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Schilddrüse

Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das sich in der Halsregion vor der Luftröhre befindet. Sie hat eine wichtige Steuerungsfunktion für Körpervorgänge und fungiert als Hormonspeicher. Eine gestörte Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt unterschiedlichste Körper- und Organfunktionen. Lesen Sie hier alles, was man über die wichtige Drüse wissen muss: Wie ist sie aufgebaut? Wo liegt die Schilddrüse? Was sind ihre genauen Aufgaben? 

Was ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist ein rötlich-braun gefärbtes Organ in der Halsregion. Sie wird oft auch als schmetterlingsförmig beschrieben. Diese Form ergibt sich aus den zwei Seitenlappen (Lobus dexter und Lobus sinister), die meist von leicht unterschiedlicher Größe sind.

Die beiden Seitenlappen werden durch eine quer verlaufende Gewebsbrücke, den Isthmus, verbunden. Zusätzlich kann ein vom Isthmus ausgehender Lappen der Lobus pyramidalis vorhanden sein.

Die Schilddrüse wiegt beim Erwachsenen 18 bis 30 Gramm. Dabei ist sie bei Frauen meist etwas schwerer als bei Männern.

Äußere Kapsel und Organkapsel

Außen ist die Schilddrüse von einer Kapsel (auch externe oder chirurgische Kapsel genannt) umgeben. Diese äußere Kapsel setzt sich nach innen als Organkapsel (Capsula interna) fort.
Zwischen beiden Kapseln liegen die größeren Blutgefäße sowie an der Rückseite der Drüse die vier Nebenschilddrüsen.

Die Organkapsel geht in Bindegewebsstraßen über, die das Drüsengewebe (Parenchym) in einzelne Läppchen (Lobuli) aufteilen.

Schilddrüsen-Läppchen (Lobuli)

Jedes Läppchen besteht aus vielen kleinen, bläschenförmigen Gebilden (Follikel), deren Wand aus einschichtigem Follikelepithel aufgebaut ist. Diese Epithelzellen bilden die Schilddrüsenhormone T3 und T4 und schütten sie in die Bläschenhohlräume aus. Dort werden sie in Tröpfchen, dem sogenannten Kelloid, gespeichert. T3 und T4 werden auf Vorrat hergestellt; die in den Follikeln gespeicherte Menge reicht bis zu zwei Monate.

Zwischen den Follikeln liegen die C-Zellen. Diese werden auch parafollikuläre Zellen genannt. Sie produzieren das Hormon Kalzitonin (englisch Calcitonin) und geben es ins Blut ab.

Hormoneller Regelkreis

Die Bildung und Freisetzung der Schilddrüsenhormone unterliegt einem Regelkreis:

Im sogenannten Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, wird das Hormon TRH (Thyreotropin releasing hormone) gebildet und freigesetzt, wenn der Spiegel an Schilddrüsenhormonen (T3, T4) im Blut zu niedrig ist. TRH stimuliert in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Ausschüttung von TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon).

TSH führt in der Schilddrüse zur vermehrten Bildung von T3 und T4 sowie zu deren Freisetzung aus ihren Zwischenspeichern (Follikel) ins Blut. So erreichen sie alle Körperregionen, also auch das Zwischenhirn und die Hirnanhangdrüse. Ein erhöhter T3- und T4-Spiegel im Blut hemmt dort die TRH- und TSH-Freisetzung, was die Hormonproduktion der Schilddrüse drosselt (negative Rückkoppelung).

Welche Funktion hat die Schilddrüse?

Die Schilddrüsenfunktion besteht in der bedarfsgerechten Produktion, Speicherung und Abgabe von Schilddrüsenhormonen. Auf diese Weise ist das Organ an der Regulation des Jod-, Kalzium- und Gesamtstoffwechsels beteiligt.

Die Schilddrüse produziert folgende Hormone:

  • Trijodthyronin (T3)
  • Tetrajodthyronin (Thyroxin oder T4)
  • Kalzitonin (Calcitonin)

Wirkung von T3 und T4

Die Hormone T3 und T4 haben mehrere Aufgaben:

Sie erhöhen den Grundumsatz, indem sie die Herzarbeit, die Körpertemperatur sowie den Abbau von Fetten und Glykogen (Speicherform der Kohlenhydrate im Körper) steigern.

Außerdem fördern T3 und T4 das Wachstum und die Gehirnreifung. Vor allem das Längenwachstum und die intellektuelle Entwicklung hängen entscheidend von der Anwesenheit der richtigen Menge an Schilddrüsenhormonen ab.

Im Einzelnen haben die Schilddrüsenhormone folgende Wirkungen. Sie fördern:

  • die Aufnahme von Glukose
  • den Kohlenhydratumsatz
  • den Sauerstoffverbrauch
  • die Wärmeproduktion
  • den Cholesterinabbau
  • die Entwicklung des zentralen Nervensystems, der Genitalorgane und des Knochenskeletts
  • die Muskelfunktion
  • den Herzschlag und Blutdruck

Gleichzeitig hemmen sie:

  • die Bildung energiereicher Phosphate
  • die Speicherung von Kohlenhydraten
  • die Bildung von Proteinen
  • die Energieausnutzung

Wirkung von Kalzitonin

Dieses in den C-Zellen gebildete Hormon ist an der Regulation des Kalzium- und Phosphathaushaltes des Körpers beteiligt. Damit ist die Schilddrüse wichtig für den Knochenstoffwechsel.

Wozu brauchen wir Jod?

Von besonderer Bedeutung für die physiologische Funktion der Schilddrüse ist das Spurenelement Jod. T3 und T4 werden beide durch Anlagerung von Jodmolekülen gebildet.

Der tägliche Jodbedarf eines Erwachsenen liegt bei 180 bis 200 Mikrogramm und muss über die Nahrung gedeckt werden. Das Spurenelement ist in winzigen Mengen in allen Lebensmitteln enthalten. In größeren Mengen steckt es nur in Produkten aus dem Meer, also etwa in Seefischen wie Schellfisch, Seelachs, Scholle und Kabeljau sowie in Algen.

Wo befindet sich die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist  in der Halsregion lokalisiert. Sie liegt hinter den Halsmuskeln (der paarige Musculus sternohyoideus und der paarige M. sternothyroideus) und vor der Luftröhre (Trachea), deren Vorder- und Seitenfläche sie umschließt.

Der Isthmus, der die beiden Schilddrüsenlappen verbindet, befindet sich auf Höhe des zweiten bis dritten Trachealknorpels (hufeisenförmige Knorpelstangen, die der Luftröhre Stabilität verleihen).

Die beiden Schilddrüsenlappen reichen nach oben bis zum Unterrand des Kehlkopfes und nach unten bis zur oberen Brustkorböffnung (obere Thoraxapertur).

Der manchmal zusätzlich vorhandene Lobus pyramidalis kann sich vom Isthmus nach oben bis zum Zungenbein oder höher erstrecken.

Enge Lagebeziehungen bestehen zur Luftröhre (Trachea), Speiseröhre (Ösophagus) und der gemeinsamen Kopfschlagader (Arteria carotis communis). Auch der Stimmnerv (Nervus recurrens) verläuft in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schilddrüse.

Welche Probleme kann die Schilddrüse verursachen?

Häufige Erkrankungen sind die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sowie die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Bei einer Überfunktion produziert die Drüse zu viele Schilddrüsenhormone. Das führt zu Gewichtsabnahme durch einen krankhaft erhöhten Grundumsatz, Erhöhung der Körpertemperatur, Steigerung der Herzarbeit, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe, psychischer Labilität, Händezittern und Durchfall. Ursache der Hyperthyreose ist meist eine Autoimmunerkrankung.

Bei der Schilddrüsenunterfunktion besteht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen. Die Folge ist ein zu niedriger Grundumsatz, der sich in Gewichtszunahme, Verstopfung und Kälteempfindlichkeit äußert. Außerdem beobachtet man teigige Verdickungen und Schwellungen der Haut (Myxödeme), geistige Verlangsamung und Müdigkeit, struppige und trockene Haare sowie Libido- und Potenzstörungen. Die Hypothyreose kann angeboren oder erworben sein.

Weit verbreitet ist die krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf, Struma), die meist durch Jodmangel bedingt ist.

Seltener sind verschiedene Arten von entzündlichen Erkrankungen der Schilddrüse (Thyreoiditis). Die bekannteste Form der Thyreoiditis ist die Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis.

Es kommen auch gutartige Geschwülste sowie Krebserkrankungen der Schilddrüse vor.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: www.internisten-im-netz.de (Abruf: 28.07.2016)
  • Aumüller, G. et al.: Duale Reihe Anatomie, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2010
  • Behrends, J.C. et al.: Duale Reihe Physiologie, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2012
  • Schäffler, A. et al.: Biologie, Anatomie, Physiologie, Urban & Fischer Verlag, 4. Auflage, 2000
  • Biesalski, H.K. et al.: Taschenatlas Ernährung, Georg Thieme Verlag, 6. Auflage, 2015
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