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Ruhepuls

Der Ruhepuls – umgangssprachlich auch normaler Puls oder Normalpuls genannt – bezeichnet die Pulsfrequenz, die man über Arterien ertasten kann. Durch Krankheiten, Medikamente, aber auch durch Sport kann der Ruhepuls sinken oder steigen.  Lesen Sie alles über den Ruhepuls, wie er gemessen wird und wie hoch der Puls sein darf.

Was ist der Ruhepuls?

Als Ruhepuls bezeichnet man die Anzahl der Pulswellen, die man pro Minute über Arterien – zum Beispiel am Handgelenk – zählen kann, Im allgemeinen Sprachverständnis wird der „Ruhepuls“ allerdings gleichgesetzt mit der Ruheherzfrequenz. Sie steht für die Anzahl der Kontraktionen, mit der das Herz Blut in den Kreislauf pumpt, wenn der Körper nicht belastet wird.

Steigt die Pulsfrequenz bei seelischer oder körperlicher Belastung an, spricht man von Tachykardie. Auch bei Fieber, Herzinsuffizienz oder Erkrankungen der Schilddrüse steigert das Herz seine Arbeit, indem es schneller schlägt. Die häufigsten Gründe für eine erhöhte Pulsfrequenz beim Arzt sind allerdings der Stress und die Aufregung durch die ärztliche Untersuchung.

Verlangsamt sich der Herzschlag, wird dies als Bradykardie bezeichnet. Neben regelmäßigem Ausdauersport erniedrigen vor allem Medikamente und Herzerkrankungen die Pulsfrequenz. Unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht können Sie anhand der unten stehenden Pulstabelle normale Pulswerte bestimmen.

Wie misst man den Ruhepuls?

Im Idealfall wird der Ruhepuls am Morgen noch vor dem Aufstehen gemessen. Drückt man leicht mit den Fingern auf die Arterie an der Handgelenksinnenseite oder dem Hals, kann man die Schläge eine Minute lang mitzählen und erhält so den Normalpuls. Alternativ zählt man nur 30 oder 15 Sekunden und multipliziert die Anzahl der Pulsschläge dann mit 2 beziehungsweise 4.

Welcher Puls ist normal?

Trotz vieler für den Ruhepuls wichtiger Faktoren wie Wetter, Tageszeit oder auch Koffeinwirkung lassen sich normale Pulswerte in Ruhepulstabellen angeben. Diese werden aber nur als Orientierungshilfe verwendet, da der normale Ruhepuls bei jedem Menschen von Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und vielen weiteren Einflüssen abhängig ist. Einen optimalen Ruhepuls gibt es so gesehen nicht.

Ruhepuls Tabelle

Normokardie (normaler Puls)

Bradykardie (langsamer Puls)

Tachykardie (schneller Puls)

60 – 100 pro Minute

< 60 pro Minute

> 100 pro Minute

Puls bei Kindern

Fötus

Neugeborenes

Kindergartenkind

Jugendliche

150 – 160 pro Minute

120 – 140 pro Minute

Ca. 100 pro Minute

Ca. 85 pro Minute

Puls bei Erwachsenen

Erwachsene

Senioren

Sportler

Schwangere

70 – 80 pro Minute

70 – 90 pro Minute

30 – 40 pro Minute

Erhöhung der Herzfrequenz um ca. 10 – 20 pro Minute

Bei Frauen ist der Puls in der Regel etwas schneller als Männern.

Ruhepuls: Sportler haben niedrigere Werte

Wird das Herz durch sportliche Aktivitäten immer wieder besonders beansprucht, steigen als Trainingswirkung dessen Volumen und Muskelmasse. Dies führt dazu, dass mit jedem einzelnen Pulsschlag eine größere Menge Blut in die Arterien gepumpt wird als bei Untrainierten. Für eine ausreichende Versorgung der Organe, Muskeln und Gewebe sind dann weniger Herzschläge nötig und somit ist auch ein niedrigerer Ruhepuls messbar. 

Autor:
Valeria Dahm
Quellen:
  • Behrends, J. et al.: Duale Reihe Physiologie, Thieme-Verlag, 2. Auflage 2012
  • Abt-Zegelin, A. et al.: Pflegeassistenz: Lehrbuch für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe und Altenpflege
  • Hollmann, W. & Strüder, H.: Sportmedizin – Grundlagen für körperliche Aktivität, Training und Präventivmedizin, Schattauer-Verlag, 5. Auflage 2009