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Weibliche Ejakulation

Die weibliche Ejakulation ist eine Absonderung von Flüssigkeit in mehr oder weniger großer Menge aus Drüsen um die Harnröhre und in der Vulva. Manche Frauen empfinden es aber als unangenehm, wenn sie beim Orgasmus weibliches Ejakulat abgeben. Lesen Sie hier alles Wichtige über die weibliche Ejakulation!

Was ist die weibliche Ejakulation?

Die weibliche Ejakulation ist eine Absonderung von Flüssigkeiten während der sexuellen Erregung und des Orgasmus. Ursprung, Menge, Zusammensetzung der Flüssigkeit sowie der Mechanismus der Absonderung sind unterschiedlich. Die weibliche Ejakulation kann sich äußern als verstärkte Scheidenbefeuchtung (vaginale Lubrikation) sowie als weibliche Ejakulation im engeren Sinne (Absonderung von Flüssigkeit aus bestimmten Drüsen im Scheidenvorhof). Manchmal wird auch das Abspritzen einer größeren Menge von verdünntem Harn (koitale Harninkontinenz) als weibliche Ejakulation fehlgedeutet.

Alle drei Formen der Flüssigkeitsabsonderung können auch gleichzeitig auftreten. Die Menge an Flüssigkeit, die dabei abgegeben wird, kann zwischen einem und 50 Milliliter schwanken.

Verstärkte vaginale Lubrikation

Sie beruht auf einer verstärkten lokalen Durchblutung und Schwellung. Die Menge und Zusammensetzung der Lubrikationsflüssigkeit werden von der Länge und Intensität der sexuellen Aktivität beeinflusst. Beim Eindringen des Penis kann sich diese Flüssigkeit als Schwall entleeren.

Weibliche Ejakulation im engeren Sinn

Weibliches Ejakulat ist im Aussehen dem Ejakulat des Mannes sehr ähnlich: Es ist milchig bis hellgelb, der Geruch kann mehr oder weniger stark sein und ist abhängig von den Lebensgewohnheiten der Frau und der Häufigkeit, in der eine weibliche Ejakulation auftritt. Es enthält außerdem wie männliches Ejakulat PSA (Prostata-spezifisches Antigen), allerdings nur in geringen Mengen. Ein weiterer Bestanteil ist Glukose, die während der Ejakulation bei Frauen in die Scheide gelangt. Sie dient als „Wegzehrung“ (Energiebrennstoff) für die Spermien auf ihrem Weg zur Gebärmutter und weiter durch den Eileiter.

Weibliches Ejakulat stammt aus den Skene-Drüsen (Paraurethraldrüsen), deren Ausführungsgänge in den Scheidenvorhof neben der Harnröhrenöffnung münden. Weil ihr Sekret dem Sekret der Prostata beim Mann ähnelt, werden sie auch als „weibliche Prostata“ bezeichnet.

Abgesondert wird weibliches Ejakulat beim Orgasmus, es muss aber nicht bei jedem Orgasmus passieren.

Abspritzen von Harn

Manchmal wird das Abspritzen von verdünntem Harn bei Frauen während des Geschlechtsverkehrs für eine weibliche Ejakulation gehalten. Genau genommen handelt es sich aber um eine koitale Harninkontinenz. Sie kann etwa beim Eindringen des Penis oder beim Orgasmus auftreten. Die Ursache der koitalen Harninkontinenz wird noch diskutiert. In Frage kommt zum Beispiel eine Funktionsstörung des Schließmuskels der Harnröhre.

Welche Aufgabe erfüllt die weibliche Ejakulation?

Die Bedeutung der weiblichen Ejakulation wird noch diskutiert. Experten gehen davon aus, dass die weibliche Ejakulation sowie andere Absonderungen von Drüsensekret in der Scheide den Zweck haben, die Schleimhäute zu befeuchten und damit die Gleitfähigkeit im Inneren der Vagina zu erhöhen. Das erleichtert das Eindringen des Penis.

Die Sekrete neutralisieren auch das saure Milieu in der Scheide und sichern so das Überleben der Spermien. Die Glukose, die im weiblichen Ejakulat enthalten ist, liefert zudem den Spermien auf ihrem Weg zur Eizelle die notwendige Energie, die diese zur Fortbewegung brauchen.

Wie funktioniert die weibliche Ejakulation?

Weibliches Ejakulat aus den Paraurethraldrüsen wird bei Stimulation der Scheide und der Klitoris abgesondert.

Die erhöhte Befeuchtung der Scheide (Lubrikation) ist die Folge einer gesteigerten vaginale Durchblutung und Schwellung, die sich bei sexueller Erregung einstellen.

Welche Störungen können die weibliche Ejakulation verursachen?

Es kann vorkommen, dass Frauen die Flüssigkeit, die sich im Bereich der Scheide ansammelt (weibliches Ejakulat), als unangenehm oder sogar peinlich dem Partner gegenüber empfinden. Manche Frauen versuchen sogar, aus Schamgefühl ihren Orgasmus zu unterdrücken, in der Hoffnung, auch die weibliche Ejakulation zu verhindern.

Nicht jede Frau ejakuliert und nicht jede Frau besitzt Paraurethraldrüsen (nur bei etwa zwei Drittel aller Frauen sind sie vorhanden). In der Literatur wird die Häufigkeit der Ejakulation (Frau) mit 10 bis 54 Prozent angegeben. Eine weibliche Ejakulation ist im Allgemeinen nicht Teil des weiblichen Orgasmus, und es hat keinen Krankheitswert, wenn eine Frau kein weibliches Ejakulat bildet.

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Vorlage:
Dr. med. Britta Bürger
Quellen:
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter Verlag. 262. Auflage, 2002
  • Haag, P. et al.: Gynäkologie und Urologie. Medizinische Verlags- und Informationsdienste. 3. Auflage, 2007/08
  • Weyerstahl, T. & Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Georg Thieme Verlag. 4. Auflage, 2013
  • Online-Informationen des Berufsverbands der Frauenärzte e.V.: www.frauenaerzte-im-netz.de (Abruf 11.06.2017)
  • H.-J. Arendt & C. Friedrich: Sexualmedizin in der Gynäkologie. Springer-Verlag. 2015
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