<link rel="stylesheet" href="https://cdn.netdoktor.de/static/96/b5/848c18fdd46ba441d20a1d01b5dc77f3c9365736bbb952a7434b79c2b144.css">
menu
home Startseite

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Eileiter

Der Eileiter (Tuba uterina oder Ovidukt) verbindet den Eierstock mit der Gebärmutter. Der Eileiter ist paarig angelegt, je einer geht aus jeder Seite der Gebärmutter hervor. Er ist der Ort, wo die Befruchtung einer reifen Eizelle stattfindet, und transportiert diese dann in die Gebärmutter. Es gibt aber auch einige Probleme, die der Eileiter verursachen kann. Lesen Sie alles Wichtige über den Eileiter: Funktion, Aufbau und wichtige Erkrankungen!

Was ist der Eileiter?

Der Eileiter (Tuba uterina) ist die schlauchförmige Verbindung jedes Eierstocks mit der Gebärmutter. Er ist zwischen zehn und vierzehn Zentimeter lang und wird in vier Abschnitte unterteilt:

  • Pars uterina: jener Teil, der durch die Wand der Gebärmutter zieht
  • Isthmus tubae: schließt an die Pars uterina an, ist drei bis sechs Zentimeter lang und relativ eng
  • Ampulla tubae: sechs bis sieben Zentimeter lang und jener Abschnitt der Tuba uterina, der den größten Innendurchmesser aufweist
  • Infundibulum: das freie trichterförmige Ende der Ampulle, das von Fasern (Fimbrien) umgeben ist; es hängt frei beweglich über dem Eierstock, seine Fasern liegen über der hinteren Oberfläche des Ovars.

Die Wand des Eileiters ist von innen nach außen aus mehreren Schichten aufgebaut: Schleimhaut mit Längsfalten und Flimmerepithelzellen (Kinozilien), Muskelschicht aus Ring- und Längsmuskelzellen, Bindegewebsschicht.

Welche Funktion hat der Eileiter?

Die Eileiter-Funktion besteht in dem Transport einer reifen Eizelle vom Eierstock zur Gebärmutter: Das Infundibulum des Eileiters legt sich – chemotaktisch gesteuert – über den Follikel und fängt die aus dem Eierstock austretende Eizelle (Eisprung) auf. Diese wird dann durch den Flimmerschlag der Kinozilien an der Innenwand des Eileiters, der nach unten in Richtung Gebärmutter gerichtet ist, in Richtung Uterus transportiert. Die Wandmuskelschicht der Tuba uterina unterstützt durch ihre Kontraktionen den Transport der Eizelle. Nach Aufnahme der Eizelle in den Eileiter dauert es vier bis fünf Tage, bis diese den Uterus erreicht.

Außerdem schwimmen beim Geschlechtsverkehr die Spermien von der Scheide über die Gebärmutter in die Tuba uterina, wo sie in der Ampulla tubae auf die Eizelle stoßen und sie befruchten können.

Wo befindet sich der Eileiter?

Der rechte und der linke Eileiter gehen jeweils im oberen seitlichen Bereich der Gebärmutter nahezu rechtwinklig von dieser ab. Die beiden Tuben verlaufen im oberen Rand des Ligamentum latum, einer Bauchfellfalte, die von der Gebärmutter zur seitlichen Wand des kleinen Beckens reicht. Das freie trichterförmige Ende jeder Tuba uterina legt sich über den jeweiligen Eierstock (Ovar).

Welche Probleme kann der Eileiter verursachen?

Entzündliche Erkrankungen im Bereich der Tuba uterina entstehen meist durch aufsteigende bakterielle Infektionen aus den unteren Genitalabschnitten, besonders während der Menstruation, aber auch nach einer Geburt. Die Krankheitsprozesse beginnen in der Regel mit einer Endosalpingitis – einer Entzündung der Schleimhaut innerhalb der Tuba uterina („Tubenkatarrh“). Sie kann ohne Beschwerden verlaufen und heilt in der Regel vollständig aus.

Unter ungünstigen Bedingungen (schwaches Immunsystem, sehr virulente Erreger etc.) kann sich aus der Endosalpingitis eine Salpingitis entwickeln, eine Entzündung des gesamten Eileiters. Diese kann sich weiterentwickeln zu einer Perisalpingitis, bei der zusätzlich das den Eileiter umgebende Gewebe entzündet ist. Im weiteren Verlauf kann die Entzündung auf umliegende Organe übergreifen, etwa auf den Eierstock. Dann spricht man von Adnexitis.

Chronische Entzündungen, die oft ohne Beschwerden unbemerkt verlaufen, können zu einer Verklebung des Ovidukts und des Fimbrientrichters oder zu Verwachsungen führen. Die betroffene Frau kann unfruchtbar werden.

Eine Eileiter- oder Tubenschwangerschaft (Tubargravidität) entsteht, wenn ein befruchtetes Ei nicht in die Gebärmutter transportiert wird, sondern sich bereits im Eileiter einnistet. Diese Situation führt innerhalb weniger Wochen nach der Befruchtung zur Fehlgeburt (Abort). Es kann auch zu einer Perforation des Eileiters in die Bauchhöhle kommen – mit Blutungen, die lebensgefährlich sein können.

In sehr seltenen Fällen kann sich im Eileiter ein bösartiger Tumor (Karzinom) bilden.

готовые курсы стероидов

here
Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter Verlag, 17. Auflage, 2002
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, Walter de Gruyter Verlag, 262. Auflage, 2002
  • Haag, P. et al.: Gynäkologie und Urologie, Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 3. Auflage, 2007/08
  • Breckwoldt, M. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Georg Thieme Verlag, 5. Auflage, 2007
  • Weyerstahl, T. & Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2013
готовые курсы стероидов

here