<link rel="stylesheet" href="https://cdn.netdoktor.de/static/96/b5/848c18fdd46ba441d20a1d01b5dc77f3c9365736bbb952a7434b79c2b144.css">
menu
home Startseite

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Augenlid

Das Augenlid ist die bewegliche Hautfalte über und unter dem Auge, die zum Schutz des vorderen Augapfels geschlossen werden kann. Das Augenlid liegt dem Auge glatt an. Das Oberlid bedeckt etwa ein bis zwei Millimeter des oberen Hornhautrands. Das untere Augenlid liegt etwa einen Millimeter über dem unteren Hornhautrand. Lesen Sie alles Wichtige über das Augenlid!

Was ist das Augenlid?

Das Augenlid ist die muskulär bewegliche Weichteilfalte, die den Augapfel von vorne schützend bedecken kann. Das obere Augenlid ist gegen die Stirn durch die nach oben konvexe Augenbraue abgegrenzt. Dieser Hautwulst ist mit nach außen gerichteten Haaren dicht besetzt und muskulär beweglich. Dadurch wird Schweiß, der von der Stirn fließt, am Auge vorbei geleitet.

Bei geöffnetem Auge ist das obere Lid mehr oder weniger von einer Deckfalte überlagert. Das untere Lid ist gegen die Wange durch eine unscharfe Furche abgegrenzt. Der Raum zwischen den beiden Augenlidern wird Lidspalte genannt.  

Die äußere Haut des Augenlids ist die dünne Lidhaut mit feinen Härchen sowie Schweiß- und Talgdrüsen. Darunter sitzt ein fettfreies lockeres Gewebe, über dem sich die Lidhaut gut verschieben lässt – was bei plastischen Lidoperationen genutzt wird.

Wimpern

An der äußeren Lidkante geht das Epithel der äußeren Lidhaut in das Epithel des etwa zwei Millimeter breiten Lidrands über. Hier wachsen starre Wimpernhaare in drei bis vier Reihen – am Oberlid etwa 150, am Unterlid etwa 75. Die Wimpern unterstützen das Abblenden des Auges und lösen bei Berührung reflexartig den Lidschluss aus.

An den Wurzeln der Wimpernhaare sitzen Talg- und Schweißdrüsen. An dieser freien Lidkante geht auch die äußere Hautfläche des Augenlids in die innere Schleimhautfläche, die Bindehaut des Auges, über.

Augenwinkel

Die freien Ränder des Unter- und Oberlids gehen an den beiden Außenseiten ineinander über und umrahmen die Lidspalte. Der äußere Augenwinkel ist spitzwinklig, der innere abgerundet. Nahe dem inneren Augenwinkel liegen die Tränenpunkte, weiter innen eine kleine Ausbuchtung, der Tränensee, mit feinen Härchen und Talgdrüsen. Unter der Haut verläuft der Ringmuskel des Auges.

Meibom-Drüsen

Hinter diesem Ringmuskel liegen Lidplatten aus dichtem Bindegewebe, welche die Augenlider versteifen. Sie sind in der Mitte am kräftigsten und am Rand dünner.

In diesen Lidplatten befinden sich – im Oberlid etwa 30, im Unterlid etwa 20 – Talgdrüsen, die Meibom-Drüsen (Meibomsche Drüsen), deren Öffnungen an der hinteren Lidkante münden. Sie fetten den Lidrand ein und verhindern das Überlaufen der Tränenflüssigkeit. Die Meibom Drüsen kann man sehen, wenn man das Augenlid leicht nach außen kehrt.

Welche Funktion hat das Augenlid?

Das Augenlid dient dem Schutz des Auges vor Fremdkörpern, Austrocknung und zu heller Lichteinstrahlung. Zusammen mit der Tränendrüse haben die Lider die Funktion eines „Scheibenwischers“: Sie entfernen Fremdkörper mit dem Lidschlag und den Tränen. Im Schlaf dreht sich der Augapfel nach oben, damit das Augenlid auch bei nicht vollständigem Schluss immer noch die gesamte Hornhaut bedeckt.

Welche Probleme kann das Augenlid verursachen?

Eine Entzündung der Meibom-Drüsen führt zu einem schmerzhaften Gerstenkorn (Hordeolum), ein Sekretstau zu einem (nicht schmerzhaften) Hagelkorn (Chalazion). Letzteres kann so groß wie eine Erbse werden.

Ein Lidabszess entsteht durch eine eitrige Infektion der Lidhaut.

Ein Bruch der Lidplatten führt zu einem Ektropium, der Auswärtswendung des Augenlids. Wenn der untere Lidrand nach innen gestülpt ist, spricht man von einem Entropium. Es entsteht zum Beispiel durch Narben nach Augenoperationen.

Ein Lidödem (Schwellung der Augenlider) kann zum Beispiel durch Nierenkrankheiten verursacht werden.

Tränensäcke entstehen durch Fettgewebe, das am unteren Augenlid aus der Orbita quillt. Augenringe bilden sich, wenn die Spannung der Haut nachlässt und dadurch die kleinen Venen durchschimmern.

Ein herab hängendes Augenlid (Ptosis) kann angeboren sein oder durch Störung eines Augenmuskels entstehen.

Wenn ein Nervenast, der den Ringmuskel des Auges versorgt, gelähmt ist, kann das Lid nicht mehr geschlossen werden.

Am Augenlid können auch Ekzeme und Tumoren auftreten.

кленбутерол

метан курс
Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Kirsch, J. et al.: Taschenlehrbuch Anatomie, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage, 2010
  • Klinke, R. & Silbernagl, S.: Lehrbuch der Physiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2005
  • Waldeyer, A.: Anatomie des Menschen, Walter de Gruyter Verlag, 17. Auflage, 2002
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, Walter De Gruyter Verlag, 262. Auflage, 2007
  • Grehn, F.: Augenheilkunde, Springer-Verlag, 31. Auflage, 2011
  • Leydhecker, W.: Augenheilkunde, Springer-Verlag, 25. Auflage, 1993
кленбутерол

метан курс