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Brustwirbelsäule

Die Brustwirbelsäule ist der zweite und längste Abschnitt der Wirbelsäule. Sie besteht aus zwölf Brustwirbeln, von denen jeder rechts und links je eine Rippe trägt. Die Brustwirbelsäule unterstützt die Beweglichkeit des Rumpfes und schützt zusammen mit den Rippen die Organe des Brustraums. Lesen Sie alles Wichtige über die Brustwirbelsäule und die Brustwirbel!

Was ist die Brustwirbelsäule?

Die Brustwirbelsäule ist der zwischen der Halswirbelsäule und der Lendenwirbelsäule gelegene Abschnitt der Wirbelsäule. Sie beginnt nach dem siebten Halswirbel mit dem ersten von insgesamt zwölf Brustwirbeln (Thorakalwirbel, Th1). Im unteren Bereich schließt sich nach dem 12. Brustwirbel (Th 12) die Lendenwirbelsäule an.

Die Brustwirbel sind im Vergleich zu den Halswirbeln kräftiger und werden nach unten durch die zunehmende Körperlast, die auf ihnen ruht, immer stärker und stabiler. Von der Seite betrachtet haben die oberen und unteren Brustwirbel einen größeren Durchmesser als die mittleren. Die Wirbelkörper sind vorne etwas höher als hinten und die vordere, zur Brust hin zeigende Fläche, ist leicht ausgehöhlt.

Die Dornfortsätze in der Brustwirbelsäule sind lang und dreieckig und liegen dachziegelförmig übereinander. Sie verschließen so die Spalträume zwischen den Wirbelbögen. Die zwei Querfortsätze, die von jedem Wirbelkörper abgehen, zeigen bei den oberen Brustwirbeln zur Seite, bei den mittleren und unteren zur Seite und schräg nach hinten.

Die Brustwirbelsäule hat eine natürliche Krümmung nach hinten (Brustkyphose).

Rippen-Wirbel-Gelenke

Der zweite bis neunte Brustwirbel hat am Ober- und Unterrand je eine flache Gelenkpfanne, die zusammen mit der des benachbarten Brustwirbels die Gelenkfläche für einen Rippenkopf bildet (Interkostalgelenke). Der erste Brustwirbel trägt alleine eine ganze obere Gelenkgrube für die erste Rippe und eine halbe untere für die zweite Rippe. Der zehnte Brustwirbel hat nur die halbe obere Gelenkpfanne für die zehnte Rippe. Der elfte und zwölfte Brustwirbel trägt jeweils eine ganze Gelenkpfanne für die elfte und zwölfte Rippe, die frei in der Bauchwand enden.

Durch diese Rippen-Wirbel-Gelenke ist eine Beweglichkeit des Brustkorbs möglich, der sich bei jedem Atemzug ausdehnt und wieder zusammenzieht. Die Rippen-Wirbel-Gelenke werden zusätzlich durch zahlreiche Bänder stabilisiert.

Spinalnerven der Brustwirbelsäule

Jeder Brustwirbel hat prinzipiell den gleichen Aufbau wie alle anderen Wirbel der Wirbelsäule. Die Wirbellöcher im Inneren des Wirbelkörpers, die übereinander den Wirbelkanal mit dem darin verlaufenden Rückenmark bilden, lassen jeweils zwischen zwei Wirbeln das Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) offen. Durch dieses Zwischenwirbelloch verlaufen die Spinalnerven (Nervi intercostales), die aus dem Rückenmark austreten und die Wand des Brustkorbs mit der dazu gehörenden Muskulatur, die Haut und die innere Haut der Brustwand versorgen.

Welche Funktion hat die Brustwirbelsäule?

Die Brustwirbelsäule stabilisiert den Rumpf. Sie gibt den einzelnen Rippen ihren Halt und ist zudem am Aufbau des Brustkorbs (Thorax) beteiligt, der die inneren Organe schützt.

Die Brustwirbelsäule erlaubt eine Seitwärtsneigung des Oberkörpers um etwa 30 Grad. Begrenzt wird diese seitliche Neigung durch das Zusammenpressen der Rippen auf der jeweiligen Seite.

Die Rotation um die eigene Achse – die Drehung des Rumpfes – ist durch die Brustwirbelsäule bis zu etwa 33 Grad möglich.

Wo befindet sich die Brustwirbelsäule?

Die Brustwirbelsäule ist der zweite Abschnitt der Wirbelsäule: Sie liegt zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule. Die Fortsätze der einzelnen Wirbel liegen dicht übereinander unter der Haut des Rückens; bei schlanken Menschen sind sie sicht- und tastbar.

Welche Probleme kann die Brustwirbelsäule verursachen?

Angeborene und erworbene Veränderungen können an der Brustwirbelsäule ebenso wie an anderen Abschnitten der Wirbelsäule auftreten. So ist zum Beispiel bei der sogenannten Skoliose die Wirbelsäule seitlich verkrümmt. Zudem sind einzelne Wirbelkörper um ihre Längsachse verdreht.

Einzelne Wirbel können auch in ihrer Form verändert sein, oder aber ihre Anzahl variiert. So kann die zwölfte Rippe zurückgebildet sein und der Querfortsatz dem eines Lendenwirbels entsprechen (es sind dann elf Brustwirbel und sechs Lendenwirbel vorhanden statt wie normalerweise zwölf Brust- und fünf Lendenwirbel). Es kann andererseits auch am ersten Lendenwirbel noch eine Rippe vorhanden sein (dann liegen dreizehn Brustwirbel und nur vier Lendenwirbel vor).

Manchmal sind einzelne Brustwirbel (oder andere Wirbel) in ihrer Beweglichkeit blockiert. Die Ursache können Muskelverkrampfungen sein.

Die Spondylarthrose ist eine degenerative Veränderung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke). Sie tritt besonders im Lendenbereich auf, kann aber auch zum Beispiel die Brustwirbelsäule betreffen. Die abnutzungsbedingten Veränderungen der Facettengelenke können Schmerzen verursachen. Dann spricht man vom Facettensyndrom.

Der Begriff Osteochondrose beschreibt knöcherne Veränderungen der Wirbelsäule, die durch Abnutzung der Bandscheiben entstehen. Sie können neben der Brustwirbelsäule auch die restliche Wirbelsäule betreffen.

Ein Bandscheibenvorfall tritt im Bereich der Brustwirbelsäule seltener auf als an der Hals- und Lendenwirbelsäule. Durch die Belastung des vorderen Bereichs der einzelnen Brustwirbel können Vorwölbungen (Protrusionen) der Bandscheibe entstehen, die dann unter Umständen zu einer Kompression des Rückenmarks und der Spinalnerven führen. Die Ursache für den Vorfall oder die Vorwölbung einer Bandscheibe im Bereich der Brustwirbelsäule können degenerative Veränderungen (Abnutzungserscheinungen) sowie Verletzungen sein.

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie. Georg Thieme Verlag. 1. Auflage, 2010
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen. Walter de Gruyter Verlag. 17. Auflage, 2002
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter Verlag. 262. Auflage, 2002
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