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THC-Nachweisbarkeit

Die lange Nachweisbarkeit von THC und insbesondere seinen Abbauprodukten macht man sich für den Beweis eines Cannabiskonsums zunutze. THC (Tetrahydrocannabinol) ist ein psychowirksames Cannabinoid und der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze (Cannabis). Lesen Sie hier alles über die Nachweisbarkeit von THC im Blut, im Urin und in den Haaren.

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Wie wird THC nachgewiesen?

THC und seine Abbauprodukte werden mit Hilfe spezieller Drogentests nachgewiesen. Dies können einerseits einfach zu handhabende THC-Schnelltests - beispielsweise THC-Teststreifen - sein, die einen Hinweis auf den Konsum von Cannabis geben. Liegt die gemessene Menge über dem so genannten Cut-Off, gilt der Test als positiv. Der Cut-Off ist ein Grenzwert, ab dem man von einem Drogenkonsum ausgehen muss.

Andererseits werden zum Cannabis-Nachweis auch aufwendige Labormethoden wie die Gaschromatografie-Massenspektrometrie angewendet, die zusätzlich die Menge und oft sogar die Art des Konsums bestimmen können.

Wie funktioniert der THC-Abbau im Körper?

Die häufigste Aufnahmeform von THC ist das Rauchen von Cannabis in Form von Haschisch (Harz) oder Marihuana (Blüten) oder gestreckt mit Tabak als sogenannter Joint. Außerdem wird THC in Speisen oder Getränken verarbeitet. THC ist ein lipophiler (griech. Fett liebend), also an Fett bindender Wirkstoff. Da der Körper THC sehr schnell über Zwischenschritte zu THC-Carbonsäure umwandelt (metabolisiert), lassen sich nach einigen Stunden nur noch die Metabolite nachweisen. Diese haben jedoch eine wesentlich längere Halbwertszeit besitzen, daher kann THC-Carbonsäure je nach Häufigkeit des Konsums sogar noch bis zu Wochen nach dem letzten Konsum in Körperflüssigkeiten gefunden werden. 

Wie lange ist THC im Blut nachweisbar?

Bei einem THC-Bluttest lässt sich der eigentliche, psychisch aktive Wirkstoff nur ungefähr vier bis sechs Stunden lang nachweisen. Dies ist abhängig von der Konsumhäufigkeit und der Menge. Wird hingegen die THC-Carbonsäure gemessen, ist das Testergebnis bei einmaligem Konsum für 1 bis 3 Tage, bei mehrmaligem Konsum für 3 bis 7 Tage und bei regelmäßigem Konsum über mehrere Wochen positiv.

Wie lange ist THC im Urin nachweisbar?

Der Urintest auf THC-Carbonsäure ist das am häufigsten angewendete Verfahren, da der Cannabis-Nachweis so sehr schnell und einfach erfolgt. Außerdem können hier die Metaboliten bis zu mehrere Wochen nachgewiesen werden, wenn der Konsum regelmäßig erfolgt. So kann schon das einmalige Rauchen von Cannabis zu einem positiven Nachweis nach 24 bis 36 Stunden führen. Die mehrmalige Einnahme führt zu einer Nachweisdauer von fünf bis sieben Tagen, ein chronischer Missbrauch lässt sich sogar für mehrere Wochen nachweisen.

Wie lange ist THC im Haar nachweisbar?

Theoretisch werden die Abbauprodukte des THC beim Haarwachstum in die Haarmatrix miteingebaut. Geht man davon aus, dass die Wachstumsgeschwindigkeit einen Zentimeter pro Monat beträgt, ließe sich in zwölf Zentimeter langem Haar ein THC-Konsum feststellen, der vor bis zu einem Jahr stattgefunden hat. Allerdings ist die Haaranalyse ein sehr fehleranfälliges Verfahren, da selbst eine wöchentliche THC-Aufnahme durch den Test oft nicht erkannt wird. Im Gegensatz dazu kann bereits der Gebrauch eines Hanf-Shampoos zu einer Einlagerung von Wirkstoffen führen, die ein positives Testergebnis nach sich ziehen.

Was muss man bei der Nachweisbarkeit von THC beachten?

Bei der Nachweisbarkeit von THC ist immer zu beachten, dass diese von vielen Faktoren abhängt. Da die Metabolite des THC eine wesentlich längere Halbwertszeit besitzen als die Ausgangssubstanz, ist ein Nachweis noch bis zu Monate später möglich. Auch die Menge und Häufigkeit spielen eine entscheidende Rolle sowie die individuelle Verstoffwechslung durch den Körper.

Da ein THC-Schnelltest nur den positiven Nachweis des Konsums erbringt, aber keine Aussage über die konsumierte Menge ermöglicht, können beispielsweise Verkehrskontrollen schwere juristische Folgen nach sich ziehen, obwohl die berauschende Wirkung bereits verflogen ist. 

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Autor:
Valeria Dahm
Quellen:
  • Beubler, E. et al.: Opiatabhängigkeit: Interdisziplinäre Aspekte für die Praxis, Springer-Verlag, 1. Auflage 2013
  • Sauer, O. & Weilemann L. S.: Drogen: Eigenschaften – Wirkungen – Intoxikationen, Schlütersche-Verlag, 1. Auflage 2001
  • Maddea, B. & Dettmeyer, R.: Basiswissen Rechtsmedizin, Springer-Verlag, 1. Auflage 2007
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