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Myokard

Das Myokard ist der Herzmuskel. Es liegt zwischen dem Epikard (Außenhaut des Herzens), mit dem es verwachsen ist, und dem Endokard (Herzinnenhaut). Es ist ähnlich wie die Skelettmuskulatur aufgebaut, jedoch mit einigen Besonderheiten. Wenn Zellen des Myokards geschädigt sind, ist eine Regeneration nur in einem äußerst begrenzten Umfang möglich. Lesen Sie alles Wichtige über das Myokard!

Was ist das Myokard?

Das Myokard ist der Herzmuskel, die Arbeitsmuskulatur des Herzens. Sie ist wie die Skelettmuskulatur quergestreift, jedoch dünner und mit einem speziellen Aufbau: Die Oberfläche der Herzmuskelfasern ist von einem Gitterfasernetz umhüllt, die Zellkerne sind länger als in Skelettmuskelzellen und liegen zentral. Die Herzmuskelfasern sind verzweigt und bilden ein netzartiges Geflecht. Durch sogenannte Glanzstreifen sind die Zellen miteinander verbunden.

Im Bereich der Vorhöfe ist die Herzmuskulatur schwach (etwa einen Millimeter dick) und zweischichtig aufgebaut, im Bereich der Herzkammern ist sie kräftiger (zwei bis vier Millimeter dick) und dreischichtig. Dabei ist das Myokard mit einer Dicke von acht bis elf Millimeter im linken Ventrikel am kräftigsten, denn von hier muss das Blut über die Aorta in den großen Kreislauf gepumpt werden.

Wie erwähnt, ist das Myokard im Bereich der Herzkammern dreischichtig aufgebaut: eine äußere parallelfaserige Schrägschicht, eine mittlere Ringschicht und eine innere Längsschicht. Die äußere Schicht entspringt oben vom Herzskelett und windet sich linksgerichtet schraubenartig bis nach unten zur Herzspitze, geht am unteren Ende in die Tiefe und dann als innere Schrägfaser wieder hoch bis zum Ausgangspunkt. Einzelne Fasern umkreisen die Ventrikel einzeln und gehen dann als innere Schicht ebenfalls wieder nach oben zum Ausgangspunkt. Die mittlere Ringschicht umkreist jeden Ventrikel für sich.

An den Vorhöfen ist das Myokard deutlich dünner, Es besteht hier aus einer äußere und einer quere Schicht, die über beide Vorhöfe ziehen, und inneren Fasern, die über das Dach der Vorhöfe ziehen.                 

Welche Funktion hat das Myokard?

Das Myokard ist die Arbeitsmuskulatur des Herzens.

Durch die Kontraktion der Ring- und inneren Längsfasern der Herzmuskulatur wird der Ventrikel eingeengt und verkürzt, die Wand verdickt. Der Druck im Ventrikel steigt dadurch an, und das Blut wird durch die Pulmonal- beziehungsweise Aortenklappe aus dem Herz in die großen Gefäße gedrückt. Durch diese Kammerverkürzung entsteht ein Sog, der das Blut aus den Venen in die Vorhöfe saugt.

Bei manchen Menschen muss das Myokard durch Widerstände in der Peripherie (Gefäßverengungen) oder Klappenfehler dauernde Mehrarbeit leisten oder erhöhte körperliche Dauerleistungen erbringen (wie bei Hochleistungssportlern). Das führt dazu, dass sich die Herzmuskelfasern verlängern und verbreitern – der Herzmuskel vergrößert sich, das heißt er „hypertrophiert“.

Vom Kindesalter an tritt in der Herzmuskulatur ein Pigment auf, Lipfuscin, das sich mit fortschreitendem Alter immer weiter ausbreitet und dem Altersherzen eine bräunliche Färbung gibt. Damit einhergehend werden die Muskelfasern immer dünner.

Wo befindet sich das Myokard?

Das Myokard ist die mittlere Schicht der Herzwand, der Herzmuskel. Es wird innen vom Endokard überzogen, außen vom Epikard. Das Epikard ist durch einen Film seröser Flüssigkeit mit dem Perikard, dem Herzbeutel, verbunden, in dem sich das Herz bewegt.              

Welche Probleme kann das Myokard verursachen?

Ein hypertrophiertes Myokard lässt zunächst in seiner Kraft nach. Im weiteren Verlauf wird die Herzmuskulatur insgesamt geschwächt, das Herz „leiert aus“.

Eine Myokarditis ist eine Entzündung des Herzmuskels. Ursache können Erkrankungen, Bestrahlungstherapien, Drogen- oder Medikamentenkonsum sein.

Ein Myokardinfarkt (Herzinfarkt) entsteht durch die Verengung oder den Verschluss einer oder mehrerer Koronararterien, die den Herzmuskel versorgen.

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen. Walter de Gruyter Verlag, 17.!uflage, 2002
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