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Heilpflanzen

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Sie haben Beschwerden und möchten wissen, welche Heilpflanze Ihnen Linderung verschafft? Hier finden Sie in wenigen Schritten die beste Pflanze zur Behandlung.
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Heilpflanzen nach Anwendungsgebiet

Was sind Heilpflanzen?

Heilpflanzen werden zur Linderung oder Heilung krankhafter Beschwerden eingesetzt. Die Heilkraft mancher Pflanzen erkannte der Mensch durch die Beobachtung, dass Tiere im Krankheitsfall gezielt bestimmte Kräuter fressen. Das Wissen um die Wirkung anderer Heilpflanzen verdanken wir der menschlichen Intuition. Dabei spielte die Signaturenlehre oftmals eine wichtige Rolle: Aus Farbe, Form, Geschmack, Geruch, Wachstumszeit und Standort einer Pflanze wurde auf ihre Heilwirkung geschlossen (Beispiel: Walnüsse sind gut für das Gehirn, weil sie in ihrer Form diesem ähneln).

So werden Heilpflanzen angewendet

Heilpflanzen werden in unterschiedlichsten Darreichungsformen angewendet, beispielsweise als Tee, Dragee, Salbe, Sirup oder in Form von Tropfen und Tinkturen. Manche Zubereitungen wie Tees und Tinkturen kann man selbst herstellen, indem man die betreffende Pflanze sammelt und entsprechend verarbeitet. Sorgfältiger zubereitete Heilpflanzen-Präparate mit einem gesicherten Wirkstoffgehalt erhält man jedoch in der Apotheke. Die Darreichungsform einer Heilpflanze beeinflusst ihre Wirksamkeit. So lassen sich etwa die hustenstillenden und reizlindernden Schleimstoffe aus Malvenblättern nicht mit dem Übergießen heißen Wassers herauslösen. Stattdessen ist ein Kaltwasserauszug notwendig: Man übergießt die Blätter mit kaltem Wasser und lässt sie mehrere Stunden stehen. Dann kurz erwärmen, abseihen und trinken. Wer selber Heilpflanzen sammeln und einsetzen will, sollte sich daher vorher über die richtige Anwendung und Zubereitung informieren.

Potential und Grenzen der Phytomedizin

Die jahrhundertelange bewährte Anwendung vieler Heilpflanzen wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich unter die Lupe genommen: Man wollte die überlieferte Wirkung von Heilpflanzen zur Linderung bestimmter Leiden eindeutig nachweisen. Wo dies gelang, erhielten die betreffenden Pflanzen wissenschaftliche Anerkennung und dienten vielfach der Entwicklung pflanzlicher Arzneimittel (Phytopräparate). Ein Beispiel dafür sind Johanniskrautpräparate gegen leichte depressive Verstimmungen. Daneben gibt es auch Heilpflanzen, deren Wirksamkeit nicht oder noch nicht nachgewiesen wurde. Manche davon sind von den Behörden als „traditionelles pflanzliches Arzneimittel“ zugelassen: Diese Pflanzen zeigen laut langjähriger Erfahrung (wenn auch nicht in wissenschaftlichen Studien) eine Wirkung bei bestimmten Beschwerden, und ihre Anwendung gilt als gesundheitlich unbedenklich. Ob mit „echten“ pflanzlichen Arzneimitteln oder traditionell angewendeten Arzneimitteln: Die Pflanzenheilkunde (Heilpflanzenkunde) bietet viele Chancen in der Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen, hat aber auch ihre Grenzen:

Monotherapie und adjuvante Therapie

Zur Linderung von leichteren Beschwerden und Erkrankungen reicht eine Behandlung mit Heilpflanzen (also als Monotherapie) oft aus. So lassen sich etwa Halsschmerzen mit einer Gurgellösung aus Salbei, Thymian oder Spitzwegerich vertreiben, Ingwertee oder das Kauen eines Stückes Ingwerwurzel bekämpft Übelkeit und Baldrian hilft bei nervöser Unruhe und Einschlafproblemen. Bei anderen Erkrankungen ist eine schulmedizinische Behandlung erforderlich. Hier kann die Phytotherapie aber vielfach unterstützend (das heißt als adjuvante Therapie) eingesetzt werden. Ein Beispiel ist die Rheumatoide Arthritis (Rheuma), die mit entsprechenden chemischen Medikamenten behandelt wird. Zusätzlich können Patienten beispielsweise von Brennnesselwurzelextrakten profitieren: Diese wirken nachweislich schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Vorsicht Wechselwirkungen!

Manche Heilpflanzen können die Wirkung von chemischen Medikamenten beeinflussen. So kann etwa das pflanzliche Antidepressivum Johanniskraut die Wirkung der Verhütungspille, bestimmter Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien vom Cumarintyp) und vieler anderer Arzneimittel abschwächen. Wer schulmedizinisch behandelt wird und auch Heilpflanzen anwenden will, sollte dies deshalb zuerst mit einem Arzt oder Apotheker besprechen.

Geschichte der Pflanzenheilkunde

Erste schriftliche Belege über die Anwendung von Heilpflanzen stammen aus Babylonien: Auf etwa 5.000 Jahre alten Tontafeln sind die Wirkungen von Thymian, Schlafmohn, Sennesblättern und anderen Heilpflanzen beschrieben. Andere Hochkulturen wie Ägypter, Griechen und Römer entwickelten die Pflanzenheilkunde weiter. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches sorgten im Mittelalter vor allem Klostermönche dafür, dass das antike Wissen um die Wirkung von Heilpflanzen nicht verloren ging. Einen reichen Erfahrungsschatz, was die Anwendung und Zubereitung von Heilpflanzen betrifft, besaßen auch weise Frauen und Hebammen – und landeten dafür oft als Hexen auf dem Scheiterhaufen.

Moderne Phytotherapie

Heute kennt man ungefähr 3.000 Heilpflanzen – viele davon finden Sie in unserem Heilpflanzenlexikon. Aus etwa 500 Heilpflanzen werden heutzutage pflanzliche Arzneimittel hergestellt: In manchen Fällen werden Heilpflanzen als Ganzes oder in Teilen (Wurzeln, Blätter etc.) zu Heilzwecken verwendet, so etwa Brennnesseln, Thymian und Ginseng. In anderen Fällen isoliert man die wirksamen Inhaltsstoffe aus den Heilpflanzen und setzt nur diese medizinisch ein, so etwa Herzglykoside (Digitalis-Glykoside) aus dem Fingerhut und Atropin aus der Tollkirsche: Diese Substanzen sind nur in einem engen Dosisbereich heilsam – eine geringfügig höhere Dosierung kann dagegen tödliche Folgen haben. Herzglykoside und Atropin besitzen also eine geringe therapeutische Breite, wie Mediziner dies nennen. Eine direkte Anwendung der jeweiligen Heilpflanze (Fingerhut, Tollkirsche) wäre in solchen Fällen aufgrund des schwankenden Wirkstoffgehaltes in Pflanzen zu gefährlich.

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