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Kolposkopie

Bei der Kolposkopie werden die Scheide (Vagina) und der Gebärmutterhals (Cervix uteri) mit Hilfe eines speziellen Mikroskops, dem Kolposkop, untersucht. Die Kolposkopie wird im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt und dient vor allem der Frühdiagnose des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. Lesen Sie alles über die Kolposkopie, wie sie durchgeführt wird und welche Risiken sie birgt. 

KolposkopieKolposkopieKolposkopie

Was ist eine Kolposkopie?

Die Kolposkopie ist eine gynäkologische Untersuchung. Dabei betrachtet der Arzt Scheide und Gebärmutterhals mit dem Kolposkop wie mit einer Lupe. Durch die sechs- bis 40-fache Vergrößerung lassen sich unter Beleuchtung Veränderungen erkennen, die mit bloßem Auge schwer zu beurteilen sind. Betupft der Arzt den Gebärmutterhals mit speziellen Lösungen, kann er durch die Anfärbung bestimmter Zellen, Rückschlüsse auf Krebs oder Krebsvorstufen ziehen. Die Kolposkopie ist ein  wichtiges Hilfsmittel bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Wann macht man eine Kolposkopie?

Die Kolposkopie wird standardmäßig bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt  und kommt darüber hinaus bei der Diagnostik von Erkrankungen oder bei Auffälligkeiten des  Gebärmutterhalses und der Scheide zum Einsatz: 

  • Verdacht auf Krebs
  • Verdacht auf Krebsvorstufen
  • verdächtige zytologische Abstriche, z.B. PAP-Abstrich
  • Krebsnachsorge
  • nachgewiesene Infektionen
  • Veränderungen des Gebärmutterhalses
  • Blutungen ohne bekannten Ursprung
  • anhaltender Ausfluss aus der Scheide
  • Entzündungen

Bei Verdacht auf Tumore kann bei der Kolposkopie eine Gewebeprobe im Rahmen einer Biopsie entnommen werden.

Was macht man bei einer Kolposkopie?

Die Kolposkopie ist ein ambulanter Eingriff und die Patientin kann nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen. Einen Tag vor der Kolposkopie sollte auf Tampons sowie auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden, auch sollte der Untersuchungstermin nicht mit der Regelblutung zusammenfallen.

Der Arzt erhebt zunächst die Anamnese und erfragt die Beschwerden. Für die Kolposkopie sitzt die Patientin in einem gynäkologischen Stuhl. Zunächst erweitert der Arzt mit einem Untersuchungsinstrument die Scheide, positioniert das Kolposkop davor - es wird also nicht eingeführt – und stellt es scharf. Bei der Inspektion der Schleimhaut des Muttermundhalses achtet der Arzt besonders auf Unregelmäßigkeiten der Oberfläche und Anomalien der Gefäße.

Bei der Koloskopie können Verletzungen oder Veränderungen mit Hilfe spezieller Lösungen sichtbar gemacht werden.

Essigsäureprobe

Der Arzt betupft die Schleimhaut mit einer drei- bis fünfprozentigen Essigsäurelösung, was ein leichtes Brennen verursachen kann. Gesundes Gewebe verändert sich dabei nicht, während sich veränderte Zellen weißlich verfärben. Dieser Befund wird auch „essigweiß“ genannt. Werden schon vor dem Auftragen der Essigsäure weiße Stellen sichtbar, spricht man von Leukoplakie. Dies kann ebenfalls auf Krebszellen hinweisen.

Schiller’sche Jodprobe

Danach wird für die erweiterte Kolposkopie eine Jodlösung aufgetupft. Gesunde Schleimhaut wird braun, ist also jodpositiv. Veränderte Schleimhaut verfärbt sich nicht oder nur geringfügig.

Zum Abschluss werden die Scheide und das äußere Genital untersucht. Bei Auffälligkeiten, entnimmt der Arzt mit einer kleinen Zange eine Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung in einem Labor. Da die Gebärmutter fast schmerzunempfindlich ist, geschieht die Entnahme meist ohne Betäubung.

Welche Risiken birgt eine Kolposkopie?

Die Kolposkopie ist eine sichere und komplikationslose Untersuchung. Eventuell verursacht die Essigsäure ein leichtes Brennen. In seltenen Fällen kann es durch die Entnahme der Gewebeprobe zu Blutungen kommen. Sehr selten treten Infektionen auf. Leiden  Sie unter einer Jodunverträglichkeit oder einer Schilddrüsenüberfunktion, müssen Sie dies Ihrem Arzt vor der Kolposkopie mitteilen. Die Kolposkopie stellt keine Gefahr bei einer Schwangerschaft für das Kind dar.

Was muss ich nach einer Kolposkopie beachten?

Nach der Kolposkopie kann es zu leichten Blutungen oder bräunlichem Ausfluss kommen. Dies ist aber völlig normal. Die ersten Tage nach der Kolposkopie sollten Sie auf Vollbäder, Schwimmen, Tampons und Geschlechtsverkehr verzichten. Treten plötzliche Schmerzen oder ungewohnt starke Blutungen auf, setzen Sie sich bitte umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung. 

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Autor:
Valeria Dahm
Vorlage:
Dr. med. Britta Bürger
Quellen:
  • Burghard, E. et al.: Atlas der Kolposkopie: Grundlagen, klinische Kolposkopie und spezielle Zervixpathologie, Thieme-Verlag, 2. Auflage 2001
  • Lellé, R. & Küppers, V.: Kolposkopie in der Praxis, Springer-Verlag, 2. Auflage 2014
  • Athanassiou, N. et al.: Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme-Verlag, 2. Auflage 2005
  • Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie: Untersuchungsgang
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