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Schwanger werden

Mit dem schwanger werden ist das so eine Sache: Zuerst möchten es viele Frauen jahrelang unbedingt vermeiden, doch plötzlich tickt die biologische Uhr und es eilt. Dann sollte es doch bitte möglichst sofort klappen. Lesen Sie hier, wann der beste Zeitpunkt ist, wie das schwanger werden vielleicht schneller gelingt und was Sie mit zunehmendem Alter bedenken sollten.

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Wann kann eine Frau schwanger werden?

Junge Frauen oder Mädchen können schwanger werden, sobald die Hormone sie ins geschlechtsreife Alter befördern. Heutzutage geschieht dies bei allen Heranwachsenden, auch Jungen, viel früher. So manches Mädchen könnte heute schon mit knapp elf Jahren schwanger werden.

Auch eine junge Frau, die noch keine erste Periode hatte, sollte verhüten. Theoretisch kann sie sich gerade kurz vor ihrem allerersten Eisprung befinden und somit schwanger werden.

Ähnliches gilt im Übrigen für Frauen rund um die Menopause. Erst wenn die Monatsblutung länger als ein Jahr ausgeblieben ist, findet mit großer Wahrscheinlichkeit kein Eisprung mehr statt und Sie können nicht mehr schwanger werden. Mitunter kann eine Hormonanalyse beim Frauenarzt weiterhelfen.

Wie werde ich schwanger?

Alle Verhütungsmethoden sind abgesetzt, für romantische Stimmung ist gesorgt – dann kann es ja losgehen mit dem schwanger werden! Ganz so einfach ist das leider nicht. Voraussetzung zum schwanger werden ist, dass - neben Geschlechtsreife und Geschlechtsverkehr - im Körper der Frau eine Eizelle heranreift und es zum Eisprung kommt. Trifft dann relativ pünktlich zum Eisprung ein befruchtungsfähiges Spermium ein und verschmilzt mit der Eizelle, können Sie theoretisch schwanger werden.

Doch selbst die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ist nicht unbedingt ein Garant für eine Schwangerschaft. Die befruchtete Eizelle muss es zudem in die Gebärmutterhöhle schaffen und sich stabil einnisten. Bestenfalls hat sich dort die Gebärmutterschleimhaut bereits auf die Eizelle vorbereitet. Damit Sie schwanger werden, sind zahlreiche, fein aufeinander abgestimmte Schritte nötig.

Wann ist der beste Zeitpunkt schwanger zu werden?

Einmal im Monat, also etwa alle 28 Tage reift ein Ei im Körper der Frau. Schwanger werden können Sie nur an den fruchtbaren Tagen. Diese liegen um den Eisprung (Ovulation) herum, der etwa 14 Tage nach dem ersten Tag der letzten Periode einsetzt. Mitunter findet der Eisprung auch ein paar Tage später statt, individuelle Unterschiede sind durchaus möglich. Springt das Ei, bedeutet dies, dass die Eizelle den Eierstock verlässt. Sie gelangt in den Eileiter und ist etwa 24 Stunden lang befruchtungsfähig.

Das Zeitfenster zum schwanger werden ist also klein und unter diesen Umständen grenzt es tatsächlich an ein Wunder, dass das schwanger werden klappt. Die Spermien verbessern die Situation jedoch etwas. Sie sind im Körper der Frau rund drei Tage, also etwa 72 Stunden überlebensfähig, manchmal auch noch ein bis zwei Tage länger. Die beste Zeit zum schwanger werden beginnt somit 72h vor und endet etwa 12h nach dem Eisprung.

Schwanger werden mit 35 plus

Das beste Alter zum schwanger werden liegt zwischen 20 und 30 Jahren. Nach dem 30. Lebensjahr sinkt bei Frauen die Fruchtbarkeit und damit auch die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Auch das Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildungen des Embryos steigt. Das Altersproblem trifft zwar Frauen etwas früher, aber auch Männer müssen damit rechnen, dass ihre Zeugungsfähigkeit ab etwa 40 Jahren abnimmt.

Wie lange dauert es schwanger zu werden?

Schwanger werden klappt nicht auf Anhieb? Dann sollten Sie nicht gleich verzweifeln. Die meisten Paare müssen es eine Weile versuchen. Manchmal muss sich auch der Körper der Frau erst mal daran gewöhnen, dass die hormonellen Verhütungsmittel nicht mehr den Takt angeben. Sollte sich innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft einstellen – regelmäßiger Geschlechtsverkehr vorausgesetzt – könnten organische Ursachen vorliegen, die die Fruchtbarkeit (Fruchtbarkeit Mann, Fruchtbarkeit Frau) beeinträchtigen und das schwanger werden erschweren. Hier ist es ratsam, dass Sie sich vom Frauenarzt beraten lassen.

Grundsätzlich gilt dabei: Je älter, desto länger kann es dauern, dass Paare auf natürlichem Weg schwanger werden. Eine Möglichkeit sich den Kinderwunsch trotzdem zu erfüllen, verspricht die künstlichen Befruchtung. Doch auch hier gilt, je älter Sie sind, desto geringer sind die Erfolgsaussichten. Auch mittels künstlicher Befruchtung kann schwanger werden mit 40 Jahren schwer werden.

Bei Frauen über 45 geht die Schwangerschaftsrate sogar gegen Null. Deshalb sollten Sie bei bestehendem unerfüllten Kinderwunsch nicht zu viel Zeit verstreichen lassen und rechtzeitig ärztlichen Rat einholen, wenn das schwanger werden nicht klappt.

Wie wird man schnell schwanger?

Schnell schwanger werden ohne Stress, wünscht sich jedes Paar. Mit der symptothermalen Methode, einer Kombination aus Zyklus-, Temperatur- und Zervikalschleimuntersuchung, können Sie eventuell etwas schneller schwanger werden. Die Methode ist auch unter dem Begriff der natürlichen Familienplanung (NFP) bekannt und hilft, den Eisprung zu erkennen. Wenn Sie wissen, wann Sie fruchtbar sind, können sie die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden erhöhen.

Bloß nicht schwanger werden klappt so übrigens auch: Geübte Frauen sollen mit der NFP-Methode offenbar einen ähnlichen Schutz wie mit der Antibabypille erreichen (Pearl-Index von 0,4). Zyklusunsicherheiten und fehlender Infektionsschutz machen sie aber nur in Ausnahmefällen zum geeigneten Verhütungsmittel.

Eisprungkalender: Menstruation und Zykluslänge

Damit das schwanger werden leichter gelingt, sollten Sie den ersten Tag Ihrer letzten Monatsblutung sowie die Länge Ihres Monatszyklus, also vom ersten Tag der Menstruation bis zum Einsetzen der darauffolgenden Monatsblutung, in Ihrem Eisprungkalender notieren. Auch Informationen über Zwischenblutungen, Schmerzen oder wann Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, können Sie festhalten. So haben Sie besser im Blick, wann Geschlechtsverkehr dazu führen könnte, dass Sie schwanger werden.

Aufwachtemperatur messen

Es gibt mehrere Indikatoren für die Tage an denen die Frau schwanger werden kann, einer davon ist dieser: Das Gelbkörperhormon Progesteron wirkt auf das Temperaturzentrum im Gehirn und lässt die Temperatur der Frau leicht ansteigen. Dies geschieht in der zweiten Zyklushälfte etwa ein bis zwei Tage nach dem Eisprung.

Damit Sie mithilfe dieser Methode schwanger werden, ist es wichtig, dass Sie immer zur gleichen Zeit messen, nämlich noch bevor Sie aufstehen. Diese Basaltemperatur übertragen Sie in ein Kurvenblatt Ihres Zykluskalenders. Haben Sie das ein paar Monate gemacht, können Sie Ihren Eisprung relativ gut vorhersehen. Doch Vorsicht: Alkohol, Schlafmangel und Infektionen können die Temperatur beeinflussen und das Ergebnis stören.

Zervixschleim und Muttermund

Zusätzlich zur Temperatur sollten Sie täglich die Beschaffenheit von Zervixschleim und Muttermund testen. Beides gibt zusätzlich Aufschluss über den Eisprung und die besten Tage zum schwanger werden.

Der Zervixschleim stammt von den Drüsen im Hals der Gebärmutter und lässt sich leicht mit zwei Fingern am Scheideneingang entnehmen. Kurz nach der Monatsblutung ist er kaum bis gar nicht vorhanden. Danach wird er flockig bis klebrig und erscheint gelblich-weiß. Ist der Schleim durchsichtig, relativ flüssig und bildet beim Auseinanderziehen von Daumen und Zeigefinger einen dünnen Faden, steht Ihr Eisprung kurz bevor. In dieser Konsistenz erleichtert er den Spermien das Vorwärtskommen und hilft beim schwanger werden. Kurz nach dem Eisprung verändert sich der Schleim und wird wieder zäh und weiß.

Außerdem lassen sich Festigkeit und Lage des Muttermunds mit den Fingern prüfen. Mit etwas Übung können Sie zwischen einem hoch- oder tiefgelegenen, sowie zwischen einem weichen und festen Muttermund unterscheiden. Ist der Muttermund weich, leicht geöffnet und liegt etwas höher im Scheideneingang, sind sie gerade fruchtbar und können schwanger werden. Nach der Menstruation ist der Muttermund fest und geschlossen.

Schwanger werden: Technische Hilfsmittel

Zyklus-Computer gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Einige messen die Temperatur oder den Schleim, andere den Hormongehalt im Urin. Seit neuestem gibt es auch Zyklus-Apps für Smartphones (NFP-Apps). Alle diese Hilfsmittel sollen Frau helfen, den Eisprung festzustellen und das schwanger werden zu erleichtern. Solange Studien fehlen, sind sie als Verhütungsmittel ungeeignet.

Wie wird man am besten schwanger?

Haben Sie ein paar Monate alle erhobenen Daten täglich in die Zyklustabelle eingetragen und eventuell durch Daten technischer Hilfsmittel ergänzt, können Sie Ihre fruchtbaren Tage im kommenden Zyklus gut vorhersagen. Möchten Sie schwanger werden, dürfen Sie aber nicht erst zum Eisprung Geschlechtsverkehr haben, sondern bereits ein paar Tage vorher.

Schwanger werden: Tipps

Folgende Punkte können beim schwanger werden helfen:

  • Lustkiller: Denken Sie beim Sex nicht nur ans Kinderkriegen, es soll auch Spaß machen!
  • Wie oft Sex? Um schwanger zu werden gilt etwa jeder dritte Tag (ohne Zykluskontrolle) als guter Wert
  • Stellungen im Liegen versprechen mehr Erfolg
  • Kinderwunsch-Gleitmit hierbei soll ein spermienfreundlicher pH-Wert das schwanger werden erleichtern

Fruchtbarkeitsfördernd für Mann und Frau:

  • Gesunde Lebensweise: Sport, Bewegung, kein Stress
  • Kein Alkohol-, Nikotin- und Drogenmissbrauch
  • Vitaminreiche Ernährung
  • Gewichtsreduktion (ggf. Gewichtszunahme)

Auch wenn Ihr Kinderwunsch groß ist, ist es ratsam, keinen Druck aufzubauen und dafür zu sorgen, dass schwanger werden weiterhin Spaß macht.

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Autor:
Dr. Nicole Wendler
Quellen:
  • Dietrich K. et al.: Reproduktionsmedizin, Springer Verlag, 2013
  • Weyerstahl, T. & Stauber, M.: Duale Reihe – Gynäkologie und Geburtshilfe, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2013
  • Robert Koch Institut (RKI): KiGGS - Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. http://www.rki.de (Abruf: 20.12.2016)
  • Bundesverband der Frauenärzte e.V.: www.frauenaerzte-im-netz.de (Abruf: 20.12.2016)
  • Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie und Stoffwechsel: http://www.endokrinologie.net (Abruf: 20.12.2016)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: http://www.bzga.de und http://www.familienplanung.de (Abruf: 20.12.2016)
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