Laufen lernen

aktualisiert am
Dr. Nicole Wendler

Nicole Wendler ist promovierte Biologin aus dem Bereich Onkologie und Immunologie. Als Medizinredakteurin, Autorin und Lektorin ist sie für verschiedene Verlage tätig, für die sie komplizierte und umfangreiche medizinische Sachverhalte einfach, prägnant und logisch darstellt.

4,7 / 5 23 Bewertungen – Ihre Bewertung

Laufen lernen Babys unterschiedlich schnell. Die meisten Kinder fangen zuerst mit dem Sitzen und Krabbeln an, bevor sie sich hochziehen und erste Schritte üben. Manches Baby überspringt aber auch eine Phase. Erfahren Sie hier, wann Babys laufen lernen, welche körperlichen Voraussetzungen sie dafür brauchen und wie Sie Ihr Baby beim Laufenlernen unterstützen können.

Baby beim Laufenlernen

Laufen lernen: Ein komplexer Vorgang

Für motorische Fähigkeiten wie das Laufenlernen müssen verschiedene Körperteile perfekt zusammenarbeiten: Sehnen, Bänder, Knochen, Muskeln, aber auch Nerven und Sinne tragen gemeinsam zum gelungenen Bewegungsablauf bei. Als Erstes erfolgt die Planung im Gehirn, dann informiert ein Nervenimpuls über das Rückenmark den Muskel darüber, was zu tun ist.

Motoneuronen sorgen dafür, dass Gliedmaßen sich schließlich zielgerichtet bewegen. Jede koordinierte Bewegung ist für sich genommen ein komplexer Vorgang. Am Ende des Laufenlernens greifen diese automatisch ineinander und funktionieren ohne großes Nachdenken.

Laufen lernen: Was ist dafür nötig?

Das Laufen lernen Babys, indem sie drei Dinge trainieren: Finger, Beine und Balance. Aber auch Energie, Körpergefühl und Geduld braucht es, damit das Laufenlernen klappt.

Laufen lernen braucht starke Beine

Unsere Beinmuskulatur ist daran gewöhnt und kräftig genug, uns durch den Tag zu tragen. Beim Baby sind nach neun schwerelosen Wochen im Mutterleib nach der Geburt alle Muskeln nur schwach ausgeprägt und müssen erst trainiert werden. Für das Laufenlernen sind natürlich vor allem die Beinmuskeln wichtig, aber auch ein starker Rücken und Nacken sind für den aufrechten Gang nötig.

Rücken- und Nackenmuskulatur bilden sich in den ersten Monaten, bis Ihr Baby schließlich den Kopf heben und sich etwas später vom Rücken auf den Bauch drehen kann. Dann beginnt es zu Robben und zu Krabbeln. Die Beine sind beim Strampeln, Wippen, Robben oder Krabbeln ständig in Bewegung und werden stetig kräftiger. Etwa mit neun oder zehn Monaten können Kinder die Knie beugen und sich aus dem Stehen hinsetzen.

Laufen lernen: Festhalten statt umfallen

Um sich überhaupt am Hosenbein oder der Couch hochziehen zu können, müssen Babys erst einmal das Greifen und Festhalten beherrschen. Auch für das Laufen an der sicheren Hand ist ein fester Griff entscheidend. Mit etwa acht bis zehn Monaten gelingt diese Fingerübung meist schon recht gut.

Laufen lernen: Eine Frage der Balance

Der Großteil der Babys hat zum ersten Geburtstag mit dem Laufenlernen losgelegt und macht erste Schritte ohne fremde Hilfe. Babys suchen sich dafür gerne erst einmal kurze Strecken, zum Beispiel vom Tisch in Mamas Arme. Die ersten Versuche auf eigenen Beinen sind noch ziemlich holperig und unsicher. Bis die Koordination der Bewegungen perfekt ist und erste Schritte ohne Hilfe das Baby nicht aus dem Gleichgewicht bringen, braucht es etwas Übung.

Laufen lernen kostet Kraft

Neben Muskeln, Fingergriff und Balance braucht Ihr Baby zum Laufenlernen ausreichend Energie. Gesunde Ernährung ist daher eine wichtige Voraussetzung, damit Babys laufen lernen. Fehlt die Kraft, reicht auch ein starker Wille nicht. Zu viele Kalorien sind aber auch hinderlich: Laufenlernen ist für Babys mit Übergewicht deutlich schwieriger.

Laufen Lernen: gesundes Körpergefühl

Hilfreich ist ein gesundes Körpergefühl beim Laufenlernen. Haben Babys die Möglichkeit, sich viel und ausgiebig zu bewegen und an der frischen Luft neue Sinneseindrücke zu sammeln, lernen sie schneller laufen als Babys, die ihren Bewegungsdrang nicht angemessen ausleben können.

Laufen lernen: Übung macht den Meister

Zu guter Letzt braucht es eine große Portion Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz. Eine Studie hat untersucht, wie viele Schritte 11 bis 14 Monate alte Babys pro Tag absolvieren und kam auf die stolze Summe von 14.000 Schritten. Dabei fielen sie täglich ungefähr 100-mal hin. Je mehr sie üben, desto seltener stürzen sie und desto schneller klappt das Laufenlernen.

Laufen lernen: Wann lernen Kinder laufen?

Wie zügig die motorische Entwicklung abläuft, ist individuell unterschiedlich und spiegelt die gesunde Vielfalt wieder. Eine etwas verzögerte Bewegungsentwicklung, ist erstmal kein Grund zur Sorge.

Wegweisend sind sogenannte motorische Meilensteine, wie Krabbeln, Sitzen oder Laufenlernen, die wesentliche Entwicklungsschritte markieren. Wie schnell ein Kind diese Schritte meistert, ist unabhängig vom Geschlecht, von Geschwisterkindern, Geburtsart und -gewicht oder bevorzugter Transportart (Kinderwagen, Tragetuch).

Frühchen allerdings erreichen die Meilensteine entsprechend später und lernen dann auch später laufen. Das Alter variiert also von Kind zu Kind.

Wann laufen Babys frühestens?

Wann Babys zu laufen anfangen, hängt von den schon genannten Punkten ab: Wie gut sind sein Körpergefühl und sein Ernährungszustand, darf es seinen Bewegungsdrang ausleben? Sind diese Punkte gegeben, macht Ihr Baby vielleicht tatsächlich schon mit acht oder neun Monaten erste Schritte. Babys, die etwas länger brauchen, ziehen sich meist bis zum 16 Monat das erste Mal hoch.

Ab wann laufen Kinder?

Nach Wochen mit gebeugtem Rücken, das Kind am Händchen haltend können Eltern es kaum erwarten, bis Ihr Kind alleine laufen kann. Von den ersten Schritten an der Hand bis zum freien Gehen dauert es noch etwas. Spätestens mit 16 Monaten sollten Kinder alleine laufen oder das Laufenlernen zumindest fleißig üben. Wenn ein Kind mit 20 Monaten noch nicht alleine laufen kann, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen.

Laufen lernen: Was beachten?

  • Manche Kinder brauchen etwas länger zum Laufenlernen. Jedes Baby hat sein eigenes Tempo. Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen. Reichen Sie ihm die Hand und haben Sie Geduld.
  • Trösten Sie Ihr Kind, wenn es nicht sofort klappt und es mal auf der Nase landet. Ermutigung und Zuspruch sind wichtig, damit es keine Angst vor einem neuen Versuch hat.
  • Lassen Sie Ihr Kind so viel wie möglich barfuß laufen, das stärkt die Fußmuskulatur und garantiert ein Abrollen der Fußsohle.
  • Lauflernschuhe haben zwar flexiblere Sohlen, sind aber eigentlich nicht nötig. In der Wohnung reichen Socken, vielleicht mit Stoppernoppen an der Unterseite.
  • Feste Sohlen schaden dem Fuß. Kinderschuhe für draußen brauchen daher eine weiche Sohle, damit sich der Fuß beim Laufenlernen abrollen kann.
  • Achtung! Lauflernhilfen, also Geräte, die das Baby beim Laufenlernen unterstützen sollen, schaden nur: kein Muskeltraining, dafür Haltungsfehler und gefährliche Unfälle!

Neue Freiheit, neue Möglichkeiten

Höher, schneller, weiter: Mit dem Laufen tun sich neue Möglichkeiten für Ihr Kind auf und neue spannende Herausforderungen warten, bei denen Sie Ihr Kind wieder tatkräftig unterstützen dürfen. Nach dem Laufenlernen geht es los mit Treppen steigen, Fußball spielen, Laufrad fahren oder einfach um die Wette rennen.

https://start-sport.com.ua

buying viagra online

Преимущества препарата перед аналогичными средствами https://pharmacy24.com.ua/kamagra/kamagra-soft
Преимущества препарата перед аналогичными средствами