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Schlüsselbein

Das Schlüsselbein (Klavikula) ist Teil des Schultergürtels und meist deutlich sichtbar: Der dünne, leicht s-förmig gebogene Knochen liegt zwischen Brustbein (Sternum) und Schulterblatt (Skapula), mit denen er über kleine Gelenke verbunden ist. Durch seine relativ ungeschützte Lage ist die Klavikula anfällig für Brüche. Lesen Sie alles Wichtige über das Schlüsselbein!

Was ist das Schlüsselbein?

Das Schlüsselbein (Klavikula, Clavicula) ist ein leicht s-förmig gebogener, etwa 12 bis 15 Zentimeter langer Knochen. Er ist jeweils über ein Gelenk mit dem Brustbein und dem Schulterblatt (genauer gesagt mit dem Schultereck = Akromion) verbunden:

  • das Sternoklavikulargelenk oder Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk (Articulatio sternoclavicularis)
  • das Akromioklavikulargelenk oder Schultereck-Schlüsselbein-Gelenk (Articulatio acromioclavicularis)

Über das Akromioklavikulargelenk ist die Klavikula eng mit dem Schultergelenk verbunden. Das Sternoklavikulargelenk ist die einzige knöcherne Verbindung zwischen Rumpf und Schultergürtel. Aufgrund dieser gelenkigen Verbindungen ist die Klavikula nicht starr. Beim Hochziehen der Schultern lässt sich dies gut beobachten.

Die beiden Gelenke werden durch Bänder verstärkt (Ligamentum acromioclaviculare, Lig. conoideum, Lig. trapezoideum). In der Nähe des Sternoklavikulargelenks zieht ein weiteres Band (Lig. interclaviculare) von der Unterseite des Schlüsselbeins zur darunterliegenden ersten Rippe. Zusätzlich fixiert das sogenannte Rabenschnabelfortsatz-Schlüsselbeinband (Lig. coracoclaviculare) die Klavikula am Schulterblatt. Namensgebend für dieses Band ist die Ansatzstelle am Schulterblatt, der sogenannte Rabenschnabelfortsatz (Processus coracoideus). Außerdem sind rechtes und linkes Schlüsselbein miteinander über ein Band verbunden (Lig. interclaviculare).

Welche Funktion hat das Schlüsselbein?

Kleiner Knochen mit großer Wirkung: Die Klavikula ist maßgeblich an der Beweglichkeit des Schultergelenks beteiligt, insbesondere wenn wir unsere Arme heben. Mit ihren beiden Gelenken erweitert sie den Bewegungsumfang unseres Schultergelenks maßgeblich.

Außerdem ist das Schlüsselbein eine wichtige Ansatzstelle für Muskeln, insbesondere für den Richtung Kopf ziehenden vorderen Halsmuskel ("Kopfwender", Musculus sternocleidomastoideus) und den Deltamuskel (M. deltoideus, einer der Schultermuskeln). Darüber hinaus setzen hier der Trapezmuskel (M. trapezius), der große Brustmuskel (M. pectoralis) und der Subklavius- oder Unterschlüsselbeinmuskel (M. subclavius) an.

Wo befindet sich das Schlüsselbein?

Die Klavikula ist gelenkig mit dem Brustbein und dem Schulterblatt verbunden.

Welche Probleme kann das Schlüsselbein verursachen?

Die Klavikula ist vor Gewalteinwirkung von außen sehr schlecht geschützt. Nicht verwunderlich also, dass die sogenannte Klavikulafraktur zu den häufigsten Brüchen zählt. In seltenen Fällen (etwa ein Prozent) kann die Klavikula sogar bei einem Baby während der Geburt brechen.

Relativ häufig ist auch eine Schultereckgelenksprengung (ACG-Sprengung). Dabei zerreißen die Bänder des Schultereckgelenks vollständig und es entsteht eine Stufe am Schlüsselbeinende, die sich ähnlich einer Klaviertaste herunterdrücken lässt (Klaviertastenphänomen).

Außerdem sind die Klavikulagelenke – wie andere Gelenke auch – dem Verschleiß ausgesetzt. Es kann sich eine Arthrose oder ein Sporn entwickeln, der die Beweglichkeit der Schulter stark einschränkt (Impingement-Syndrom oder Schulterengpass-Syndrom).

Gelegentlich treten Fehlbildungen sowie gut- oder bösartige Neubildungen am Schlüsselbein auf.

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Autor:
Dr. Nicole Wendler
Vorlage:
Dr. med. Hanna Mustermann
Quellen:
  • Aumüller, G.: Duale Reihe: Anatomie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2014
  • Schünke, M.: Topografie und Funktion des Bewegungssystems: Funktionelle Anatomie, Georg Thieme Verlag, 2. vollständig überarbeitete Auflage, 2014
  • Platzer, W.: Taschenatlas der Anatomie, Band 1: Bewegungsapparat, Georg Thieme Verlag, 11. Auflage, 2013
  • Lippert, H.: Lehrbuch Anatomie, Urban & Fischer, 6. überarbeitete Auflage, 2003
  • Hochschild, J.: Strukturen und Funktionen begreifen: Funktionelle Anatomie – Therapierelevante Details, Georg Thieme Verlag, 2005
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