Dreimonatskoliken bei Babys - Ursachen

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Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Ursache unklar

Trotz vieler Studien in den letzten Jahrzehnten ist die Ursache der Dreimonatskoliken immer noch unklar. Weil die Schreiattacken oft beim oder nach dem Füttern auftreten, wurden Bauchkrämpfe und Blähungen als Ursache vermutet. Allerdings zeigen Röntgenaufnahmen, dass Schreibabys im Schnitt die gleiche Gasmenge im Darm haben wie Babys, die „normal viel“ schreien.

Den Grund für die Schreiattacken vermutet man inzwischen eher darin, dass die betroffenen Babys möglicherweise den Entwicklungsschritt noch nicht vollzogen, sich ihrem Alter entsprechend selbst zu beruhigen. Mediziner sprechen deshalb auch von einer frühen Regulationsstörung. Diese Säuglinge weinen viel und haben Ein- und Durchschlafprobleme, weshalb sie meist völlig übermüdet sind. Das macht die Kleinen noch empfindlicher. Überhaupt vermuten Experten, dass Schreibabys sensibler als "gesunde" Altersgenossen sind: Reize aus der Umwelt überfordern sie rascher, und sie können schlechter abschalten. Gerade in den ersten Lebensmonaten prasseln zahlreiche neue Sinneseindrücke auf die Kleinen ein.

Was Babygeschrei bedeuten kann

Die ersten drei Lebensmonate sind für das Baby und die Eltern oft eine schwierige Phase. Das Neugeborene muss sich anpassen und viel Neues erlernen. Das Schreien ist in dieser Zeit eines der wenigen Mittel zur Kommunikation. Die Kinder schreien, wenn sie Hunger haben, Zuwendung brauchen, die Windel voll ist, es ihnen zu kalt oder zu warm ist, sie sich unwohl fühlen, es ihnen zu dunkel oder zu hell ist oder es ihnen zu laut wird. Und das Schreien ist notwendig, um die Aufmerksamkeit der betreuenden Person auf sich zu ziehen. Es gibt also viele mögliche Auslöser für Babygeschrei. Sobald das Kind mit dem Schreien begonnen hat, ist es oft aber kaum möglich, die Ursache zu ergründen.

Das Baby muss viele neue Sinneseindrücke verarbeiten - etwa bei der Ausfahrt mit dem Kinderwagen mit vielen unbekannten Geräuschen, auf Fahrt mit dem Bus oder der U-Bahn zum Kinderarzt. Auch Besucher, die das Neugeborene bewundern wollen und neue Gerüche und Stimmen „mitbringen“, können gerade sensible Kinder überfordern - seinen Ausdruck findet diese Überforderung dann oftmals in lautstarkem Schreien (manchmal auch erst am Ende des aufregenden Tages).

Verdauungstrakt entwickelt sich

In den ersten Monaten entwickeln sich der Verdauungstrakt und die anderen Organe des Babys weiter. Viele Neugeborene haben Blähungen mit lauten Darmgeräuschen, gewölbtem Bauch und Abgang von Winden. Die meisten Babys beeinträchtigt dies wenig. Manche sind aber sensibler und reagieren darauf mit Schreiphasen nach der Mahlzeit.

In seltenen Fällen können Schreiattacken nach dem Essen auch Ausdruck einer Kuhmilcheiweißallergie (auch beim Stillen) oder einer anderen Darmerkrankung sein. Klären Sie dies gegebenenfalls mit Ihrem Kinderarzt ab.

Eltern - schwierige Umgewöhnung

Nicht nur für das Baby sind die ersten Monate anstrengend, auch für die Eltern sind sie schwierig. Egal, ob Schreibaby oder nicht. Sie müssen sich erst an ihr Kind gewöhnen. Beim ersten Kind ist die Umstellung von einem Leben zu zweit oder alleine auf einen zusätzlichen Hausbewohner, der volle Aufmerksamkeit fordert, nicht einfach. Stand die Mutter zuvor voll im Berufsleben, ändert sich ihr Leben nun abrupt. Auch die Babypflege müssen junge Eltern erst lernen. Die Unsicherheit und Nervosität der Eltern können sich auf das Kind übertragen.

Teufelskreis

Es gibt also zahlreiche Dinge, die das Baby bedrücken, verwirren oder aufregen können. In den ersten Lebensmonaten kann es darauf aber nur mit Schreien reagieren. Wenn Eltern als Reaktion auf das viele Schreien immer schneller ihre Strategien wechseln, um ihr Kind zu beruhigen, weil nichts zu helfen scheint, verwirrt das den Nachwuchs oft noch mehr - das Schreien verstärkt sich. Dieser Teufelskreis lässt beide Seiten zunehmend frustrierter werden. Durchbrechen Sie Ihn, indem Sie früh versuchen, Routinen zu etablieren und sich regelmäßig Pausen zu gönnen, um Ihre Nerven zu schonen.

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