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Samenleiter

Der Samenleiter (Ductus deferens oder Vas deferens) ist der Ausführungsgang des Nebenhodens. In ihm werden die Spermien, die im Nebenhodengang (Ductus epididymidis) heranreifen und gelagert werden, weiterbefördert, bis sie zusammen mit dem Sekret der Samenblase und der Prostata über den bei einer Ejakulation aus der Harnsamenröhre herausgeschleudert werden. Lesen Sie alles Wichtige über den Samenleiter! 

Was ist der Samenleiter?

Der rechte und der linke Samenleiter (Einzahl: Ductus deferens oder Vas deferens) sind ein jeweils 50 bis 60 Zentimeter langer Gang von etwa einem halben Zentimeter Durchmesser, welche die Hoden/Nebenhoden mit der Harnsamenröhre verbinden. Jeder Samenleiter beginnt am unteren Ende des Nebenhodens, in dessen Bereich er so stark gewunden ist, dass seine Länge bis zur Mündung nur etwa 35 Zentimeter beträgt.

Welche Funktion hat der Samenleiter?

Der Ductus deferens ist ein Transportorgan. Er kann die Samen, die sich im Nebenhoden befinden (wo sie etwa zwölf Tage gespeichert werden) über einen Saugpumpenmechanismus ansaugen und dann über einen Druckpumpenmechanismus in die Harnsamenröhre entleeren.

Dieser Mechanismus wird möglich durch die Anordnung von glatter Muskulatur in der Wand der beiden Samenleiters: Außen liegt eine Längs-, in der Mitte eine Ring- und innen wieder eine Längsmuskelschicht, die in einem Spiralsystem angeordnet sind.

Dank dieser starken Muskelwand kann der Durchmesser des Samenleiters in dem Bereich, in dem er sich mit dem Ausführungsgang der Samenblase vereinigt, verkleinert werden. Durch diese Verkleinerung des Innendurchmessers entstehen der hohe Druck und die hohe Geschwindigkeit, mit der die Samenflüssigkeit bei der Ejakulation in die Harnsamenröhre und weiter nach außen befördert wird.

Wo befindet sich der Samenleiter?

Der rechte Samenleiter geht vom rechten Nebenhoden ab, der linke Ductus deferens vom linken Nebenhoden. Mit seinen Gefäßen und seiner Hülle, dem Samenstrang, zieht jeder Samenleiter an der Rückseite des Nebenhodens entlang nach oben zum äußeren Leistenring, wo er in die Bauchhöhle eintritt.

Hier erweitert sich jeder Samenleiter vor der Harnblase zu einer Ampulle, in der die Spermien gelagert werden. Ein Stück weiter mündet die paarige Samenblase in die Samenleiter, die den flüssigen Anteil des Ejakulats produziert. Schließlich durchqueren die beiden Samenleiter die Vorsteherdrüse (Prostata) und münden in die Harnröhre. Im weiteren Verlauf spricht man dann von der Harnsamenröhre.

Welche Probleme kann der Samenleiter verursachen?

Manche Männer weisen eine angeborene Fehlbildung im Bereich des Samenleiters auf.

Tumore im Hodensack (Skrotum) sind zu einem geringen Prozentsatz Samenstrang-Tumore, die meist gutartig sind (Rhabdomyosarkome). Sie treten vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf.

Samenstrang-Sarkome sind dagegen bösartige Tumoren, die in das umliegende Gewebe hineinwachsen (Infiltration) und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Eine Spermatozele ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum (Zyste), der meist vom Nebenhoden, seltener vom Samenstrang ausgeht. Sie entsteht am oberen Hodenpol. Genau gesagt handelt es sich um eine sogenannte Retentionszyste, also eine Zyste, die durch eine Abflussbehinderung entsteht. Sie ist mit Sperma gefüllt und kann, wenn sie größer als ein Stecknadelkopf wird, zu einem Druckgefühl führen.

Durch äußere Verletzungen kann im Bereich des Ductus deferens eine Blutung, ein Bluterguss oder ein Abszess (abgekapselte Eiteransammlung) entstehen.

Im Rahmen einer Prostataentzündung (Prostatitis) oder Harnwegsinfekts kann sich auch der paarige Samenleiter entzünden.

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Klinke, R. & Silbernagl, S.: Lehrbuch der Physiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2005
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter Verlag, 17. Auflage, 2002
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, Walter de Gruyter Verlag, 262. Auflage, 2010
  • Haag, P. et al.: Gynäkologie und Urologie, Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 5. Auflage, 2010/2011
  • Eichenauer, R. et al.: Klinikleitfaden Urologie, Urban & Fischer Verlag, 3.Auflage, 2003
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