält! Dieses „Gerstenkorn-Hausmittel“ empfiehlt sich nicht nur gegen Infektionen am Auge, sondern kann sie allgemein vor Erkrankungen schützen.

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