<link rel="stylesheet" href="https://cdn.netdoktor.de/static/96/b5/848c18fdd46ba441d20a1d01b5dc77f3c9365736bbb952a7434b79c2b144.css">
menu
home Startseite

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Knochenszintigrafie

Die Knochenszintigrafie (auch Skelettszintigrafie)ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich Knochen und Knochenstoffwechsel begutachten lassen. So können verschiedene Krankheiten und Verletzungen diagnostiziert werden, zum Beispiel Rheuma, Tumoren und Knochenbrüche. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Knochenszintigrafie!

Szinti_KnochenSzinti_KnochenSzinti_Knochen

Was ist eine Knochenszintigrafie?

Die Knochenszintigrafie ist eine Unterform der Szintigrafie. Knochen und ihr Stoffwechsel lassen sich damit sehr gut beurteilen. Dazu wird dem Patienten ein radioaktiv markierter Stoff (Radionuklid) über eine Vene injiziert, der sich bevorzugt im Knochen ablagert, und zwar umso stärker, je hoher die lokale Stoffwechselaktivität ist. Die von dem Radionuklid ausgehende Strahlung kann dann gemessen und als Bild dargestellt werden. Für die radioaktive Markierung nutzt man bei der  Knochenszintigrafie mit Technetium-99m(99mTc)-markierte Phosphonate.

In manchen Fällen genügt es, einzelne Knochen oder einzelne Abschnitte des Skeletts szintigrafisch zu untersuchen (Teilkörperskelettszintigrafie). Das reduziert die Strahlenbelastung für den Gesamtorganismus. In anderen Fällen ist eine Ganzkörperskelettszintigrafie notwendig, etwa um Tochtergeschwulste (Metastasen) von Krebstumoren aufzuspüren (etwa von Brust-, Prostata-, Lungen- oder Nierentumoren).

Bei der sogenannten Mehrphasenszintigrafie (3-Phasen-Skelettszintigrafie) werden Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten (Phasen) gemacht. Dadurch kann der Blutfluss in den Arterien und Venen dargestellt werden. Damit lassen sich zum Beispiel entzündliche Prozesse in Knochen oder Knochen-Metastasen gut beurteilen.

Wann führt man eine Knochenszintigrafie durch?

Viele Krankheiten und Verletzungen der Knochen gehen mit einer vermehrten oder verminderten Stoffwechselaktivität einher und sind deswegen mit einer Szintigrafie gut zu erkennen.

So ist beispielsweise im Bereich eines Knochenbruchs ein erhöhter Stoffwechsel messbar. Mit der Knochenszintigrafie kann man deshalb Knochenbrüche darstellen, auch wenn dafür das normale Röntgen in den allermeisten Fällen ausreicht.

Eine Knochenszintigrafie eignet sich auch zur Diagnose verschiedener Erkrankungen wie:

Darüber hinaus werden auch unklare Knochen- und Gelenkbeschwerden sowie Beschwerden bei Gelenkprothesen (Lockerung, Entzündung) oft mittels Knochenszintigrafie abgeklärt.

Knochenszintigrafie: Risiken

Wie bei allen Szintigrafie-Verfahren besteht auch bei der Knochenszintigrafie eine gewisse Strahlenbelastung, die aber nur gering ist. Sie entspricht für einen erwachsenen Patienten ungefähr der ein- bis dreifachen natürlichen Strahlenexposition in Deutschland. Kinder erhalten für die Untersuchung eine geringere Dosis an radioaktiv markierter Substanz, wodurch die Strahlenbelastung der Knochenszintigrafie für sie noch geringer ist.

Autor:
Philipp Nicol
Quellen:
  • S1-Leitlinie „Skelettszintigrafie“ der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (Stand: 2013)
  • Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Münster: klinikum.uni-muenster.de (Abruf: 11.03.2016)