Dementielles Syndrom

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Der Begriff Dementielles Syndrom (oder Demenzielles Syndrom) wird oft gleichbedeutend mit Demenz verwendet. Er kennzeichnet einen allgemeinen intellektuellen Abbau. Ein dementielles Syndrom manifestiert sich meist in Form der Alzheimer-Krankheit, der vaskulären Demenz oder als Mischform davon. Es kann aber auch bei Hirnentzündungen, anderen Hirnabbaukrankheiten (wie Multipler Sklerose) und chronischem Alkoholmissbrauch auftreten. Lesen Sie mehr über das Dementielle Syndrom!

Dementielles Syndrom

Was ist ein Dementielles Syndrom?

Der Begriff Dementielles Syndrom (chronisches hirnorganisches Psychosyndrom) steht für einen allgemeinen intellektuellen Abbau. Dieser beginnt meist mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie affektiven (emotionalen) Beeinträchtigungen. Im weiteren Verlauf kann sich die Persönlichkeit des Patienten deutlich verändern.

Auch neurologische Ausfälle begleiten ein dementielles Syndrom, und zwar sogenannte Werkzeugstörungen. Das sind zentralnervös bedingte Störungen „höherer“ Hirnleistungen, also zum Beispiel Sprachstörungen, Störungen des Erkennens bekannter Gegenstände (wie Banane), Unfähigkeit zu schreiben, zu lesen, zu rechnen oder Handlungsabläufe koordiniert auszuführen.

Pseudodemenz

Als Pseudodemenz bezeichnen Mediziner Hirnleistungsstörungen, die vorübergehend auftreten und durch eine Denk- und Antriebshemmung (vor allem bei schwerer Depression) vorgetäuscht werden.

Die depressive Pseudodemenz ist die häufigste Form von Pseudodemenz. Sie ist oft nicht leicht zu unterscheiden von einer beginnenden Demenzerkrankung (wie Alzheimer) oder dem gemeinsamen Auftreten einer Demenzerkrankung und einer Depression. Oft können Ärzte erst nach langer und sorgfältiger Beobachtung des Patienten die richtige Diagnose stellen.

Die depressive Pseudodemenz verschwindet in der Regel, wenn die Depression fachgerecht behandelt wird (mit Medikamenten und nicht-medikamentösen Maßnahmen).

Dementielles Syndrom: Alzheimer, Alkohol, Aids

Ein Dementielles Syndrom tritt am häufigsten in Form der Alzheimer-Krankheit (Demenz vom Alzheimer-Typ, DAT) auf. Weit verbreitet sind auch die vaskuläre Demenz sowie gemischte Demenzen (vor allem Mischformen aus Alzheimer und vaskulärer Demenz). Eine seltenere Demenzform ist etwa die Lewy-Body-Demenz.

Ein dementielles Syndrom kann auch die Folge einer Hirnentzündung oder einer traumatischen Hirnschädigung sein. Im zweiten Fall spricht man zum Beispiel von der „Boxerdemenz“.

Andere Hirnabbaukrankheiten können ebenfalls ein dementielles Syndrom nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise Chorea Huntington, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Multiple Sklerose und Morbus Parkinson (Parkinson-Demenz).

Es gibt auch eine sogenannte Aids-Demenz (primäre HIV-Enzephalopathie): Sie ist die häufigste Komplikation im Bereich des Gehirns bei einer HIV-Infektion.

Andere zum Teil behandelbare Erkrankungen können ebenfalls mit einem dementiellen Syndrom einhergehen. Dazu zählen etwa Stoffwechsel- und Hormonstörungen (wie Schilddrüsenunterfunktion), Mangel an bestimmten Vitaminen (B12, B1, Nikotinsäure), Tumoren und Formen von Wasserkopf (Hydrocephalus communicans).

Oft ist auch chronischer Alkoholmissbrauch der Auslöser für Demenzerscheinungen. Entstehende Gedächtnislücken füllen die Betroffenen oft mit erfundenen Inhalten (Korsakow-Syndrom).

Abgesehen von Alkoholismus können auch andere chronische Vergiftungen (etwa mit Medikamenten, Drogen, Lösungsmitteln) ein dementielles Syndrom hervorrufen.

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