Rückenschmerzen - Tai-Chi

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Tai-Chi; Hand; Hände

Schattenboxen in Bildern

Das Tai-Chi-Chuan (auch Taijiquan) oder kurz Tai-Chi wurde ursprünglich als Kampfstil entwickelt und besitzt eine wohltuende Wirkung bei Rückenschmerzen. Europäer bezeichneten das Training später auch als Schattenboxen, da die Bewegungen den Eindruck erwecken, mit einem unsichtbaren Gegenüber zu ringen.

Im Gegensatz zu Qigong, einer Bewegungskunst, die ebenfalls unter anderem bei Rückenschmerzen zum Einsatz kommt, sind Tai-Chi-Übungen choreographisch zu Formen zusammengefasst: Sie bestehen aus einer bestimmten Abfolge von Körperpositionen (Bildern), die fließend ineinander übergehen.

Die Bilder tragen poetische Namen wie "Der Kranich breitet seine Schwingen aus" oder "Die Laute spielen". Die Körperhaltung ist dabei entspannt und aufrecht. Atmung, Bewegungen und der Geist werden durch Tai-Chi synchronisiert. Beim in Europa sehr verbreiteten Stil der Familie Yang erfolgen die Bewegungen zeitlupenhaft, weich und fließend. Andere Stile des Tai-Chi beinhalten auch rasche Bewegungen und Sprünge.

Lebensenergie erhöhen

Nach Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) fließt die Lebensenergie (Chi) auf bestimmten Bahnen - den Meridianen - durch den Körper. Ziel des Tai-Chi ist es, das Chi im Körper zu stärken. Das geschieht durch:

  • Körperwahrnehmung
  • Körperbeherrschung
  • Fließende Bewegungen
  • Entspannung
  • Innere Harmonie

Tai-Chi für den Rücken

Tai-Chi legt großen Wert auf die Körperwahrnehmung und Körperhaltung, was sich positiv auf Rückenschmerzen auswirken kann. Die angestrebte Haltung ist aufgerichtet, aber entspannt. So werden unter anderem Haltungsfehler erkannt und korrigiert, die Verkrampfungen und Schmerzen auslösen können. Die Übungen stärken die Rückenmuskulatur und entlasten so die Wirbelsäule. Auf diese Weise lassen sich Verspannungen vermeiden, die beispielsweise durch langes Sitzen entstehen, und der Druck auf die Bandscheiben lässt nach.

Tai-Chi hilft auch beim Stressabbau, was ebenfalls einen positiven Effekt auf bestehende Rückenschmerzen haben kann. Die Teilnehmer erlernen eine tiefe Bauchatmung, welche die Entspannung fördert. Die harmonischen, tänzerischen Bewegungen wirken beruhigend. Stress, Reizbarkeit und Aggressionen nehmen ab, und die Stimmung hebt sich.

Tai-Chi erlernen

Tai-Chi ist ein Lernprozess, der lebenslang vertieft werden kann. Dazu sollten Sie sich am besten täglich 15 Minuten Zeit nehmen.

Die meditative Bewegungskunst lässt sich nicht aus Büchern oder über DVDs erlernen. Zwar können diese eine gute Erinnerungsstütze sein, aber vor allem für Anfänger ist die korrigierende Unterstützung durch einen Tai-Chi Lehrmeister extrem wichtig. Das Angebot an Tai-Chi-Kursen und -Lehrern ist in Deutschland immens. Kurse werden beispielsweise an Volkshochschulen angeboten. Es gibt aber auch zahlreiche private Schulen, die auf Tai-Chi und Qigong spezialisiert sind. Suchen Sie sich am besten einen Lehrer mit guter Ausbildung und langjähriger Erfahrung.

Wirksamkeit

Entsprechende Untersuchungen, die die Wirksamkeit von Tai-Chi bei Rückenschmerzen belegen, stehen noch aus. Es scheint vieles dafür zu sprechen, dass Tai-Chi Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern kann. Allerdings wird Tai-Chi mit seinen ruhigen, schonenden Bewegungsabläufen auch ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsbeweis von vielen Medizinern empfohlen.

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