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Femur

Das Femur ist der Oberschenkelknochen – der längste, stärkste und größte Knochen des menschlichen Skeletts. Er besteht aus einem kräftigen Mittelstück und ist an beiden Enden am Aufbau eines Gelenks beteiligt: Am oberen Ende ist das Femur über das Hüftgelenk mit dem Beckenknochen verbunden, am unteren Ende über das Kniegelenk mit dem Schienbein (Tibia). Lesen Sie alles Wichtige über das Femur!

Was ist das Femur?

Femur ist der medizinische Fachbegriff für den Oberschenkelknochen. Er ist ein Röhrenknochen und gliedert sich in verschiedene Abschnitte:

Am oberen Ende sitzt der kugelige Schenkelkopf (Caput femoris) leicht abgewinkelt auf einem langen Hals (Collum femoris), dem Schenkelhals. Der Kopf bildet zusammen mit der Gelenkpfanne des Beckenknochens das Hüftgelenk, das die Bewegungen des Beines ermöglicht. Je nach Alter und Geschlecht bildet der Schenkelhals einen verschieden großen Winkel (Collum-Diaphysen-Winkel) mit dem Schaft: Beim Neugeborenen und Säugling beträgt der Winkel bis 143 Grad. Mit zunehmendem Alter wird er kleiner und beträgt beim Erwachsenen schließlich 120 bis 130 Grad.

Der Schenkelhals wird von oben nach unten dicker und ist von vorn nach hinten abgeplattet. Diese Form ermöglicht das Tagen großer Lasten – die eigentliche Aufgabe des Schenkelhalses. Er ist vergleichbar mit dem Ausleger eines Krans, der die Last des Körpers trägt. Die Knochenbälkchen im Inneren entsprechen dann den Streben eines Krans. Mit zunehmendem Alter verschwindet ein Teil dieser Streben, wodurch das Risiko, bei einem Sturz eine Schenkelhalsfraktur zu erleiden, zunimmt.

Das kräftige Mittelstück des Femur, der Schaft (Corpus femoris), weist an seiner Rückseite eine Verstärkungsleiste (Linea aspera) auf. Sie dient verschiedenen Muskeln als Ansatzstelle. Vor allem aber besitzt der Femur-Schaft dank dieser Verstärkungslinie eine vergleichsweise hohe Stabilität bei geringem Durchmesser.

Ganz oben am Schaft sitzt an der Außenseite und Innenseite jeweils ein rundlicher Knochenhöcker: Außen findet sich der große Rollhügel (Trochanter major) und innen der kleine Rollhügel (T. minor). An beiden setzen Muskeln an (wie der Hüftbeuger). Der große Rollhügel ist (im Gegensatz zum kleinen) deutlich von außen tastbar.

Am unteren Ende ist das Femur ist zu zwei Rollen verbreitert, die mit Knorpel überzogenen Knorren sind (Condylus medialis und lateralis). Sie bilden zusammen mit dem Schienbein (Tibia) das Kniegelenk.                      

Welche Funktion hat das Femur?

Das Femur ist der stärkste und längste Knochen des Körpers. Über seine Beteiligung am Hüftgelenk und Kniegelenk ermöglicht es das Femur, das Bein gegenüber dem Rumpf und den Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel zu bewegen.

Wo befindet sich das Femur?

Das Femur (Oberschenkelknochen) verbindet den Rumpf mit dem Unterschenkel. Er steht in gelenkiger Verbindung sowohl mit dem Becken als auch dem Schienbein.

Welche Probleme kann das Femur verursachen?

Das Femur kann an allen Stellen brechen. Besonders häufig treten solche Frakturen im Bereich des Schenkelhalses auf (Schenkelhalsfraktur) – vor allem bei älteren Menschen.

Auch Arthrose im Hüftgelenk (Coxarthrose) zeigt sich hauptsächlich im höheren Lebensalter. Wenn die konservative Behandlung die Beschwerden nicht ausreicht lindert, wird oftmals ein künstliches Hüftgelenk (Hüftgelenksprothese) eingesetzt. Auch bei Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose) kann im Ernstfall eine Prothese das zerstörte Gelenk ersetzen.

Der Außenwinkel zwischen Femur und Schienbein am Kniegelenk beträgt normalerweise etwa 176 Grad. Bei X-Beinen ist es verkleinert, bei O-Beinen vergrößert.

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter-Verlag, 17. Auflage, 2002
  • Schaps, K.-P. et al.: Das Zweite – kompakt: Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Springer-Verlag, 2008
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