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Bindehaut

Die Bindehaut (Konjunktiva) ist eine Art Schleimhaut, welche die Innenseite der Augenlider überzieht und diese mit dem Augapfel verbindet. Sie reicht vom Lidrand bis zur Hornhaut. Die Bindehaut ist gut durchblutet und sehr empfindlich gegenüber äußeren Reizen. Lesen Sie alles Wichtige über die Bindehaut!

Die drei Abschnitte der Bindehaut

Die Bindehaut (Konjunktiva) besteht aus drei Abschnitten: Lidbindehaut, Augenbindehaut sowie oberer und unterer Bindehautsack.

Als Lidbindehaut (Tunica conjunctiva palpebrarum) überzieht die Konjunktiva die Rückfläche der Augenlider, als Augenbindehaut (Tunica conjunctiva bulbi) bedeckt sie den vorderen, sichtbaren Teil des Augapfels.

Den Übergang zwischen beiden Abschnitten bildet der sogenannte Bindehautsack (Konjunktivalsack, Saccus conjunctivalis) – eine Umschlagfalte der Konjunktiva zwischen Augapfel und Oberlid beziehungsweise Unterlid. Die Augenbindehaut überzieht die Lederhaut (Sklera) bis zum Rand der Hornhaut (Kornea).

Aufbau der Bindehaut

Die Bindehaut ist durchsichtig, feucht, glatt und glänzend. Sie enthält Becherzellen, die Schleim bilden, und zusätzliche Tränendrüsen, die für die Feuchtigkeit sorgen. Sie ist fest und unverschieblich mit dem Tarsus verbunden, einer halbmondförmigen biegsamen Bindegewebsplatte im Ober- und Unterlid, die den Lidern etwas Festigkeit verleiht.

Hier liegt im Bereich des inneren Augenwinkels eine kleine gebogene Schleimhautfalte (Plica semilunaris conjunctivae). Dabei handelt es sich um einen rudimentären Rest der bei Tieren noch erhaltenen gut beweglichen Nickhaut, die auch als „drittes Augenlid" bezeichnet wird.

Die Konjunktiva ist von dünnen Gefäßen durchzogen, die auf dem Hintergrund der weißen Sklera gut zu sehen sind. In diesem Bereich ist sie auch gut verschieblich. Im Bereich des Hornhautrandes ist sie wieder fest mit dem Untergrund verwachsen und geht in das Epithel der Hornhaut über.

An der Rückfläche der Augenlider besitzt die Konjunktiva Follikel mit Plasmazellen und Lymphozyten, die eine Barriere für Erreger darstellen und an der Immunantwort beteiligt sind.

Empfindlich und resorptionsfähig

Weil die Konjunktiva stark von sensiblen Nerven durchzogen ist, reagiert sie entsprechend empfindlich auf Reize, Fremdkörper oder ähnliches.

Zudem ist sie sehr resorptionsfähig, weshalb viele Medikamente für die Augen in den Bindehautsack eingetropft werden.

Welche Probleme kann die Bindehaut verursachen?

Bei Unfällen mit starken Säuren, Laugen oder anderen Chemikalien kann man sich die Binde- und Hornhaut verätzen. Im schlimmsten Fall erblindet man am betreffenden Auge, weshalb bei Augenverätzungen rasches Handeln notwendig ist!

Eine Konjunktivitis (Entzündung der Konjunktiva) erkennt man an einem „roten“ Auge, einem Fremdkörpergefühl im Auge und einer wässrigen, schleimigen oder sogar eitrigen Sekretion. Die Ursachen können vielfältig sein. Oft ist eine Konjunktivitis infektiös bedingt, also durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze verursacht.

Eine Bindehautentzündung kann aber auch nicht infektiöse Ursachen haben. Dazu gehören zum Beispiel Rauch oder Staub, Hitze, Kälte oder Wind sowie ultraviolettes Licht. Auch Stellungsanomalien der Wimpern können eine Entzündung im Auge hervorrufen, etwa Ektropium (Auswärtswölbung der Bindehaut), Entropium (Einwärtsstülpung des Lidrandes) und Trichiasis (Einwärtswendung der Wimpern, die auf der Konjunktiva scheuern).

Auch andere Reizzustände können zu einer Entzündung der Konjunktiva führen, beispielsweise zu langes Arbeit im Nahbereich, ohne den Augen eine Pause zu gönnen, nicht (genügend) korrigierte Alterssichtigkeit (Presbyopie), falsch korrigierende Brillengläser, Erschöpfung und Schlafmangel.

Im Rahmen einer Allergie kann eine allergische Rhinokonjunktivitis auftreten: Das ist eine Kombination aus einer Nasenschleimhautentzündung (mit laufender oder verstopfter Nase) und einer Entzündung der Bindehaut

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Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Klinke, R. & Silbernagl, S.: Lehrbuch der Physiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2005
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter Verlag, 17. Auflage, 2002
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, Walter De Gruyter Verlag, 262. Auflage, 2007
  • Leydhecker, W.: Augenheilkunde, Springer-Verlag, 25. Auflage, 1993
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