<link rel="stylesheet" href="https://cdn.netdoktor.de/static/96/b5/848c18fdd46ba441d20a1d01b5dc77f3c9365736bbb952a7434b79c2b144.css">
menu
home Startseite

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Rektoskopie

Als Rektoskopie bezeichnet man die Untersuchung des Mastdarms (Rektum) mit einem Endoskop. Der Mastdarm ist ein bis zu 15 Zentimeter langer Abschnitt des Enddarms. Die Untersuchung dauert in der Regel nicht länger als fünf bis zehn Minuten. Lesen Sie hier alles über den Ablauf der Rektoskopie, die notwendige Vorbereitung und wann die Untersuchung durchgeführt wird!

RektoskopieRektoskopieRektoskopie

Wann wird die Rektoskopie durchgeführt?

Folgende Beschwerden sind ein Grund für die Rektoskopie:

  • anhaltende Beschwerden beim Stuhlgang
  • Blutauflagerung im Stuhl
  • Blutung im Bereich des Anus

Mithilfe der Untersuchung kann der Arzt zuverlässig Mastdarmkrebs, Entzündungen, Ausstülpungen, Fistelgänge, Polypen oder auch Hämorrhoiden diagnostizieren. In der Frauenheilkunde wird die Rektoskopie außerdem angewandt, um bei Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane ein Einwachsen in den Darm zu erkennen.

Rektoskopie: Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die Rektoskopie gestaltet sich für den Patienten oft angenehmer als bei der Koloskopie, da er kein Abführmittel trinken muss. Prinzipiell kann der Arzt die Untersuchung bereits durchführen, wenn der Patient den Darm entleert hat. Um aber auch kleinere Befunde an der Darmschleimhaut nicht zu übersehen, reinigt der Arzt den Enddarm direkt vor der Untersuchung mit einem Einlauf (Klistier).

Wie läuft die Rektoskopie ab?

Die Rektoskopie ist in verschiedenen Positionen möglich. Der Patient kann entweder mit angezogenen Beinen auf der linken Seite liegen, sich auf Knie und Ellenbogen stützen oder mit leicht gebeugten Beinen auf dem Rücken liegen (sogenannte Steinschnittlage). Nachdem der Arzt dem Patienten den Einlauf zur Darmreinigung verabreicht und der Patient abgeführt hat, führt er vorsichtig ein mit Gleitgel bestrichenes Rohr mit einer kleinen Kamera, das Rektoskop, in den Analkanal des Patienten ein. Das Rektoskop hat einen Durchmesser von 12 bis 24 Millimetern und ist etwa 20 bis 30 Zentimeter lang. Der Arzt fordert den Patienten auf, leicht zu Pressen, ähnlich wie beim Stuhlgang. Dadurch wird der Schließmuskel gelockert und das Rektoskop kann ihn passieren. Jetzt bläht der Arzt das Rektum durch Einpumpen von Luft etwas auf, damit sich die Schleimhaut entfaltet und besser einsehbar ist. Dieses Aufblasen führt beim Patienten oft zu einem Stuhldranggefühl, das zwar unangenehm, aber ganz normal ist. Hat der Arzt die Schleimhaut des Rektums sorgfältig untersucht, zieht er das Rektoskop zurück und lässt dabei die zugeführte Luft ab. Falls der Arzt Polypen im Enddarm entdeckt, entfernt er diese üblicherweise gleich während der Rektoskopie.

Was passiert nach der Rektoskopie?

Direkt nach der Untersuchung ist Ihr Enddarm häufig noch etwas gereizt, sodass es noch zu leichten Schmerzen oder einem gewissen Druckgefühl kommt. Es kann auch vorübergehend etwas schleimiger Stuhl auftreten. Bereits am Tag nach der Rektoskopie sollte sich das aber wieder normalisiert haben. Falls der Arzt Polypen entfernt oder Gewebeproben entnommen hat, treten manchmal leichte Nachblutungen auf, die kein Grund zur Beunruhigung sind. Bei größeren Blutabgängen aus dem Darm nach einer Rektoskopie sollten Sie allerdings dringend Ihren Arzt aufsuchen. 

Autor:
Lena Machetanz
Vorlage:
Dr. med. Peter Borlinghaus
Quellen:
  • Akintürk, H.: Express Pflegewissen Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2014.
  • Schwandner, O.: Proktologische Diagnostik. Springer Verlag, 1. Auflage, 2015.