E 150d: Zuckerkulör

Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Der Farbstoff E 150d, auch (Ammoniumsulfit-)Zuckerkulör genannt, ist ein synthetischer Lebensmittel-Zusatzstoff, der dazu verwendet wird, Nahrungsmittel-Produkte braun zu färben. Er ist eine Form von Zuckerkulör (E 150a). Erfahren Sie hier, wofür E 150d eingesetzt wird und welche Risiken sein Verzehr birgt.

E150d

E 150d – was ist das?

Zuckerkulöre, also auch der Farbstoff E 150d, sind komplexe Mischungen von Stoffen, die durch Erhitzung von Kohlenhydraten (z. B. Glucosesirup, Saccharose, Invert- oder Traubenzucker) auf 120 bis 150 Grad hergestellt werden. Bei bestimmten Zuckerkulören – E150 a bis E 150d – können Säuren, Alkalien und Salze, Sulfite und/oder Ammoniumverbindungen eingesetzt werden, um die Karamellisierung zu beschleunigen. Bei E 150d werden Sulfit- und Ammoniumverbindungen genutzt, daher auch der Name Ammoniumsulfit- oder auch Ammonsulfit-Zuckerkulör.

Bestimmte Begrenzungen gelten für den Farbstoff E 150d nicht, er darf allerdings nur bei Lebensmitteln verwendet werden, bei denen der Einsatz von Zusatzstoffen grundsätzlich erlaubt ist.

Wo wird E 150d verwendet?

In den Fokus der Öffentlichkeit geriet der Farbstoff E 150d vor einigen Jahren, als der Bundesstaat Kalifornien 4-Methylimidazol (4-MEI), das beim Rösten entsteht und als Nebenprodukt in bestimmten Zuckerkulör-Varianten (E 150c und E 150d) enthalten sein kann, als krebserregend einstufte. Daraufhin passten Brause-Giganten wie Coca Cola und Pepsi in den USA ihre Rezeptur an. In Europa ist der Farbstoff nach wie vor erlaubt, der zugelassene Wert ist mehr als 1.500 Mal so hoch wie der kalifornische.

Neben der braunen Trinkbrause enthalten auch diese Produkte häufig den Farbstoff E150d, zum Beispiel:

  • Malzbier, Bier, Whisky
  • Alkopops
  • Lakritz
  • Aceto Balsamico (Balsamico-Essig)
  • Marmelade, Konfitüre
  • Soßen
  • Süßigkeiten

E 150d – ist es bedenklich?

Der Farbstoff E 150d ist als unbedenklich eingestuft, weshalb für ihn kein ADI-Wert festgelegt ist. ADI steht für „Acceptable Daily Intake“, also die erlaubte Tagesdosis für einen Lebensmittel-Zusatzstoff, aber auch für Medikamente und Pestizide.

Für die Summe aller Zuckerkulöre liegt diese Aufnahmeempfehlung bei maximal 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Aufgrund des in E 150d enthaltenen 4-MEI besteht jedoch Krebsverdacht – was in Studien allerdings bisher nur an Mäusen nachgewiesen wurde. In Tierversuchen hatte 4-MEI zudem Krämpfe ausgelöst. Allerdings müsste ein Mensch eine Unmenge davon aufnehmen, um krebsgefährdet zu sein, so die US-Nahrungsmittelkontrolleure: mehr als tausend Dosen Cola – pro Tag.

Wer sichergehen möchte, sollte dennoch Produkte mit E 150d meiden, also entsprechend die Zutatenliste studieren und im Zweifelsfall zu Bioprodukten greifen. Denn laut EG-Öko-Verordnung sollen Lebensmittelfarbstoffe Nahrungsmittelprodukten nicht zugesetzt werden, wenn deren Zweck lediglich darin besteht, eine bestimmte Farbe zu verleihen. Entsprechend sind bei Bio-Lebensmitteln unter anderem Farbstoffe komplett untersagt.

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